{"id":265,"date":"2018-11-08T10:00:50","date_gmt":"2018-11-08T10:00:50","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=265","title":{"rendered":"Full Metal Furies"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80885.jpg\" alt=\"Bild 80885\" style=\"float: right;\">Es werden mal wieder Titanen gejagt! Dies aber zur Abwechslung nicht in pseudo-deutschen Fantasy-Welten oder der griechischen Mythenwelt, sondern im Weltkriegsszenario. Wobei die Heldinnen von <b>Full Metal Furies<\/b> eigentlich genau einen solchen Weltkrieg vor seinem tats\u00e4chlichen Ausbruch verhindern wollen und sich viele Figuren zumindest Namen aus dem Mythologie-Katalog geborgt haben. Mit dem fetzigen Brawler versprechen die Macher des Indie-Hits <i>Rogue Legacy<\/i> (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/262-review-rogue-legacy.html>zum Switch-Test<\/a>) waschechte Koop-Action, bei der Zusammenarbeit auch wirklich Pflicht und nicht nur schm\u00fcckendes Beiwerk ist. Inwiefern das gelungen ist, kl\u00e4re ich im Folgenden.<\/p>\n<p><b>L\u00e4ssig im Krieg<\/b><br \/>\nDas Szenario habe ich ja bereits grob umrissen, genauer gesagt macht das titelgebende K\u00e4mpferinnen-Quartett zu Beginn Jagd auf den Minotauren-Titan Menoitios, der gerade inmitten einer verschneiten Landschaft w\u00fctet. Obwohl dieser Handlungsrahmen eine ernste Erz\u00e4hlweise vermuten l\u00e4sst, ist <I>Full Metal Furies<\/i> praktisch durch und durch auf Humor getrimmt. Die kurzen Dialogsequenzen, die von gelegentlichen Tippfehlern abgesehen ordentlich ins Deutsche \u00fcbersetzt wurden, triefen nur vor komischen Bemerkungen der selbsternannten Furien und auch die Schurkenriege l\u00e4sst sich nur zu gerne auf herrlich unsinnige Gespr\u00e4che ein. Da l\u00e4sst Menoitios beispielsweise \u00fcber (nur h\u00f6rbaren) Funk seine Muskeln spielen und erst hinterher fragen sich die Heldinnen, wie sie das \u00fcberhaupt sehen konnten. Nat\u00fcrlich ist Humor eine subjektive Angelegenheit, ich f\u00fcr meinen Teil hatte jedoch enorm viel Spa\u00df mit den aberwitzigen Wortgefechten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80886.jpg\" alt=\"Bild 80886\" style=\"float: left;\">Nur ist die Geschichte bei einem Action-Titel nicht unbedingt das schwerwiegendste Kriterium, was auch die optionale Abschaltbarkeit der Zwischensequenzen beweist. Viel wichtiger ist, was auf dem Schlachtfeld vonstatten geht. Jede Stufe folgt dabei im Prinzip einem simplen Muster: Ihr schlagt euch durch eingegrenzte, h\u00e4ufig einfach strukturierte Areale, werdet hin und wieder von auftauchenden Feinden aufgehalten und plagt euch am Ende in einer Arena mit einigen Gegnerwellen herum. Dass dies nicht langweilig wird, verdankt <i>Full Metal Furies<\/i> den abwechslungsreichen Elementen einer jeden Stage. So wollen an einer Stelle etwa Gesch\u00fctzt\u00fcrme umgangen werden, w\u00e4hrend man sich anderorts durch ein Minenfeld bewegt oder durch ein feindliches Lager schleicht, ohne die \u00fcberm\u00e4chtige Streitmacht versehentlich aufzuwecken. Dies alles mit Freunden zu koordinieren l\u00e4uft zudem noch eine ganze Ecke kniffliger, doch das ist nichts, was sich nicht mit guter Absprache regeln lie\u00dfe. Ganz aufmerksame Zocker entdecken \u00fcbrigens noch versteckte Steintafeln und Truhen, f\u00fcr die manchmal sogar \u00fcberraschend knifflige R\u00e4tsel geknackt oder besondere Herausforderungen \u00fcberwunden werden m\u00fcssen. Leider sind die Fundort-Hinweise nicht immer eindeutig \u2013 nur zu gerne verstecken die Macher sowas hinter unsichtbaren W\u00e4nden, auf die sonst praktisch gar nichts deutet. Reichlich Geduld zur ausgiebigen Absuche der Stufen ist also durchaus notwendig, wenn ihr alles haben m\u00f6chtet.