{"id":268,"date":"2018-11-20T11:00:44","date_gmt":"2018-11-20T11:00:44","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=268","title":{"rendered":"Diablo III: Eternal Collection"},"content":{"rendered":"<p>Lang, lang ist es her, dass sich ein gro\u00dfer Titel von Blizzard &#8211; und sei es nur ein Form eines Handheld-Ports &#8211; auf einer Nintendo Plattform hat blicken lassen. Da es zum Kartenspiel <i>Hearthstone<\/i> und dem Team-Shooter noch keine Informationen bez\u00fcglich einer Switch-Umsetzung gibt, ist es aber umso erfreulicher, dass nun wenigstens Blizzards H\u00f6llen-Epos auf dem Hybriden gelandet ist. Die Rede ist nat\u00fcrlich vom Hack-\u2019n\u2019-Slay-RPG <i>Diablo III<\/i>, das in der j\u00fcngst erschienenen <b>Diablo III: Eternal Collection<\/b> das Hauptspiel mit allen bislang ver\u00f6ffentlichten Zusatzinhalten kombiniert. Schon vorab durfte ich f\u00fcr euch in Berlin einen Blick auf das Spiel werfen (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/248-handson-diablo-iii-eternal-collection.html>zum Event-Hands-On<\/a>) und war sichtlich angetan. Meinem werten Kollegen Tjark alias Alanar erging es da scheinbar nicht anders (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/test\/207-handson-diablo-iii-eternal-collection.html>zum gamescom-Hands-On<\/a>), was nicht verwundert, da es sich hier um einen absoluten Kultspiel handelt. W\u00e4hrend andere schon seit Jahren auf PC und Konsolen zocken, wird es nun Zeit zu pr\u00fcfen, ob sich Blizzards R\u00fcckkehr zu Nintendo auch gelohnt hat. Viel Spa\u00df mit dem folgenden Test!<\/p>\n<p><b>Einmal Engel zum Mitnehmen, bitte!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80107.jpg\" alt=\"Bild 80107\" style=\"float: right;\">Schon vor etlichen Jahren kam ich auf der alten PlayStation 3 in den Genuss des Grundspiels. Mehr als der obligatorische Story-Erstdurchlauf war seinerzeit aber leider nicht drin. Doch schon die Kampagne allein d\u00fcrfte Kaufgrund genug f\u00fcr viele sein, die auf Titel wie <i>Victor Vran<\/i> (<a href=https:\/\/www.planetswitch.de\/spiel\/1033-victor-vran-overkill-edition.html>zum Test<\/a>) oder <i>Titan Quest<\/i> stehen, welche ebenfalls schon f\u00fcr die Nintendo Switch umgesetzt wurden. \u00dcber vier Akte erstreckt sich ein zwar nicht allzu spannender, aber dennoch recht interessanter Plot \u00fcber Engel, D\u00e4monen und die Leidtragenden des Kampfes, n\u00e4mlich die Bewohner Sanktuarios. Gemeint sind damit im Grunde ganz normale Menschen und Sanktuario ist in der Welt von <i>Diablo<\/i> schlicht ein anderen Wort f\u00fcr die Erde, die Menschenwelt, oder eine entmilitarisierte Zone zwischen Himmel und H\u00f6lle. Zum dritten Mal in der Seriengeschichte erheben sich dunkle M\u00e4chte unter dem Kommando zweier verbliebener H\u00f6llenherrscher. Um den Fall Sanktuarios zu verhindern und die d\u00e4monischen Heerscharen im Zaum zu halten, bedarf es jedoch besonderer Menschen und vielleicht sogar ein wenig himmlischer Hilfe.<\/p>\n<p>Dort setzt die Story im ersten Akt an. In einer Blizzard-typisch genial inszenierten Render-Filmsequenzen st\u00fcrzt ein vermeintlicher Stern oder Komet auf die Erde nieder und kracht dummerweise in den Gelehrten Deckard. Dessen Nichte bittet nat\u00fcrlich um tatkr\u00e4ftige Hilfe, um den Onkel zu retten und dem mysteri\u00f6sen Himmelsobjekt auf den Grund zu gehen. Als Spieler schl\u00fcpft man dazu in die Haut eines Nephalem, ein Bewohner Sanktuarios mit \u00fcberirdischen F\u00e4higkeiten. Zur Auswahl stehen dabei die aus dem Grundspiel bekannten Klassen Barbar, D\u00e4monenj\u00e4ger, Hexendoktor, M\u00f6nch und Zauberer. Durch die ebenfalls enthaltene Erweiterung <i>Reaper of Souls<\/i> gesellt sich au\u00dferdem der m\u00e4chtige Kreuzritter dazu, sowie der nochmals danach separat hinzugef\u00fcgte Totenbeschw\u00f6rer. Alle Wahlm\u00f6glichkeiten k\u00f6nnen sowohl als Mann oder als Frau gespielt werden und unterscheiden sich massiv in Sachen F\u00e4higkeiten und nutzbarer Ausr\u00fcstung. Langeweile d\u00fcrfte also in Sachen Charakterentwicklung vorerst nicht aufkommen. Hat man sich f\u00fcr eine Klasse entschieden, wird man ganz behutsam vom Spiel in das stetig wachsende Moveset eingef\u00fchrt und befreit das D\u00f6rfchen Neu Tristram von den aufstrebenden H\u00f6llenm\u00e4chten.