{"id":261,"date":"2018-11-03T10:00:27","date_gmt":"2018-11-03T10:00:27","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=261","title":{"rendered":"Warriors Orochi 4"},"content":{"rendered":"<p>Entwickler Omega-Force g\u00f6nnt den Recken der <i>Dynasty Warriors<\/i>&#8211; und <i>Samurai Warriors<\/i>-Reihe aber auch einfach keine Ruhe. Nachdem <i>Warriors Orochi 3<\/i> eigentlich das gro\u00dfe Finale der Crossover-Saga sein sollte, wurde der Fall mit einer erweiterten Neuauflage neu aufgerollt und nun offiziell in <b>Warriors Orochi 4<\/b> fortgesetzt \u2013 und das alles nur, weil ein gewisser griechischer Gott das Gemetzel augenscheinlich derma\u00dfen klasse fand, dass er direkt mitmischen m\u00f6chte. Ein Rezept, das mit rekordverd\u00e4chtigen, ja tats\u00e4chlich sogar rekordzertifizierten 170 (!) spielbaren Charaktere garniert wird. Doch hat man bei all der Masse auch brav an die Klasse gedacht oder ist bei dem Rekordversuch der Spielspa\u00df auf der Strecke geblieben? Da hilft nur eins: Auf in die Schlacht!<\/p>\n<p><b>Griechische Gottheiten, wie man sie kennt<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80862.jpg\" alt=\"Bild 80862\" style=\"float: right;\">Der Story-Happen in der Einleitung war \u00fcbrigens nur leicht \u00fcberspitzt formuliert. Die Ereignisse von <i>Warriors Orochi 4<\/i> finden tats\u00e4chlich prim\u00e4r deswegen statt, weil der griechische G\u00f6ttervater Zeus sich von den Schlachten der Krieger der chinesischen Drei Reiche und die der japanischen Sengoku-\u00c4ra sichtlich begeistert zeigte. Da setzt er direkt zur erneuten Verschmelzung der Welten und Zeitebenen an, um sich das alles Untertan zu machen! Unter den Sterblichen sorgt dieser Zug leider nur f\u00fcr Verwirrung, die man zun\u00e4chst in der Rolle des <i>Samurai Warriors<\/i>-Speerk\u00e4mpfers Namoasa Ii, dessen Mentor Tadakatsu Honda sowie Mutter Naotora Ii erlebt. Unbekannte K\u00e4mpfer mit mysteri\u00f6sen F\u00e4higkeiten, ungewohnte Gegenden\u2026 Das bereitet Sorgen! Gl\u00fccklicherweise sind nicht alle Krieger feindlich gesinnt und so schart sich recht schnell eine kleine Allianz um das Trio, die ihr im Zuge der umfassenden Kampagne stetig erweitert. Die leider nur in englischen Texten mit japanischer Sprachausgabe verf\u00fcgbare Geschichte ist nur bl\u00f6derweise so alles andere als interessant und zieht sich wie Kaugummi. Klar, irgendwie m\u00fcssen die zahlreichen Charaktere schrittweise rekrutiert werden, ohne den Spieler direkt mit einem riesigen Auswahlmen\u00fc zu \u00fcberw\u00e4ltigen, dennoch hat man stellenweise schlichtweg das Gef\u00fchl, dass es einfach nicht voran geht. Schade, denn mit der Hatz um magische Artefakte und einem Zwist zwischen Sterblichen, G\u00f6ttern und D\u00e4monen ist zumindest etwas Potenzial gegeben. \u00dcbrigens kn\u00fcpft die Handlung zwar an die Ereignisse von <i>Warriors Orochi 3 Ultimate<\/i> an, da die herbeigerufenen Helden ohnehin bis auf wenige Ausnahmen ihr Ged\u00e4chtnis verloren haben, sind Vorkenntnisse nicht notwendig.<\/p>\n<p>Das Streckungsgef\u00fchl macht sich leider auch in so mancher Schlacht bemerkbar, gerade wenn man flei\u00dfig mit den zahlreichen Streitern experimentiert und somit nur wenige stetig hochlevelt. Generell sind die Gefechte serientypisch eher simpel gehalten und fordern von euch das gezielte Ausschalten von Kernfiguren oder Erreichen von Schl\u00fcsselpositionen. Vorprogrammierte Ereignisse halten euch dabei nicht selten auf Trab und erfordern, dass ihr schnell mal zu einer anderen Stelle hetzen m\u00fcsst \u2013 in der Regel ist hierbei dennoch ein recht guter Fluss gewahrt. Bei der Gegnerst\u00e4rke hakt es hierbei allerdings geh\u00f6rig in der Balance. So bleibt die Stufe im zweiten Kapitel relativ gleichf\u00f6rmig, bevor sie ab dem dritten