<\/p>\n<p><b>Herrscherin \u00fcber das Chaos<\/b><br \/>\nUnd das solltet ihr, denn gerade die freischaltbaren Ausr\u00fcstungsobjekte erweisen sich schnell als unverzichtbare Helfer in den kniffligen K\u00e4mpfen. H\u00e4ufig verstrickt euch <i>Full Metal Furies<\/i> in Konflikte mit fiesen Gegnerkombinationen, f\u00fcr die man vielleicht schon mal mehrere Anl\u00e4ufe braucht. Dank gut gesetzter Checkpoints h\u00e4lt sich dabei zumindest der Frust in Grenzen. Jede der vier spielbaren Figuren bringt dabei eigene Fertigkeiten an den Tisch. So ist die Schildtr\u00e4gerin Triss etwa dank ihres sch\u00fctzenden Plattenst\u00fccks f\u00fcr Einsteiger recht gut geeignet, verf\u00fcgt daf\u00fcr jedoch \u00fcber praktisch keine Reichweite. Das genaue Gegenteil davon w\u00e4re Sniperin Meg, die t\u00f6dliche Langstreckensch\u00fcsse abfeuert und Minen auslegen kann, auf der anderen Seite aber nicht viel einstecken kann und Pausen zwischen Angriffen in Kauf nehmen muss. Mit den erw\u00e4hnten Ausr\u00fcstungsobjekten lassen sich diese Aktionen in Bezug auf ihre Attribute anpassen, wobei das Spiel definitiv zum Experimentieren ermuntert \u2013 die Charaktere sammeln n\u00e4mlich auch Erfahrung im Umgang mit den Werkzeugen, die in Werteboni resultiert. Und da die allein nicht reichen, k\u00f6nnen die Furien mit erbeutetem Gold allgemein gest\u00e4rkt werden. \u00c4u\u00dferst cool: Nach Erhalt eines bestimmten Artefakts erhalten andere Charaktere desselben Profils Rabatte im Shop, wodurch man diese einfacher hochziehen kann \u2013 eines der Elemente, wodurch <i>Full Metal Furies<\/i> die Motivation f\u00fcr mehrere Spielanl\u00e4ufe und Koop-Partien aufrecht erh\u00e4lt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80887.jpg\" alt=\"Bild 80887\" style=\"float: right;\">Leider wirkt die Koop-Komponente im Kampf teilweise k\u00fcnstlich erzwungen. So verf\u00fcgen diverse Gegner \u00fcber unterschiedlich gef\u00e4rbte Energieschilde, die nur von bestimmten Figuren geknackt werden k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich tauchen nur die Farben auf, die ihr auch ausschalten k\u00f6nnt, doch einen wirklich guten Grund f\u00fcr die bunten Blasen gibt es eigentlich nicht. Sie tauchen \u00fcbrigens auch auf, wenn ihr allein spielt \u2013 in diesem Fall d\u00fcrft ihr n\u00e4mlich zwei Spielfiguren ausw\u00e4hlen, zwischen denen mit der ZR-Taste gewechselt wird. Aber auch ohne die Schilde w\u00e4re es ratsam, sich Unterst\u00fctzung ins Boot zu holen. Die teils \u00fcberw\u00e4ltigenden Gegnermengen lassen sich mit mehreren Leuten deutlich besser unter Kontrolle bringen, zumal sie ihre Aufmerksamkeit dann auch alle Teilnehmer aufteilen. Koop-Partien sind dabei sowohl an derselben Konsole als auch im drahtlosen Lokal-Spiel sowie online m\u00f6glich, mangels Spieler vor Release konnte ich die Internet-Kapazit\u00e4ten jedoch noch nicht ausprobieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es werden mal wieder Titanen gejagt! Dies aber zur Abwechslung nicht in pseudo-deutschen Fantasy-Welten oder der griechischen Mythenwelt, sondern im Weltkriegsszenario. 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