{"id":269,"date":"2018-11-24T21:00:20","date_gmt":"2018-11-24T21:00:20","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=269","title":{"rendered":"Sid Meier&#8217;s Civilization VI"},"content":{"rendered":"<p>Mit <i>Sid Meier&#8217;s Civilization Revolution<\/i> f\u00fcr den Nintendo DS erschien 2008 erstmals ein Vertreter der Serie, wenn auch nur ein Spin-Off, auf einer Nintendo-Konsole. Dies sollte zehn Jahre lang auch der einzige bleiben, denn erst in diesem November gibt es wieder eine Portierung. <b>Sid Meier&#8217;s Civilization VI<\/b> erscheint als sechste Hauptteil der umfangreichen <i>Civilization<\/i>-Reihe auf Nintendo Switch und setzt damit ein gutes Zeichen f\u00fcr Strategiefans, die gern mit der Switch spielen. Doch wie schl\u00e4gt sich der Taktikgigant im Gegensatz zu der PC-Fassung, auf der er basiert? Wo wurden Abstriche gemacht und was gibt es vielleicht f\u00fcr die K\u00e4ufer der Switch-Version dazu? Das erfahrt ihr in meinem Test!<\/p>\n<p><b>Am Anfang war der Siedler<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80936.jpg\" alt=\"Bild 80936\" style=\"float: right;\">Ich m\u00f6chte euch gleich und ohne Umschweife ins Gameplay des Spiels einf\u00fchren: Als Anf\u00fchrer einer ganzen Zivilisation starte ich im Jahre 4000 vor Christus zusammen mit einer Gruppe Siedler und einem Trupp Krieger auf einer nicht aufgedeckten Karte. Diese ist in Sechsecke aufgeteilt, sodass an jedes Feld entsprechend sechs weitere Felder grenzen. Diese Felder k\u00f6nnen einfache Graslandschaften oder S\u00fcmpfe, W\u00e4lder und sogar Berge mit Naturwundern sein. Meine erste Stadt gr\u00fcnde ich daher an einer Stelle, die meine Wahlheimat k\u00fcnftig mit m\u00f6glichst hilfreichen Gel\u00e4ndefeldern umgibt. Eine Ortschaft, die direkt am Meer gebaut ist, kann beispielsweise Schiffe produzieren und sp\u00e4ter Fische fangen um die Bewohner zu ern\u00e4hren. Entgegen den vorherigen Spielen der Reihe braucht es aber dieses Mal zuvor in der Metropole produzierte Handwerker, die die einzelnen Gel\u00e4ndefelder mit Einrichtungen wie einen Bauernhof oder eine Mine bebauen. Wo ich auch schon beim Thema Bauen beziehungsweise Produktion w\u00e4re: Jede Stadt, egal wie gro\u00df sie ist, kann pro Runde nur eine Produktion in Auftrag geben. Zur Auswahl stehen am Anfang nur ein Monument, das die Kultur in der Siedlung erh\u00f6ht, oder verschiedene Einheiten wie ein Trupp Handwerker, ein Sp\u00e4her, neue Krieger und Schleudersch\u00fctzen, die die ersten Fernk\u00e4mpfer bilden. Mit der Zeit und w\u00e4chst die Stadt und neue Forschungen werden abgeschlossen, was die Geb\u00e4ude- und Einheitenvielfalt anhebt und sogar bereits erw\u00e4hnte Bezirke erm\u00f6glicht. Auch dies ist ein neues Feature des sechsten Teils der Reihe und besagt, dass eine Spezialisierung auf einem Gel\u00e4ndefeld in der N\u00e4he des Standorts eingerichtet werden kann. So kann ein Campus beispielsweise den Fortschritt in der Forschung beschleunigen und durch weitere Geb\u00e4ude wie einer Bibliothek ausgebaut werden. Ein Wunder beansprucht ebenfalls ein eigenes Feld und kann global nur einmal errichtet werden, bringt daf\u00fcr einen starken Bonus wie beispielsweise der Stonehenge, der einen gro\u00dfen Propheten in die Stadt ziehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Denn nicht nur die Weltwunder, sondern auch ber\u00fchmte Wissenschaftler, Denker und Propheten haben es wieder ins Spiel geschafft und k\u00f6nnen beispielsweise eine neue Religion gr\u00fcnden, was f\u00fcr den Religionssieg unabdingbar ist. Neben dem vorherrschenden Glauben kann das Spiel normalerweise auch durch die Herrschaft, also dem Erobern s\u00e4mtlicher gegnerischer Hauptst\u00e4dte, durch die Wissenschaft, in dem Fall dem Errichten einer Marskolonie, und durch Kultur, also durch das Anlocken gen\u00fcgender Touristen aus anderen Zivilisationen, gewonnen werden. Entsprechend wichtig sind dabei die Werte im Bereich Geld, Ruhm, Kultur und Forschung, die dauerhaft