pl\u00f6tzlich regelrecht hochschie\u00dft und man somit sp\u00fcrbar hinterherhinkt, sofern man sich nicht auf ein Kern-Team oder zumindest ein paar Stamm-K\u00e4mpfer eingeschossen hat. Klar sind alle Stufen selbst mit einem Levelnachteil von 20 oder h\u00f6her machbar, nur verf\u00fcgen die gegnerischen Offiziere \u2013 die einzigen wichtigen Figuren unter den hunderten Soldaten \u2013 \u00fcber derma\u00dfen viel Ausdauer, dass man sich an manchen regelrecht einen Wolf pr\u00fcgelt. Das nagt gewaltig am Tempo, das Spieler der <i>Warriors<\/i>-Spinoffs ohnehin schon als vergleichsweise gem\u00e4chlich auffassen w\u00fcrden. Und das Erledigen der drei optionalen Sondermissionen, die es in jeder Schlacht gibt, kann man sich so beim ersten Anlauf ohnehin h\u00e4ufig in die Haare schmieren.<\/p>\n<p><b>Das Beste zweier Welten<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80865.jpg\" alt=\"Bild 80865\" style=\"float: left;\">In Sachen Gameplay orientiert sich <i>Warriors Orochi 4<\/i> deutlich an <i>Dynasty Warriors 8<\/i> und dessen methodischeren Stil, w\u00fcrzt dieses Konzept jedoch mit wenigen Elementen aus <i>Samurai Warriors 4<\/i> sowie ein paar eigenen Nettigkeiten. Ihr schickt Gegner also serientypisch scharenweise mit simplen Tastenkombinationen auf die Matte, wobei <I>Dynasty Warriors<\/i>-Helden \u00fcber besondere, starke Angriffe verf\u00fcgen. <i>Samurai Warriors<\/i>-Recken k\u00f6nnen hingegen mit ihren schnellen Hyper-Attacken besonders gut gr\u00f6\u00dfere Ansammlungen von Fu\u00dfsoldaten unter Kontrolle behalten. L\u00f6blich: Jeder Charakter kommt mit seinem Moveset aus den genannten Heimatspielen, womit tats\u00e4chlich eine stattliche Anzahl einzigartiger Kampfstile zustande kommt. Und falls das nicht ausreicht, verf\u00fcgt jeder K\u00e4mpfer auch noch \u00fcber einen heiligen Schatz, der ihm magische Kr\u00e4fte verleiht. Derer gibt es leider nicht ganz so viele wie K\u00f6pfe in der Charakterauswahl, doch eindrucksvoll sind sie nichtsdestotrotz. Von flammenden Fesseln \u00fcber einen verzauberten Bogen bis hin zu verfluchten Artefakten finden sich allerlei Werkzeuge, mit denen die Streiter kreativ umgehen k\u00f6nnen. So lassen sich heraufbeschworene Wasserfluten des Dreizacks einfach mal als gegnersp\u00fclende Welle missbrauchen oder man ruft einen Eber an seine Seite, der mit einem Feuerschn\u00e4uzer Feinde in Brand steckt. Und alles ist einfach \u00fcber eine kurze Tastenkombination abrufbar, sofern die sich stets regenerierende Zauber-Anzeige ausreichend gef\u00fcllt ist. So sch\u00f6n die effektvollen Magie-Angriffe auch anzusehen sind, machen sie leider einige der Standard-Moves auch gewisserma\u00dfen obsolet. Gerade die sonst kraftvollen Musou-Angriffe leiden darunter, kosten sie doch doppelt so viel wie der bei einem hohen Komboz\u00e4hler sogar noch verst\u00e4rkte, einzigartige Zauberschlag, \u00fcber den jeder K\u00e4mpfer verf\u00fcgt. Auf der anderen Seite macht es jedoch auch ungemein Laune, mit einem Effektfeuerwerk durch die Feindesscharen zu m\u00e4hen.<\/p>\n<p>Die stetig freigeschalteten Charaktere sind \u00fcbrigens grob in die drei Klassen Kraft, Technik und Tempo eingeteilt, was \u00fcber die Auswahl ihrer Fertigkeiten entscheidet. Durch Levelaufstiege erhaltene Fertigkeitspunkte k\u00f6nnen dann etwa in h\u00f6here Angriffskraft, spezielle Schadensboni oder Magie-Sch\u00fcbe investiert werden. Wirklich tiefgr\u00fcndig ist diese Skillerei jedoch nicht, da sich die Freischaltung abseits der so erhaltbaren Kombos kaum auf die K\u00e4mpfer auszuwirken f\u00fchlt. Viel wichtiger ist schon das Schmieden einer geeigneten Waffe, deren Skill-Slots durch gesammelte Kristalle mit hilfreichen Attributen gef\u00fcttert werden k\u00f6nnen. Praktisch: Gefundene Kampfwerkzeuge, die ihr nicht ben\u00f6tigt, lassen