{"id":267,"date":"2018-11-10T20:10:00","date_gmt":"2018-11-10T20:10:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=267","title":{"rendered":"Moonlighter"},"content":{"rendered":"<p>Was kommt dabei heraus, wenn man den Artstyle von <i>The Legend of Zelda: The Minish Cap<\/i> optisch aufwertet und spielerische Elemente aus Roguelite-Dungeons und Koryph\u00e4en wie <i>The Binding of Isaac<\/i> mit einem Shop-Simulator \u00e0 la <I>Recettear<\/i> kombiniert? Nun, es klingt vielleicht so als w\u00e4re das Endergebnis eine viel zu bunte Mischung. Was, wenn ich nun noch anf\u00fchre, dass auch eine Prise <i>Stardew Valley<\/i>-Charme mit im Spiel steckt? Der heutige Testkandidat <b>Moonlighter<\/b> hat von all diesen Spielen ein wenig DNA abbekommen und gibt dabei eine solide Leistung ab. Warum das so ist, und was man sich von dem wilden Genre-Mix erhoffen darf, das versuche ich im folgenden Kurztest zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p><b>Eine Stadt am Abgrund<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80201.jpg\" alt=\"Bild 80201\" style=\"float: right;\">Schauplatz des Abenteuers ist ein beschauliches kleines \u00d6rtchen namens Rynoka. Dort lebt der junge Held Will zusammen mit nur noch recht wenig anderen Dorfbewohnern. Einst war dieses Kleinod ein belebter Umschlagplatz f\u00fcr H\u00e4ndler und Abenteurer. Aus irgendwelchen Gr\u00fcnden kehrte aber immer mehr die Stille in Rynoka ein. Zum Gl\u00fcck ist der Protagonist mit reichlich Abenteuerlust, einem Schwert und dem namensgebenden Gesch\u00e4ft &#8211; dem Moonlighter &#8211; ausgestattet. Und was zieht schon mehr Leute an als ein toller Laden mit seltenen G\u00fctern? Doch irgendwo m\u00fcssen diese G\u00fcter ja auch herkommen\u2026<\/p>\n<p>Da kommen die f\u00fcnf Dungeons ins Spiel. Bl\u00f6derweise sind aufgrund zu vieler verschwundener H\u00e4ndler und Helden fast alle davon abgesperrt. Lediglich zum Golem-Dungeon hat der junge Will zu Beginn des Spiels Zugang. Logischerweise stellt dieser f\u00fcr den Start den geringsten Schwierigkeitsgrad dar, wobei man auch sagen muss, dass auch das Startverlies nicht ohne ist! In guter alter <i>Binding of Isaac<\/i>-Manier klappert man dort &#8211; zun\u00e4chst nahezu ungesch\u00fctzt &#8211; bis zu vier zufallsgenerierte Etagen ab. Jede Etage h\u00e4lt dabei eigene Gegner bereit, und der Schwierigkeitsgrad steigt selbst auf so wenigen Ebenen schon geh\u00f6rig an, ohne dabei aber unfair zu werden. Lernt man die Gegner erstmal kennen, kann man auch ohne Highend-Equipment schon ziemlich weit gelangen.<\/p>\n<p>Zum Verh\u00e4ngnis wird einem hier eher die eigene Gier: Wills Tasche gibt n\u00e4mlich nur Platz f\u00fcr 20 Item-Stapel her, was quasi schon auf Ebene zwei vorne und hinten nicht mehr ausreicht. Tollk\u00fchn wie man ist will man aber nat\u00fcrlich zum Boss vorpreschen um den Schl\u00fcssel zum n\u00e4chsten Dungeon freizuspielen, doch ein Fehler oder ein fieser Gegner und der tapfere Held ist am Ende. Wird man bezwungen, verliert man den gesamten Inhalt der Heldentasche. Zumindest die f\u00fcnf Gegenst\u00e4nde in den Standardslots d\u00fcrfen mit zur\u00fcck, wenn der Dungeon den Helden gnadenlos ausspuckt &#8211; und das im wahrsten Sinne des Wortes! So begibt sich Will wieder und wieder in die dunkle Gefahr und hortet immer mehr Zeug im heimischen Laden. Doch wohin mit dem ganzen Kram? Dazu komme ich gleich.<\/p>\n<p>Je mehr Loot man hortet, desto dringlicher l\u00e4sst eine anst\u00e4ndige Sortierfunktion in den Vorratskisten des Ladens und im Inventar vermissen. Zwar kann man wahlweise alles, einen Stapel oder nur einzelne Items bewegen, doch wer Ordnung mag wird hier sehr viel manuell erledigen m\u00fcssen. Schuld daran sind wahrscheinlich die zuf\u00e4lligen Attribute, die manche Gegenst\u00e4nde in Dungeons aufweisen. Manche wollen etwa zwingend ganz au\u00dfen im Inventar abgelegt werden, andere wiederum verwandeln oder zerst\u00f6ren benachbarte Items oder fallen aus der Tasche wenn die Figur zu viel Schaden kassiert. Diese Faktoren bringen zwar etwas Pepp in die sonst eher stumpfe Looterei, doch wenigstens daheim h\u00e4tte man den Truhen eine Sortierfunktion spendieren k\u00f6nnen, da dort die zuf\u00e4lligen \u201cVerzauberungen\u201d n\u00e4mlich nicht mehr pr\u00e4sent sind.