{"id":246,"date":"2018-10-09T16:30:00","date_gmt":"2018-10-09T16:30:00","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=246","title":{"rendered":"Nine Parchments"},"content":{"rendered":"<p>Sp\u00e4testens mit dem j\u00fcngsten Release von <i>Super Mario Party<\/i> (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/241-review-super-mario-party.html>zum Test<\/a>) ist Couch-Koop, beziehungsweise Couch-Multiplayer, wieder relevanter denn je. Das mag wohl zum einen auch daran, dass man dem neuen Ableger von Nintendos Brettspiel-Serie keinen richtigen Online-Party-Modus spendiert hat, zum anderen aber auch, dass es einfach einen ungeheuren Spa\u00df bedeutet mit Freunden auf der Couch zu zocken. <b>Nine Parchments<\/b> geht dabei in die \u00e4hnliche Richtung, jedoch hat man es hier eher mit einem geistigen Nachfolger des Zaubereispektakels <i>Magicka<\/i> zu tun. Wer von <i>Magicka<\/i> noch nichts geh\u00f6rt hat oder einfach neugierig ist, wie spa\u00dfig <i>Nine Parchments<\/i> auf der Switch wirklich ist, dem w\u00fcnsche ich nun viel Spa\u00df beim Lesen des Kurztests!<\/p>\n<p><b>Die neun Schriftrollen der Magie<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/76721.jpg\" alt=\"Bild 76721\" style=\"float: right;\">Wie in den meisten Spielen stellt man sich nat\u00fcrlich auch hier zun\u00e4chst die Frage: Gibt es eine Story? Ja, die ist aber alles andere als relevant. Man startet ohne gro\u00dfe Umschweife als einer von anfangs drei Zauberlehrlingen in der gro\u00dfen, sagenumwobenen Zaubererakademie. In einer kurzen Einleitung bekommt man alles n\u00f6tige beigebracht, was man auch aufgrund des simplen Twin-Stick-Shooter-Schemas schnell verinnerlicht hat. Danach folgt eine kurze Filmsequenz, in der der Akademie wichtige Schriftrollen von einer b\u00f6sen Macht entwendet werden, dann geht es auch schon los. Drei der gro\u00dfen Schriftrollen sind dem Protagonisten zum Gl\u00fcck noch erhalten geblieben. Jede davon stellt einen m\u00e4chtigen Zauber bereit, etwa eine Feuerexplosion, eine Schockwelle oder einen Heilbrunnen. Alles restlichen sechs Rollen gilt im Verlaufe des Spiels einzusacken und zur Akademie zur\u00fcckzubringen.<\/p>\n<p>Dabei stellen sich euch nat\u00fcrlich allerlei d\u00fcstere Schergen in den Weg, weshalb es sich empfiehlt, das Abenteuer mindestens zu zweit zu spielen. Man kann es zwar theoretisch auch ganz allein durch <i>Nine Parchments<\/i> schaffen, jedoch merkt man an allen Ecken und Enden, dass das Spiel einfach als Koop-Gemetzel konzipiert wurde. So geht euch zu Beginn vor lauter anrauschender Gegnerwellen beispielsweise schnell mal das Mana aus. Zu zweit kann man sich jedoch gegenseitig decken oder im Falle eines Todes wiederbeleben. Die Zauber schaltet man bequem mit den Schultertasten &#8211; in einer Art Ringmen\u00fc um den Charakter herum &#8211; durch. Dabei hat jeder Zauber sein eigenes Mana, ergo muss man st\u00e4ndig zwischen den Spr\u00fcchen rotieren und sie der Situation entsprechend clever einsetzen, um bestehen zu k\u00f6nnen. So kann man etwa den Kampf aus der Ferne mit einem gro\u00dfen geworfenen AoE-Feld einleiten und durch einen Schockzauber die Gegner eben dort festpinnen. Die Strategien sind, vor allem im Multiplayer, mannigfaltig.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/76718.jpg\" alt=\"Bild 76718\" style=\"float: left;\">Interessant ist auch das Elementsystem. Es gibt n\u00e4mlich neben Wirkungsfeldern und Projektilzaubern auch gewissen Strahlenzauber. Kreuzt ein Spieler etwa seinen Feuerstrahl mit dem Eisstrahl eines Mitspielers, b\u00fcndeln sich diese zu einem unglaublich starken Strahl. So kann man nicht nur potenzielle Immunit\u00e4ten bei den Gegnern umgehen, sondern auch bei h\u00e4rteren Exemplaren schnell und konzentriert viel Schaden anrichten. Alternativ k\u00f6nnte aber auch ein Spieler den Eisstrahl f\u00fcr einen Moment auf einen Schergen konzentrieren, um diesen anschlie\u00dfend im Nahkampf in Crushed Ice zu verwandeln. Gerade im Mehrspielermodus l\u00e4dt das Gameplay reichlich zum Experimentieren ein. Und was ist schon befriedigender, als einen riesigen Feuerbullen mit einem Zauberstab oder gar mit einem Besen zu verdreschen? Davon ab kann man auch springen und &#8211; ganz wichtig &#8211; Teleportieren. Da die Zauberer n\u00e4mlich recht beh\u00e4big auftreten, entkommt man oft nur so brenzligen Situationen. Aber auch dieser Move ist freilich an einen Ausdauerbalken gebunden, damit man sich nicht zu oft in den Tod st\u00fcrzt oder durch passive Skills hochheilt oder bufft. Das ist Grunde auch schon das solide Grundger\u00fcst von <i>Nine Parchments<\/i>. \u201eEinfach zu erlernen, schwer zu meistern\u201c trifft hier wohl den Nagel auf den Kopf.