{"id":26,"date":"2017-03-16T08:00:01","date_gmt":"2017-03-16T08:00:01","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=26","title":{"rendered":"1-2-Switch!"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72899.jpg\" alt=\"Bild 72899\" style=\"float: right;\">Ich kann mich noch ganz genau an die Zeit zur\u00fcckerinnern, als die Switch endlich der \u00f6ffentlich vorgestellt wurde. Mit einem relativ neuem Konzept soll das Ger\u00e4t punkten und das tut es auch &#8211; keine Frage! Ebenso tat es die gute, alte Wii damals mit seiner neuartigen Bewegungssteuerung. Der Wii lag passenderweise das grandiose <i>Wii Sports<\/i> \u201ekostenlos\u201c bei. Ein minimalistischer Titel, der aber trotzdem stundenlang zu unterhalten wusste und die M\u00f6glichkeiten der damals neuen Wii perfekt demonstrierte. Von einem <b>1-2-Switch<\/b> erwarteten viele etwas ganz \u00c4hnliches. Letztlich entschied sich Nintendo aber nicht nur daf\u00fcr, das Spiel als separaten Launch-Titel zu vermarkten, sondern verlangt daf\u00fcr auch noch den Vollpreis &#8211; wenn auch mittlerweile einen reduzierten von etwa 40 Euro. Ob <i>1-2-Switch<\/i> dieses Geld letztlich aber auch wert ist, das m\u00f6chte ich euch im folgenden Test n\u00e4her bringen, daher wie immer viel Freude beim Lesen!<\/p>\n<p><b>Eine Minispielsammlung der etwas anderen Art<\/b><br \/>\nEntspannt auf der Couch sitzen und in die Tasten hauen? Nichts da! Das war ja bekannterma\u00dfen schon zu Zeiten von <i>Wii Sports<\/i> ein No-Go. In <i>1-2-Switch<\/i> wird aber selbst das TV-Ger\u00e4t gewisserma\u00dfen zum No-Go. Der Sinn dieser Spielesammlung ist es n\u00e4mlich, f\u00fcr reichlich Spa\u00df im heimischen Wohnzimmer zu sorgen, ohne dabei permanent auf das Empfangsger\u00e4t zu starren. Stattdessen soll man seinem menschlichen Gegenspieler tief in die Augen schauen, was allein dadurch zugegeben schon etliche witzige Situationen heraufbeschwor. Dabei hatte das Minispiel noch nicht einmal richtig begonnen. Doch wozu braucht man nun eigentlich einen Fernseher oder den Bildschirm der Nintendo Switch? Nun, dort startet man freilich \u00fcber ein vorbildlich sortiertes Auswahlmen\u00fc ein Minispiel seiner Wahl. Sortiert sind die insgesamt 28 Minispiele nach ihrer Intensit\u00e4t und werden dementsprechend mit einer gewissen Anzahl an Chilischoten bewertet. Ganz vorn in der Riege finden sich etwa Spiele wie das bereits im Vorfeld oft gezeigte \u201eKugelsch\u00e4tzen\u201c, am Ende muss man jedoch im Spiel \u201eTanzfieber\u201c schon wesentlich aktiver werden. Anfangs bietet es sich als an, der Reihe nach alle Spiele zum Kennenlernen durchzuspielen. Daf\u00fcr braucht man etwa eine bis zwei Stunden (Zufall?) und bekommt dadurch schon einen recht guten \u00dcberblick, wie gut das Ganze letztlich funktioniert. Wer sich nicht f\u00fcr ein Spiel entscheiden kann, der hat auch die M\u00f6glichkeit, den Zufallsgenerator entscheiden zu lassen. Im Modus Team-Duell kann man sich au\u00dferdem mit seinen Leuten in Teams aufteilen und in einer vorgegebenen Reihe an Spielen messen. Dabei sammelt jedes Team durch Siege Punkte und Spiel f\u00fcr Spiel bewegt man sich auf einer Art \u201eMensch, \u00e4rgere dich nicht\u201c-Spielbrett vorw\u00e4rts, was jedoch nur zur Visualisierung des Partie-Fortschritt dient und sonst keinen Mehrwert bietet.