sich direkt in passende Kristalle einschmelzen, sollten sie \u00fcber die entsprechenden F\u00e4higkeiten verf\u00fcgen. So kann man mit vergleichsweise wenig Aufwand und W\u00fcrfelgl\u00fcck schnell seine Traumwaffe zusammenstellen \u2013 bis man sie gegen ein h\u00f6herstufiges Modell auszutauschen hat. Auch sonst bietet das Camp-Men\u00fc einige Annehmlichkeiten, die im Spielverlauf freigelegt werden: Bis zu vier inaktive Streiter lassen sich als Unterst\u00fctzer an eure Hauptgruppe binden und drei Teams mit je drei Leuten k\u00f6nne zudem in einer Trainingshalle zur Ausbildung verdonnert werden, damit ihr die 170 K\u00e4mpfer nicht manuell von Level 1 auf hochziehen m\u00fcsst. So werden zumindest einige m\u00fchselige T\u00e4tigkeiten etwas aufgewogen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80864.jpg\" alt=\"Bild 80864\" style=\"float: right;\">Leider hat man es bei alldem irgendwie verpasst, gro\u00dfartige Bonus-Modi in <i>Warriors Orochi 4<\/i> einzubauen. Es ist lediglich ein Multiplayer-Kampfmodus von Haus aus verf\u00fcgbar, der w\u00e4hrend meiner Spielphase in den Wochen nach Launch bereits klinisch tot war. Doch dies wundert mich, ganz offen gestanden, \u00fcberhaupt nicht. Hier gilt es n\u00e4mlich schlichtweg, mit Dreier-Teams Kontrollpunkte auf einer Karte zu erobern \u2013 und das ist schon mit KI-Gegnern eher m\u00e4\u00dfig unterhaltsam. Ansonsten bleiben euch ohne den Willen, f\u00fcr Herausforderungs-DLCs Geld im eShop zu lassen, wirklich nur die 70 Schlachten im Story-Modus, die sich in mehreren Schwierigkeitsstufen bew\u00e4ltigen lassen. Und so nett speziell die teils deutlich humorvoller aufgezogenen Nebengeschichten sind, w\u00fcnscht man sich doch etwas mehr als all diese normalen, in der Regel zudem relativ einfachen Schlachten.<\/p>\n<p><b>G\u00f6ttliche Tristesse<\/b><br \/>\nIn Sachen Performance hat sich Omega-Force hier auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert \u2013 man merkt recht schnell, dass PS4 und Xbox One den Ton angegeben haben. So sieht die Switch-Version vergleichsweise trist aus und neigt zu Framerate-Einbr\u00fcchen. Speziell im Handheld-Modus m\u00fcsst ihr mit h\u00e4ufigen Rucklern und einer allgemein niedrigeren Bildrate leben. Wer mit den <I>Warriors<\/i>-Erzeugnissen auf der Vita vertraut ist, wei\u00df ungef\u00e4hr, was ihn hier erwartet, auch wenn es nie so unspielbar wird wie die teils extremen Stotter-Orgien von <i>Dynasty Warriors 8 Empires<\/i> auf Sonys Hosentaschen-Maschine. Daf\u00fcr rennen immerhin reichlich Gegner \u00fcber den Bildschirm, die sich beherzt herumschleudern lassen. Dies ist sogar im Splitscreen-Multiplayer der Fall, was mich pers\u00f6nlich nach den \u201eGlanzleistungen\u201c bei <i>Hyrule Warriors<\/i> und <i>Fire Emblem Warriors<\/I> positiv \u00fcberraschte. In musikalischer Hinsicht werden euch ma\u00dfgeblich rockige Kl\u00e4nge mit einer Techno-Note geboten, die neben Eigenkreationen auch Remixes bekannter <i>Dynasty Warriors<\/i>&#8211; beziehungsweise <i>Samurai Warriors<\/i>-Tracks beinhalten. Treibende Kl\u00e4nge f\u00fcr fetzige Schlachten, auch wenn sie im Soundeffekt-Gewimmel teils gerne mal untergehen. Die Sprachausgabe gibt es, wie bereits erw\u00e4hnt, nur in der japanischen Geschmacksrichtung, was leider das Verfolgen des Schlachtengeschnatters ohne entsprechende Sprachkenntnisse ungemein erschwert. Schade, denn gerade die Interaktionen der Charaktere verschiedener Herkunft machen einen gro\u00dfen Reiz des Crossover-Titels aus.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/czUQGJd0ywo\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entwickler Omega-Force g\u00f6nnt den Recken der Dynasty Warriors&#8211; und Samurai Warriors-Reihe aber auch einfach keine Ruhe. 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