<\/p>\n<p><b>Ein Biest von einem Spiel<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80106.jpg\" alt=\"Bild 80106\" style=\"float: left;\">\u00dcber die Geschichte m\u00f6chte ich nat\u00fcrlich nun nichts weiter verlieren, die soll schlie\u00dflich jeder f\u00fcr sich erleben. Gesagt sei aber, dass man hier keinesfalls ein Meisterwerk erwarten sollte. Dennoch machen Plot und Charaktere eine Menge Spa\u00df, besonders lohnen sich zudem die schon erw\u00e4hnten Zwischensequenzen zwischen den Akten &#8211; Eye candy! Mit den Standard-Kapiteln d\u00fcrfte man gut und gerne \u00fcber 20 Stunden besch\u00e4ftigt, vorausgesetzt man spielt <i>Diablo III<\/i> wie es von den Entwicklern vorgesehen wurde. Abseits des Hauptpfades warten n\u00e4mlich jede Menge Mini-Dungeons und Sidequest sowie freilich auch haufenweise Loot. St\u00fcrmt man jedoch nur dem roten Faden hinterher, ist die Kampagne im Kern eigentlich gar nicht allzu umfangreich. Spielt man zudem auf einem Schwierigkeitsgrad \u00fcber \u201eNormal\u201c, d\u00fcrfte man so ziemlich schnell aufgrund zu m\u00e4chtiger Widersacher untergehen.<\/p>\n<p>Reicht einem das noch nicht aus, darf man sich zus\u00e4tzlich noch an dem durch <i>Reaper of Souls<\/i> dazu addierten Akt V schnetzeln, der die Geschichte fortsetzt und vom Umfang nochmal eine geh\u00f6rige Schippe drauflegt. Das ganze Spektakel kann solo trotz der wunderbar atmosph\u00e4rischen und gr\u00f6\u00dftenteils zufallsgenerierten Welten sowie der ungemein motivierenden Lootspirale dennoch auf Dauer auch recht eint\u00f6nig werden. Selbstverst\u00e4ndlich l\u00e4sst sich die Geschichte aber auch im kooperativen Spiel lokal oder online erleben. Dabei funktionierte im Test alles gr\u00f6\u00dftenteils fehlerfrei, bis es einige kurze Lags hier und da gab es nichts zu beanstanden. Lobenswert ist zudem, dass im Online-Spiel jeder Spieler sein eigenes Loot bekommt, sodass man sich nicht gegenseitig \u00e4rgern kann. Im lokalen Spiel kann man sich nat\u00fcrlich absprechen, weshalb die Beute hier gerecht geteilt werden muss. Wer im Freundeskreis niemanden hat, der <i>Diablo III<\/i> spielt, der kann im Hauptmen\u00fc auch jederzeit seine Partie f\u00fcr beliebige Spieler \u00f6ffnen. Doch Obacht: Beigetretene Helden sind euch gleichberechtigt und k\u00f6nnen somit Cutscenes und Bosse aufl\u00f6sen und euch vorweggreifen!<\/p>\n<p><b>Das wars (noch lange nicht)<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80104.jpg\" alt=\"Bild 80104\" style=\"float: right;\">Nun klingt das ja schon nach einer Menge spa\u00dfiger und actionreicher Besch\u00e4ftigung, doch macht die Kampagne gelinde gesagt nicht mal die H\u00e4lfte des Spiels aus. Erreicht man mit einem Charakter die Levelgrenze von Stufe 70, kommt das Spiel dank massig Endgame-Content erst so richtig in Fahrt. Abseits der Hauptgeschichte kann man \u00fcber den sogenannten Abenteuer-Modus erneut in vertraute Gefilde eintauchen. Dieser Modus nutzt die Akte und dessen markante Schaupl\u00e4tze wie Neu-Tristram und Caldeum und stellt den Spieler erneut vor kleinere Aufgaben, was sich beispielsweise hervorragend zum Hochziehen eines saisonalen Charakters eignet. H\u00e4ndler und alle anderen wichtigen Schl\u00fcsselpersonen wurden hierbei zentral an den \u201eHub-Orten\u201c platziert, um dem Spieler unn\u00f6tige Laufwege zu ersparen. Zur Wahl stehen zun\u00e4chst Kopfgelder \u2013 das sind wechselnde Auftr\u00e4ge \u00e0 la \u201eT\u00f6te Boss X\u201c oder \u201eS\u00e4ubere Gebiet Y\u201c \u2013 zur Verf\u00fcgung und spielen sich in bereits erforschten Gebieten ab. Wer alle Kopfgelder eines Aktes abschlie\u00dft wird nicht nur f\u00fcrstlich belohnt, sondern kann direkt in den kleinen Nephalem-Portalen weitermachen.