<\/p>\n<p><b>Bewegungssteuerung, mal Fluch und mal Segen<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72902.jpg\" alt=\"Bild 72902\" style=\"float: left;\">Nach dem ersten Durchlauf kristallisierten sich leider einige Spielchen heraus, bei denen das Konzept der Bewegungssteuerung \u00fcber die Joy-Cons nicht so recht funktionieren mag. Fr\u00fch in der Liste offenbarten sich schon beim \u201eWettmelken\u201c Probleme, wo man um die Wette durch Auf- und Ab-Bewegungen m\u00f6glichst viel Milch aus dem Euter einer Kuh melken soll. Dabei soll man vor allem auf einen gleichm\u00e4\u00dfigen Rhythmus achten und beim Ziehen nach unten dementsprechend der Reihe nach die Zitze ausdr\u00fccken &#8211; was am Joy-Con durch die Seitentasten SL und SR symbolisiert wird. Sch\u00f6n und gut, doch die Technik bringt einem letztlich gar nichts, wenn der Spielpartner einfach rigoros drauf los melkt. Ebenso verh\u00e4lt sich das Tischtennis-Minispiel. Schon mal versucht, blind Tischtennis zu spielen? Kann doch nicht klappen, m\u00f6gen jetzt vielleicht einige denken. Tut es auch nicht, was sich auch \u00fcber das nett gemeinte, aber schlecht umgesetzte \u201eBaseball\u201c sagen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck gibt es aber auch eine Kehrseite. Viele Spiele tun n\u00e4mlich letztlich genau das, was sie sollen und demonstrieren nahezu perfekt, was man mit den kleinen Joy-Cons so alles anfangen kann. Etwa HD Rumble, der neue feinere Vibrationsmodus, wird im schon erw\u00e4hnten Kugelsch\u00e4tzen perfekt aufgezeigt. In einer verschlossenen Box befinden sich in jeder Runde unterschiedlich viele Kugeln, die es durch Bewegen der Kiste zu erraten gilt. Dabei bildet die kleine Box 1:1 die Lage des Joy-Cons in der Hand ab. Durch das Ausschlagen des HD Rumbles in verschiedene Bereiche des Controllers hat man au\u00dferdem die nahezu lebensechte Illusion von Kugeln, die im Innern gegen die Holzw\u00e4nde kullern. Zwar bleibt es letztlich ein Sch\u00e4tzspiel, an Faszination b\u00fc\u00dft das Minispiel dadurch aber nicht ein. Das Prinzip der Lageerkennung treibt Nintendo im Minispiel Schatzkiste auf die Spitze. Diese ist n\u00e4mlich von einer meterlangen Eisenkette umschlungen und m\u00f6chte, \u00e4hnlich wie ein Wollkn\u00e4uel, abgewickelt werden, was in der Praxis echt gut klappt und durchaus Laune macht!<\/p>\n<p><b>Wer braucht schon Babys, wenn man eine Switch hat<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72901.jpg\" alt=\"Bild 72901\" style=\"float: right;\">Auch reichlich Material zum Fremdsch\u00e4men gibt es in <i>1-2-Switch<\/i>. Das beginnt schon bei den typischen, \u00fcberspielten Intros. Passend gekleidet und stets fr\u00f6hlich wie Winnie Puuh zeigen scheinbar gut bezahlte Schauspieler in einem kurzen Filmchen, wie man sich im Minispiel zu verhalten hat. Manch einer mag das sicher recht drollig finden, teilweise fasst man sich aber nur an den Kopf. Auch eher unpraktisch: Im oben noch gelobten Hauptmen\u00fc kann man nicht verweilen, um etwa kurz mal Luft zu holen. Bleibt man n\u00e4mlich auf einem der zahlreichen Spiele stehen, starten es nach ein paar Sekunden automatisch ins Einf\u00fchrungsvideo, was schon ziemlich nerven kann. Wenigstens lassen sich die Videos nach dem ersten Anschauen jederzeit \u00fcberspringen und per Druck auf Plus oder Minus kann man zudem jederzeit nahtlos ins Hauptmen\u00fc zur\u00fcckwechseln, sollte man ein Minispiel gegen seinen Willen gestartet haben.