am oberen Bildschirmrand angezeigt werden. Daneben gibt es noch Ressourcen wie Pferde und Bananen, die nur durch spezielle Felder erwirtschaftet werden k\u00f6nnen und besonders beim Handeln extrem beliebt sind. Diplomatie ist ein \u00e4u\u00dferst n\u00fctzliches Werkzeug im Kampf um den Sieg und so kann es lohnenswert sein, sich mit einem KI-Mitspieler gut zu stellen und vielleicht das ein oder andere Geschenk springen zu lassen oder die seltenen Ressourcen gegen eine stattliche Geldsumme zu verkaufen. Eine gute Geldquelle sind aber auch die Stadtstaaten, die quer \u00fcber die zuf\u00e4llig generierte Karte verteilt sind. Diese werden vom Spiel separat gesteuert, haben aber nie das Verlangen eine weitere Stadt zu gr\u00fcnden und vergeben stattdessen Quests an die Mitspieler, die ihnen begegnet sind. Einmal m\u00f6chten sie die Bedrohung durch einen Barbarenstamm in der N\u00e4he beseitigt wissen, ein anderes Mal besteht der Bedarf nach einen Handelsweg. Das Erf\u00fcllen dieser Aufgaben steigert einerseits die Gesandtenanzahl in der Stadt, was verschiedene Boni wie mehr Geld aber auch die Option auf den Suzer\u00e4n-Diplomatiestatus gibt, mit dem das Milit\u00e4r, die Ressourcen und das Sichtfeld des Staats \u00fcbernommen werden kann. Jede Zivilisation hat neben ihren individuellen Anf\u00fchrern auch noch Vorteile, die sogar exklusive Einheiten oder Geb\u00e4ude beinhalten k\u00f6nnen. So kann Peter der Gro\u00dfe, Zar von Russland, Kosaken anstelle normaler Kavallerie ausbilden, die deutlich st\u00e4rker sind. Wunder, die wie die Alhambra eigentlich deutlich einem Land zugeordnet werden k\u00f6nnen, stehen aber jeder Zivilisation zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p><b>Alles auf Anfang<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80932.jpg\" alt=\"Bild 80932\" style=\"float: left;\">Wer sich nicht sofort ins Get\u00fcmmel st\u00fcrzen und keine 500 Runden mit einer zuf\u00e4lligen Nation bestreiten will, der kann sich au\u00dferdem noch selbst ein eigenes Spiel erstellen oder ein Szenario spielen. Die Einstellm\u00f6glichkeiten dabei sehr vielf\u00e4ltig: So stehen zun\u00e4chst einmal acht Schwierigkeitsgrade von Siedler bis Gottheit zur Verf\u00fcgung. W\u00e4hrend bei den Szenarien anschlie\u00dfend zwischen \u201eAlexanders Eroberungen\u201c, \u201eHedwigs Verm\u00e4chtnis\u201c, \u201eOutback-Tycoon\u201c und \u201eWikinger, H\u00e4ndler und Pl\u00fcnderer!\u201c und speziellen Anf\u00fchrern gew\u00e4hlt werden kann, k\u00f6nnen beim Spiel mit Standardregeln aus 24 Nationen gew\u00e4hlt werden. \u201eAlexanders Eroberungen\u201c wird \u00fcbrigens nur als Alexander der Gro\u00dfe gespielt, f\u00fcr \u201eHedwigs Verm\u00e4chtnis\u201c stehen dagegen komplette neue Anf\u00fchrer wie Konstantin Ostroschski oder Mikolaj Radziwill zur Verf\u00fcgung. W\u00e4hrend Szenario-Spieler jetzt schon bereit f\u00fcrs Gefecht sind, k\u00f6nnen die anderen noch \u00fcber das Spieltempo entscheiden, das sich in Online (doppelte Geschwindigkeit), Schnell, Standard, Episch und Marathon gliedert und damit angibt, wie viele Jahre pro Runde vergehen. Au\u00dferdem kann noch ein Kartentyp gew\u00e4hlt werden, wobei die sich in zehn verschiedene Formen unterscheiden und einige noch in der Gr\u00f6\u00dfe eingestellt werden k\u00f6nnen. Unter anderem darf hier sogar mit der wirklichen Erde und wahlweise mit den wahren Startpunkten der Nationen gestartet werden. Wer immer noch nicht ganz zufrieden ist, kann jetzt noch erweiterte Spieloptionen vornehmen und zum Beispiel 19 Computergegner einstellen oder einen Seedcode verwenden, um die bestimmte Karten zu generieren.