<\/p>\n<p><b>Erdbeeren, Melonen, frische Golem-Schriften!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80202.jpg\" alt=\"Bild 80202\" style=\"float: left;\">Da kommt der Laden ins Spiel. Im Moonlighter werden die erbeuteten G\u00fcter auf anfangs noch sehr wenigen Tischen ausgestellt und bepreist. Nat\u00fcrlich hat man zu Beginn keinen blassen Schimmer wie viel Geld welcher Gegenstand wert ist. Anhand der ersten Testk\u00e4ufer und deren in Form von Emoticons angezeigten Reaktionen pendelt sich die Preislage aber nach und nach ein. Gl\u00fccklicherweise werden diese Erfahrungen alle stets griffbereit im Notizbuch vermerkt und je nach Klientel angepasst. Klar will man m\u00f6glichst viel Profit erwirtschaften, doch treibt man es zu weit, sinkt durch entt\u00e4uschte Kunden die Nachfrage des Produktes und Kunden neigen eher dazu diesen Artikel zu ignorieren. Umgekehrt k\u00f6nnen niedrige Preis oder sp\u00e4ter auch Rabattauslagen die Augen der Kunden zum Funkeln bringen und die Nachfrage steigern. Der Schl\u00fcssel ist es also stets zu versuchen, die richtige Balance an Produktvielfalt und Preisen zu finden.<\/p>\n<p>Auf Dauer wird der Gesch\u00e4ftsalltag und das Besorgen neuer G\u00fcter aber reichlich monoton. Je mehr man den Ort und seinen Shop jedoch aufwertet, desto belebter wird das Treiben in Rynoka. Irgendwann hat sich durch hart erspartes Geld dann beispielsweise ein Dorfschmied, eine Tr\u00e4nkebrauerin, und sogar eine Bank niedergelassen, in der das Geld wahrlich wachsen kann. Um sich f\u00fcr sp\u00e4tere, immer knackiger werdende Dungeons zu wappnen, kann man au\u00dferdem beim Schmied die verschiedensten Waffen und R\u00fcstungen herstellen. Gegen ein wenig erbeutetes Material und eine Bearbeitungsgeb\u00fchr kann man sich so etwa neben Schwert und Schild auch ein Gro\u00dfschwert, eine Lanze, Kampfhandschuhe oder einen Bogen herstellen und sp\u00e4ter aufwerten. All diese Waffen spielen sich dabei angenehm unterschiedlich und wirken sich jeweils auf Wills Agilit\u00e4t, Reichweite und St\u00e4rke aus. Dabei l\u00e4sst <i>Moonlighter<\/i> dem Spieler stets die Wahl, sich an seinen ganz eigenen Spielstil anzupassen.<\/p>\n<p><b>Wenn Tag und Nacht ineinander \u00fcbergehen<\/b><br \/>\nSo sch\u00f6n das alles bisher auch klingen, und so charmant die Aufmachung des Spiels auch sein mag: Nach einigen Stunden verf\u00e4llt man trotz einiger kleinerer Ver\u00e4nderungen doch einem recht erm\u00fcdenden Trott. Da helfen auch mehr Kunden im erweiterten Gesch\u00e4ft inklusive Langfingern, oder sauschwere Dungeons nicht mehr weiter. Im Grunde rennt der Spieler n\u00e4mlich nur nachts in den Verliesen herum und sammelt Beute, um diese dann am Tage zu verticken. Das eignet sich hervorragend zum Entspannen nach einem Arbeitstag, wirkliche Abwechslung hat man aber nicht, weshalb das ganze recht schnell \u00f6de wird.<\/p>\n<p>Wer mit dieser Art von Grind aber \u00fcberhaupt kein Problem hat, und das Aufbauen einer kleinen Handelsmetropole lockend findet, der darf sich zus\u00e4tzlich an dem genialen Pixel-Look und der herrlichen musikalischen Untermalung laben. Beim Anblick des Spiels w\u00fcrde man sich fast w\u00fcnschen, <i>Moonlighter<\/i> w\u00e4re wie etwa <i>Oceanhorn<\/i> ein <i>Zelda<\/i>-Klon mit einer richtigen erkundbaren Welt und einer epischen Geschichte. Doch auch als \u201cDungeon-Crawler-Shop-Sim-Village-Adventure\u201d macht das Spiel eine gute Figur und bereitet einige Stunden Spa\u00df, daher nun ab zum Fazit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was kommt dabei heraus, wenn man den Artstyle von The Legend of Zelda: The Minish Cap optisch aufwertet und spielerische Elemente aus Roguelite-Dungeons und Koryph\u00e4en wie The Binding of Isaac mit einem Shop-Simulator \u00e0 la Recettear kombiniert? Nun, es klingt vielleicht so als w\u00e4re das Endergebnis eine viel zu bunte Mischung. 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