{"id":250,"date":"2018-10-18T16:00:00","date_gmt":"2018-10-18T16:00:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=250","title":{"rendered":"Dark Souls Remastered"},"content":{"rendered":"<p>Es ist Zeit zu sterben \u2013 ein Satz, den man in so manchen Filmen gerne mal vom B\u00f6sewicht an den Kopf geworfen bekommt. Doch wenn man auf eine bestimmte Reihe von From Software schaut, wird genau das zum Alltag. <B>Dark Souls<\/B> ist inzwischen in der Videospielindustrie zu einem Meme herangewachsen, sodass man diverse Titel als \u201eDas <i>Dark Souls<\/i> der XYZ\u201c bezeichnet. Seit Mai ist auch die aktuelle Konsolengeneration mit dem Remaster best\u00fcckt worden \u2013 mit einer kleinen Ausnahme. Switch-Fans mussten leider noch f\u00fcnf Monate warten. Diese Zeit haben wir aber nun auch rumgekriegt und endlich k\u00f6nnen wir uns auch auf Nintendos Hybriden in unz\u00e4hlige Tode zu st\u00fcrzen. Als Veteran der Reihe oblag es dabei mir herauszufinden, ob sich das Warten gelohnt hat oder ob der Port alles andere als gelungen ist.<\/p>\n<p><B>Die Geschichte, die ich suche<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80736.jpg\" alt=\"Bild 80736\" style=\"float: right;\"><i>Dark Souls<\/i> ist, was seine Story angeht, ziemlich subtil. Wie subtil? Wenn man nicht gerade ein gro\u00dfer Freund davon ist, sich Gegenstandsbeschreibungen durchzulesen, bekommt man gerade so mit Ach und Krach die Haupthandlung zusammen, die recht simpel gestrickt ist: Das Land Lordran ist verflucht und Untote wandeln durch die St\u00e4dte. Unter den Untoten gibt es die Legende, dass einer dazu auserkoren ist, den F\u00fcrsten Gwyn zu st\u00fcrzen, die Macht des Feuers an sich zu rei\u00dfen und damit dem Land wieder zu neuem Leben zu verhelfen. Viel mehr als das bekommt man tats\u00e4chlich auch gar nicht gesagt sofern man nicht explizit danach sucht, sodass das Ende irgendwann recht pl\u00f6tzlich kommen k\u00f6nnte. Doch wenn man zwischen den Zeilen liest (und, wie bereits erw\u00e4hnt, diverse Beschreibungen studiert), bekommt man die Geschichte einer Welt, die durch diverse interessante Kleinigkeiten genau zu dem geworden ist, was man im Spiel vorfindet. Manchmal muss man eben f\u00fcr seine Story richtig arbeiten. Sei es die tragische Geschichte der Hexe von Izalith oder warum Neu-Londo unter Wasser steht, alles hat seinen Grund und man f\u00fchlt sich in gewisser Hinsicht bereits belohnt, wenn man einfach nur dieses Hintergrundwissen erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p><B>Das Dark Souls unter den Dark Souls<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80734.jpg\" alt=\"Bild 80734\" style=\"float: left;\">Jetzt kommt allerdings das wichtigste des Spiels: Das Gameplay! Nachdem man sich durch ein kurzes Tutorial-Areal geschlagen und dabei vielleicht schon feststellen konnte, dass das kein einfacher Waldspaziergang wird, geht es erst ans Eingemachte. Nach der Ankunft am Feuerband-Schrein darf man seine neue Umgebung vollst\u00e4ndig auf eigene Faust erkunden. Allerdings sollte dies mit Vorsicht getan werden, ab diesem Zeitpunkt kann n\u00e4mlich jeder falsche Schritt den Tod nach sich ziehen. Aber gl\u00fccklicherweise ist man den ganzen Hindernissen nicht schutzlos ausgeliefert. Allem voran gilt es nat\u00fcrlich, auf dem Weg zum nicht gro\u00dfartig n\u00e4her bestimmten Ziel nicht durch die sich auf dem Weg befindlichen Feinde ein vorzeitiges erneutes Ableben zu finden.