<\/p>\n<p>Dort wieder wird man in beliebig zusammengew\u00fcrfelte Welten voller Gegnerhorden geworfen, die dabei jeweils der Designsprache eines bestimmten Gebiets aus der Oberwelt entsprechen. Ziel dabei ist es, so viele Gegner zur\u00fcck in die H\u00f6lle zu schicken, dass sich der Obermotz zeigt. Erreicht man so Stufe 70 mit einem Charakter, hat au\u00dferdem die M\u00f6glichkeit seinen Charakter in immer schwerer werdenden Portalen zu testen und dank des Paragon-Levels noch \u00fcber die 70 hinaus mit passiven Attributen weiter aufzubauen. Sp\u00e4testens hier trennt sich die Spreu vom Weizen, wenn das Spiel nach \u201eNormal\u201c und \u201eSchwer\u201c noch Schwierigkeitsgrade bis hin zu Qual XIII nachlegt. Um dort zu bestehen, sollte man die Gegner, aber vor allem seinen Helden kennen wie seine Westentasche und nat\u00fcrlich auch die F\u00e4higkeiten und Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde aufeinander abgestimmt haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80103.jpg\" alt=\"Bild 80103\" style=\"float: left;\">Zu guter Letzt w\u00e4re da noch das Herausforderungsportal. Dieses dient eher weniger dazu im Rang aufzusteigen und bessere Ausr\u00fcstung zu ergattern, sondern viel mehr dazu, eine gewisse Vergleichbarkeit zu schaffen. Die Welt dort ist n\u00e4mlich eine 1:1-Kopie eines bereits abgeschlossenen Nephalem-Portals, das auch genau so aussieht und dieselben Gegner beherbergt. Man kann die w\u00f6chentlich wechselnde Herausforderung also immer und immer wieder absolvieren, und so etwa \u00fcberpr\u00fcfen, ob get\u00e4tigte Verbesserungen an der Ausr\u00fcstung &#8211; wie Edelstein in Sockeln &#8211; auch wirklich gefruchtet haben. Auch will der Entwickler hiermit eine Plattform bieten, dass Spieler untereinander ihre Builds vergleichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Die technische Seite<\/b><br \/>\nHier gibt es nicht zu sehen, bitte gehen Sie weiter! Spa\u00df beiseite, aber wirklich viel zu beanstanden gibt es bei dieser Switch-Umsetzung nicht. Trotz des hohen Alters des Spiels \u2013 mittlerweile auch schon \u00fcber sechs Jahre \u2013 sieht <i>Diablo 3<\/i> einfach fantastisch aus. Die Welten sind detailliert ausgearbeitet und wirken mitsamt Soundkulisse einfach nur stimmig. Das, obwohl gro\u00dfe Gebiete auch w\u00e4hrend der Hauptquest zuf\u00e4llig generiert werden. Im Handheld- und auch im TV-Modus wird eine dynamische Aufl\u00f6sungsskalierung eingesetzt, welche die zu berechnenden Bildpunkte in Szenen mit vielen Effekten ein wenig reduziert. Theoretisch sieht das Bild dann wesentlich verschwommener aus, praktisch f\u00e4llt das aber so gut wie nicht auf. Einzig ist st\u00f6rend aufgefallen, dass die \u00fcber den Charakteren schwebenden Dialogzeilen ein wenig hin- und herwabern, was die Lesbarkeit erschwert. Dank der herausragenden englischen und deutschen Synchro wiegt dieser Kritikpunkt aber nicht wirklich schwer. Ganz Full HD schafft die Switch auch TV-Modus leider nicht. Im Test zockte ich allerdings auf einem UHD-TV, wo die 900p nicht wirklich unansehnlich waren \u2013 im Gegenteil. Da die Einbu\u00dfen auch so gering sind, sticht auch eine PlayStation 4-Version nicht bedeutend st\u00e4rker ins Auge.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lang, lang ist es her, dass sich ein gro\u00dfer Titel von Blizzard &#8211; und sei es nur ein Form eines Handheld-Ports &#8211; auf einer Nintendo Plattform hat blicken lassen. 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