<\/p>\n<p>Solltet ihr der Computergegner \u00fcberdr\u00fcssig sein &#8211; die m\u00f6gen tats\u00e4chlich wegen einigen Logikl\u00fccken wie etwa beim Handeln etwas nervig und durchschaubar werden -, k\u00f6nnt ihr auch im Multiplayer gegen menschliche Spieler antreten. Allerdings gibt es aktuell nur einen lokalen Mehrspielermodus, der auch nur auf ein lokales Netzwerk aus mehreren Konsolen mit jeweils einem Spiel basiert. Leider haben es weder ein Hotseat-Modus an einer Konsole noch der altbekannte Online-Multiplayer in die Switch-Portierung geschafft. Bei den herunterladbaren Inhalten sieht es dagegen schon deutlich besser aus, dort sind sogar schon einige DLCs inklusive. So sind die Pakete \u201eWikinger Szenariopaket, \u201ePolen Zivilisations- &#038; Szenariopaket\u201c, \u201eAustralien Zivilisations- &#038; Szenariopaket\u201c und \u201ePersien und Makedonien Zivilisations- &#038; Szenariopaket\u201c bereits in der Basisvariante enthalten und die beiden Sets \u201eNubien Zivilisations- &#038; Szenariopaket\u201c (4,99 Euro) und \u201eKhmer and Indonesia Zivilisations- &#038; Szenariopaket\u201c (8,99 Euro) k\u00f6nnen separat im eShop gekauft werden. Damit sind alle DLCs der PC-Version auch auf der Switch vertreten, allerdings fehlt die gro\u00dfe Erweiterung <i>Rise and Fall<\/i>, die neun neue Anf\u00fchrer und Nationen sowie zahlreiche neue Gameplay-Funktionen hinzuf\u00fcgt. Die zweite vor kurzem angek\u00fcndigte Erweiterung <i>Gathering Storm<\/i>, die insbesondere Naturkatastrophen einen Platz im Spiel bietet, wird aktuell auch nur f\u00fcr die PC-Version erscheinen. Zwar gibt es hier auch schon die ersten Ger\u00fcchte, dass an einer Portierung der beiden Erweiterungen gearbeitet wird, offiziell ist davon leider noch nichts.<\/p>\n<p><b>\u00dcberraschende Technik &#8211; positiv wie negativ<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80935.jpg\" alt=\"Bild 80935\" style=\"float: right;\">Inhaltlich mag die Switch-Version etwas weniger bieten als die Ursprungsfassung, doch technisch braucht sie sich nicht zu verstecken: W\u00e4hrend des gesamten Spiels bleibt die Framerate durchweg stabil, egal wie viele Nationen auf einer beliebigen Kartengr\u00f6\u00dfe unterwegs sind, auch wenn die L\u00fcfter im TV-Modus hin und wieder auch einmal aufdrehen um dies bei der erh\u00f6hten Aufl\u00f6sung auch zu gew\u00e4hrleisten. Visuell passt sich das Spiel der fl\u00fcssigen Performance an und reduziert die Texturaufl\u00f6sung ein wenig, allerdings bleibt die Grafik weiterhin sehr ansehnlich. Die Steuerung funktioniert \u00fcber die Buttons sehr angenehm, die Touchsteuerung ist dagegen eher gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Eine Kombination aus beidem, also Bewegen der Kamera via Touchscreen und alle weiteren Aktionen \u00fcber den Controller, ist daf\u00fcr optimal, was auch keine andere Plattform bieten kann.<\/p>\n<p>Eine verpasste Chance betreffen die Cloudsaves, die \u00fcber den Publisher-eigenen Dienst my2K bewerkstelligt werden. Dort k\u00f6nnen Speicherst\u00e4nde hochgeladen werden, allerdings nur wenn man einen entsprechenden Account bei my2K vorher angelegt und sich dort angemeldet hat. Da dieser Service auch auf dem PC genutzt wird, kam ich also auf die Idee meinen Spielstand auf der Switch mal auf in der PC-Version zu laden, was fast sogar funktionierte, aber am Ende mit einem Crash des Programms endete. Eine Anfrage beim Support sp\u00e4ter, der l\u00f6blich fix reagierte, bin ich nun dahingehend schlauer, dass die beiden Speicherst\u00e4nde unterschiedlich codiert sind und daher leider nicht plattform\u00fcbergreifend funktioniert, was meiner Meinung nach ein Kaufgrund gewesen w\u00e4re. Leider sorgt der Login am PC in my2K au\u00dferdem daf\u00fcr, dass der Login auf der Switch blockiert wird &#8211; das m\u00fcsste doch ebenfalls nicht sein. Immerhin kann der Cloudsave abseits von Nintendo Switch Online genutzt werden, also ein m\u00f6gliches Ersparnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Sid Meier&#8217;s Civilization Revolution f\u00fcr den Nintendo DS erschien 2008 erstmals ein Vertreter der Serie, wenn auch nur ein Spin-Off, auf einer Nintendo-Konsole. Dies sollte zehn Jahre lang auch der einzige bleiben, denn erst in diesem November gibt es wieder eine Portierung. 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