<\/p>\n<p>Hier kommt das ins Spiel, was <i>Dark Souls<\/i> so beliebt bei vielen Spielern gemacht hat: Die freie Auswahl der eigenen Werkzeuge um die gegnerischen Lebenspunkte vor den eigenen auf Null sinken zu lassen. Geht man als klassischer Ritter, bewaffnet mit einem Einhandschwert und einem Schild durch die Gegend und nutzt die eigene Verteidigung intelligent, um im passenden Moment einen Konter zu starten? Vertraut man auf geringes Gewicht, weniger Schutz aber daf\u00fcr auf die schnellere Ausweichrolle, um hinter die Kontrahenten zu gelangen und so zur\u00fcck zu schlagen? Oder l\u00e4sst man Schwert und Schild gleich ganz beiseite, greift zum Zauberstab und feuert aus der Ferne? Seien es nun diese klassischen M\u00f6glichkeiten bei dem Aufbau des eigenen Charakters, Mischungen aus diesen oder ganz andere, verr\u00fcckte Ideen wie zum Beispiel ein Anlauf nur mit Schilden \u2013 der eigenen Freiheit ist hier keine Grenzen gesetzt. Bei <i>Dark Souls<\/i> z\u00e4hlt n\u00e4mlich nur eines: Die eigenen \u00dcberlebensf\u00e4higkeiten. Gerade bei den imposanten Bossen ist die richtige Strategie der Schl\u00fcssel zum Sieg. Doch das wird nicht immer gelingen\u2026<\/p>\n<p><B>Ihr seid gestorben<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80735.jpg\" alt=\"Bild 80735\" style=\"float: right;\">Eine Nachricht, die einem fr\u00fcher oder sp\u00e4ter garantiert einmal \u00fcber den Bildschirm flimmern wird. Es wird behauptet, das Spiel verzeiht einem Fehler nicht, doch das dahintersteckende System ist eigentlich recht gro\u00dfz\u00fcgig. Durch das Besiegen von Gegnern erh\u00e4lt man Seelen, die sowohl als W\u00e4hrung bei den unterschiedlichen H\u00e4ndlern dienen, als auch als Erfahrungspunkte verwendet werden k\u00f6nnen, um im Level aufzusteigen. Durch das eigene Ableben verliert man diese Seelen \u2013 jedoch zun\u00e4chst nicht f\u00fcr immer. An dem Ort, an dem man gestorben ist bleiben n\u00e4mlich die eigenen \u00dcberreste liegen und wenn man es beim n\u00e4chsten Anlauf genau dorthin noch einmal schafft, kann man ohne Probleme die Seelen, die man verloren hat, wieder aufsammeln. So einfach ist das ganze aber leider nicht, denn alle zuvor besiegten Gegner leben wieder und m\u00fcssen \u00fcberwunden werden, um an seine Seelen zu kommen. Zudem wird man an dem letzten Leuchtfeuer wiederbelebt, an dem man gerastet hat. Diese sind n\u00e4mlich eine Art Checkpoint, an dem die eigenen Zauber und Heilungsgegenst\u00e4nde wieder auf eine bestimmte Anzahl aufgef\u00fcllt werden. Zudem erhalten sie \u00fcber den Verlauf des Spiels noch weitere Funktionen, wie der Zugang zu einem separaten Inventar, damit das eigene Men\u00fc nicht mit Gegenst\u00e4nden voll\u00e4uft. Sollte man nun also auf dem Weg zum eigenen Leichnam erneut das Zeitliche segnen, verschwinden die zuerst fallen gelassenen Seelen f\u00fcr immer. Vorsicht ist also angesagt, besonders wenn man gerade eine gro\u00dfe Menge verloren hat.<\/p>\n<p><B>Du bist nicht allein<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80120.jpg\" alt=\"Bild 80120\" style=\"float: left;\">Ein weiteres Feature, durch das sich Dark Souls extrem gro\u00dfer Beliebtheit erfreut hat, ist der Multiplayer. Sobald man mit einem bestimmten NPC gesprochen hat, erh\u00e4lt man den so genannten Wei\u00dfen Speckstein. Dieser Gegenstand ist der Schl\u00fcssel zum Multiplayer \u2013 sobald man ihn benutzt, hinterl\u00e4sst man n\u00e4mlich seine Signatur auf dem Boden. Dies bewirkt, dass andere Spieler, die sich auch gerade in dem gleichen Areal befinden, diese sehen und sie damit in ihre Welt beschw\u00f6ren k\u00f6nnen. Einzige Voraussetzung daf\u00fcr ist, dass der rufende Spieler in seiner menschlichen Form ist. Dies wird durch das Darbieten von Menschlichkeit an einem Leuchtfeuer erreicht, aber wieder aufgehoben, sobald man stirbt. Neu f\u00fcr die <i>Remastered<\/i>-Version des Spiels ist dabei, dass nicht nur drei Freunde in die eigene Welt gerufen werden k\u00f6nnen, denn durch die Verwendung des Gegenstandes Getrocknete Finger k\u00f6nnen bis zu sechs Leute zusammen spielen. Die Phantome der anderen Spieler bleiben dabei so lange in der eigenen Welt, bis sie entweder sterben oder aber bis die Truppe den Boss des Areals bezwungen hat. In diesem Fall bekommen alle gerufenen Spieler eine Belohnung in Form von Menschlichkeit, die sie ihrerseits wieder verwenden k\u00f6nnen um zum Beispiel Spieler in ihre Welt zu rufen und damit ein schwieriges Gebiet zu meistern.