<\/p>\n<p>Das Fremdsch\u00e4men erreicht seinen H\u00f6chstwert aber schlie\u00dflich im Minispiel \u201eSchlaf, mein Baby\u201c. F\u00fcr dieses Spiel ben\u00f6tigt man mindestens einen hohen Alkoholpegel oder zumindest eine hohe Schmerzgrenze. W\u00e4re da nur nicht der Fakt, dass man sich vor seinem Gegen\u00fcber komplett zum Deppen macht. F\u00fcr dieses Spiel steckt man die Joy-Cons vor\u00fcbergehend wieder an die Konsole und entf\u00fchrt diese aus dem Dock. Auf dem Bildschirm der Switch wird dann ein riesengro\u00dfer lebensechter Babykopf angezeigt, der zu allem \u00dcberfluss auch noch wie am Spie\u00df schreit. Durch m\u00fctterliche Zuneigung gilt es den kleinen Windelbeflecker dann mit Wiegebewegungen in den Schlaf zu geleiten. Das dauert &#8211; je nach Laune der Sensorik \u2013 zirka eine bis zwei Minuten. Sprich, im schlimmsten Fall darf man sich zwei Minuten lang mit seinem Halbleiter-Baby durch den Raum bewegen und Muttergef\u00fchle entwickeln. Beim Test sagten \u00fcbrigens zwei von drei Testhelfern Folgendes: \u201eNope, das is\u2019 mir zu bl\u00f6d!\u201c Noch Fragen?<\/p>\n<p><b>Technik<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72900.jpg\" alt=\"Bild 72900\" style=\"float: left;\">Ein Pluspunkt auf der technischen Seite ist definitiv die moderne, wenn auch dezent kitschige Aufmachung von <i>1-2-Switch<\/i>. Stets selbsterkl\u00e4rend durch die netten Intros und aufger\u00e4umten Bedienelemente findet man sich als Spieler immer sofort zurecht. Die Spielgrafik an sich kann man jedoch schlecht bewerten, da man im Prinzip nur hilfreiche Anzeigen sieht und sich der Rest zwischen den beiden menschlichen Spielern im Raum abspielt, was durchaus mal eine Erfrischung ist. Dasselbe gilt wohl auch f\u00fcr die klangliche Seite. Die musikalische Untermalung versetzt stets in Partystimmung und passt noch dazu hervorragend zum jeweiligen Minispiel. Wie schon oben erw\u00e4hnt, steht und f\u00e4llt in einer solchen Software jedoch alles mit der Steuerung. Die funktioniert zum Gl\u00fcck \u00fcberwiegend problemlos und macht in den meisten Minispielen echt was her. Nur in einigen wenigen Minispielen kommt man sich hin und wieder etwas ver\u00e4ppelt vor, weil schlichtweg nicht nachvollziehbar ist, was das Spiel nun eigentlich verlangt, um erfolgreich abzuschneiden. Das w\u00e4re ja noch vernachl\u00e4ssigbar, w\u00e4re da nicht diese eine fragw\u00fcrdige Entscheidung von Nintendo. Ziehen wir also flott ein Fazit.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/geJglWkA33k\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich kann mich noch ganz genau an die Zeit zur\u00fcckerinnern, als die Switch endlich der \u00f6ffentlich vorgestellt wurde. Mit einem relativ neuem Konzept soll das Ger\u00e4t punkten und das tut es auch &#8211; keine Frage! Ebenso tat es die gute, alte Wii damals mit seiner neuartigen Bewegungssteuerung. 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