<\/p>\n<p><b>Hach, wie sch\u00f6n!<\/b><br \/>\nEbenso gelungen wie das Gameplay ist auch das ganze Drumherum. Ist das Tutorial in der Akademie noch recht d\u00fcster und unspektakul\u00e4r, wird man sp\u00e4testens aber im ersten richtigen Level von der Pracht des Spiels umgehauen &#8211; auch auf der Switch! Trotz der in dieser Version merklich reduzierten Aufl\u00f6sung wirkt die malerische Welt mit h\u00fcbschen Reflexionen und tollen Effekten n\u00e4mlich nicht selten f\u00fcr Erstaunen bei den Spielern. Dazu gesellt sich ein wunderbar vertr\u00e4umter Soundtrack, der zu keiner Zeit nervt oder zu aufdringlich oder gar zu unscheinbar wirkt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/76719.jpg\" alt=\"Bild 76719\" style=\"float: right;\">Auch sehr sch\u00f6n ist das Men\u00fc. Ja, richtig gelesen, ich meine das tats\u00e4chlich das Hauptmen\u00fc. Hier hat man n\u00e4mlich nicht nur die M\u00f6glichkeit allein, lokal auf einem Schirm, mit mehreren Konsolen im WLAN oder sogar Online ein Spiel zu starten, sondern kann auch allerlei Freigeschaltetes wie H\u00fcte, St\u00e4be und sogar Erfolge betrachten. Letztere sind sogar Voraussetzung, um neue Zauberer aus dem Konsortium freizuschalten. Jeder dieser Magier bringt dabei seinen eigenen Skilltree mit, oder besser gesagt sogar drei. Ich konnte mich bei meiner Zauberin etwa zwischen einer ausgeglichenen, \u201etankigen\u201c oder heilenden Spielweise entscheiden. Am Ende wurde daraus eine recht offensive Tank-Heilerin &#8211; kann man mal machen! Wie auch beim Gameplay, also der Zauberei an sich, hat man hier RPG-typisch viel Raum f\u00fcr Individualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es aber auch hier ebenfalls etwas Raum f\u00fcr Kritik, sonst w\u00fcrde mir die Schlusswertung ja niemand abnehmen! So sch\u00f6n die zahlreichen Level auch gestaltet sind, so monoton werden sie auch mit der Zeit. Schnell hat man sich an die pr\u00e4chtige Optik gew\u00f6hnt, wodurch die immer gleichen Gegnertypen (die nur in Element und Resistenz variieren) und sich wiederholende Ablauf durchaus schlauchen k\u00f6nnen. Da ich und mein Spielpartner aber nach etwa sechs bis sieben Stunden durch waren, hielt sich die Flei\u00dfarbeit noch gerade so in Grenzen. Das lag wohl vor allem auch daran, dass der stets faire, aber harte Schwierigkeitsgrad gegen Ende nochmal ordentlich anzog. Ohne passende Strategien kann man sich da n\u00e4mlich &#8211; auch auf Normal &#8211; schnell mal die Z\u00e4hne ausbei\u00dfen.<\/p>\n<p>Da man immer mit etwas Positivem beginnen und auch beenden soll, abschlie\u00dfend noch ein paar Worte zum Thema Wiederspielwert. Wie schon gerade erw\u00e4hnt, ist man nach einer recht moderaten Spielzeit mit dem Abenteuer durch. Hat man dann noch nicht genug, kann man etwa auf einer h\u00f6heren Schwierigkeit nochmal starten und seinen Charakter weiter in Richtung Level 40 bringen. Oder man startet alternativ mit einem der freigeschalteten Charaktere ins Rennen, wobei Collectibles aus vorherigen Durchl\u00e4ufen weiterhin als gesammelt gelten. Man kann sich also voll aufs K\u00e4mpfen konzentrieren. F\u00fcr Liebhaber nahezu unm\u00f6glicher Herausforderungen gibt es sogar einen Permadeath-Modus. Als Anreiz f\u00fcr wird das Level-Cap sogar auf stolze 60 angehoben und man hat die Aussicht, ganz besondere Charaktervarianten freizuschalten. Dar\u00fcber hinaus kann man sich auch in einigen Zusatzarenen austoben und seine Scoren online mit der Welt vergleichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sp\u00e4testens mit dem j\u00fcngsten Release von Super Mario Party (zum Test) ist Couch-Koop, beziehungsweise Couch-Multiplayer, wieder relevanter denn je. 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