<\/p>\n<p>Das Menschsein birgt jedoch auch Gefahren mit sich: Neben der sehr freiwilligen Interaktion mit anderen Spielern kann es auch zu Unfreiwilligen kommen \u2013 in Form von Invasoren. Dabei handelt es sich um Spieler, die sich selbst in andere Welten beschw\u00f6ren und darauf aus sind, den Herrscher dieser Welt zu bezwingen. Oder kurz gesagt: Sie wollen den anderen Spieler umbringen. Wenn man sich also in menschlicher Form bewegt sollte man aufpassen, dass man nicht eine b\u00f6se \u00dcberraschung erlebt. Leider waren mir diese Features zum Zeitpunkt des Tests versperrt, da die Server noch nicht zu Verf\u00fcgung stehen, daher kann ich kein genaueres Urteil \u00fcber die Funktionalit\u00e4t auf der Switch geben.<\/p>\n<p><B>Wenn dich die Steuerung umbringt<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80119.jpg\" alt=\"Bild 80119\" style=\"float: right;\">Wie eben bereits erw\u00e4hnt, wurde f\u00fcr <i>Remastered<\/i> so ein wenig was ge\u00e4ndert. Neben der Anzahl der Multiplayer-Partner wurden weitere Kleinigkeiten wie das etwa Balancing angepasst, was jedoch nur auff\u00e4llt, wenn man direkte Vergleiche anstellt. Gerade auf der Switch ist mir jedoch etwas ins Auge gestochen, was mich sehr ge\u00e4rgert hat: Die Steuerung. Diese wurde n\u00e4mlich eins zu eins von den anderen Konsolen \u00fcbernommen, was ein kleines Problem ergibt. PS4 oder XBOX-Controller best\u00e4tigen Eingaben n\u00e4mlich mit dem untersten Knopf des Tastenkreuzes \u2013 X oder A. Auf der Switch befindet sich A aber auf der rechten Seite und Switch-Spieler sind es entsprechend gewohnt, mit dieser Taste zu best\u00e4tigen. Nicht so bei <i>Dark Souls<\/i>, hier sind A und B quasi \u201evertauscht\u201c, sodass mit B best\u00e4tigt und A zur\u00fcckgegangen wird. Dies ist etwas, was im Spielgeschehen selbst umgestellt werden kann (also Interaktionen und so weiter k\u00f6nnen auf A gestellt werden und das Laufen, Rollen und Springen l\u00e4sst sich auf B legen), in den Men\u00fcs ist dies jedoch nicht m\u00f6glich \u2013 und das obwohl die Optionen diesen Umstand anzeigen, l\u00e4sst es sich nicht \u00e4ndern. In meinen ersten Stunden hat dies noch zu einiger Verwirrung gesorgt (obwohl ich auf der PS3 absolut keine Probleme habe) und leider auch zu dem ein oder anderen Tod. Ich kann es einfach nicht verstehen, dass dies so fest gemacht wurde, ohne einem die M\u00f6glichkeit zu geben, es wieder zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p><B>Wenigstens sieht es noch gut aus<\/B><br \/>\nTrotz dieser Kritik speziell f\u00fcr die Switch-Version muss ich sagen, dass ich ausgesprochen zufrieden mit der Pr\u00e4sentation des Spiels bin. Extreme Framrate-Einbr\u00fcche, wie es sie auf der PS3 noch gegeben hat \u2013 zum Beispiel in Schandstadt oder im Kampf gegen die Hydra \u2013 bleiben mit einer Ausnahme in der Anfangssequenz von Anor Londo fast g\u00e4nzlich aus und man muss sich keine Sorgen darum machen, aus solch bl\u00f6den Gr\u00fcnden zu sterben. Zugegeben, die Grafik ist heutzutage etwas \u00fcberholt, allerdings stelle ich da keine allzu hohen Anspr\u00fcche. Gleiches gilt f\u00fcr die musikalische und atmosph\u00e4rische Darbietung, die grunds\u00e4tzlich genau so gegeben ist, wie sie im Original bestand &#8211; mit einem sehr auff\u00e4lligen Makel: Augenscheinlich wurde der Sound schlecht komprimiert, wodurch er insgesamt dumpfer klingt. Der Allgemeinen Spielqualit\u00e4t tut dies keinen Abbruch, es ist aber schon schade, dass Switch-Spieler hier ein wenig benachteiligt werden. Zudem besteht weiterhin das Problem mit den verz\u00f6gerten Audio-Wiedergaben, wenn einige Effekte aufeinanderprallen, wie zum Beispiel das Zerspringen von Kisten mit den Angriffen auf Gegnern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist Zeit zu sterben \u2013 ein Satz, den man in so manchen Filmen gerne mal vom B\u00f6sewicht an den Kopf geworfen bekommt. Doch wenn man auf eine bestimmte Reihe von From Software schaut, wird genau das zum Alltag. 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