{"id":241,"date":"2018-09-29T17:00:04","date_gmt":"2018-09-29T17:00:04","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=241","title":{"rendered":"Final Fantasy XV: Pocket Edition HD"},"content":{"rendered":"<p>Dass eine lange Entwicklungszeit nicht immer in einer Vollkatastrophe enden muss, zeigte Square Enix vor zwei Jahren mit <i>Final Fantasy XV<\/i>, das allen Widrigkeiten zum Trotz zahlreiche Fans begeistern konnte, obwohl es schlussendlich doch kein Oberhammer wurde. Einige der besagten Anh\u00e4nger d\u00fcrften sich jedoch sicherlich im Angesicht der st\u00e4ndigen Inhalts-Patches und DLC-Zus\u00e4tze, die sogar noch bis ins Jahr 2019 fortgef\u00fchrt werden, ein wenig auf den Schlips getreten f\u00fchlen. Die Switch mag nun nicht \u00fcber die Power verf\u00fcgen, den Road Trip von Prinz Noctis und seinen besten Freunden in seiner vollen Pracht zu stemmen, doch f\u00fcr das offizielle Smartphone-Demake reicht sie locker aus. Und somit liegt mir nun <b>Final Fantasy XV: Pocket Edition HD<\/B> vor, durch welches ich mich mit gro\u00dfem Vergn\u00fcgen gezockt habe \u2013 wenngleich hier nat\u00fcrlich einige Dinge anders laufen als beim Original.<\/p>\n<p><b>Mit den Jungs auf Achse<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80617.jpg\" alt=\"Bild 80617\" style=\"float: left;\">Die Rahmenhandlung ist identisch mit der zum gro\u00dfen Gegenst\u00fcck: Noctis, der Kronprinz von Lucis, soll auf Gehei\u00df seines Vaters K\u00f6nig Regis zusammen mit seinen Freunden und Leibw\u00e4chtern Ignis, Gladiolus und Prompto losfahren, um seine Verlobte Lunafreya im malerischen Altissia aufzusuchen &#8211; Grund daf\u00fcr ist die baldige Verm\u00e4hlung von Lunafreya und Noctis. Doch wie sich sehr schnell herausstellt, wird dieser Ausflug alles andere als einfach. Schon sehr fr\u00fch nach Fahrtantritt bleibt der k\u00f6nigliche Sportwagen, der Regalia, liegen und muss zun\u00e4chst repariert werden. Wenig sp\u00e4ter stellt sich heraus, dass aufgrund eines drohenden Konfliktes mit dem Imperium von Niflheim der F\u00e4hrenverkehr nach Altissia lahmgelegt wurde \u2013 und das ist nur die Spitze des Eisbergs an wideren Umst\u00e4nden, mit denen Noctis und seine Truppe zu k\u00e4mpfen haben. Ich brauche wohl nicht zu erw\u00e4hnen, dass hier kein simpler Junggesellenabschied mit einer vergn\u00fcglichen Spritztour durch das ganze Land ansteht, sondern schlussendlich deutlich mehr auf dem Spiel steht. Die Details der rund 20 Stunden langen Erz\u00e4hlung lasse ich an dieser Stelle jedoch aus. Vorkenntnisse des Originals sind \u00fcbrigens nicht notwendig, wohl aber hilfreich \u2013 gerade weil die <i>Pocket Edition<\/i> Nebenaufgaben mit relevanten Randinformationen ausl\u00e4sst und \u00fcber die f\u00fcrs gro\u00dfe <i>Final Fantasy XV<\/i> nachgereichten Zusatzszenen mit neuen Details gar nicht erst verf\u00fcgt. Trotzdem kann man sich auch so noch in die Geschichte einleben und diese genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ein weitaus bedeutenderer Unterschied zur Vorlage: Die <i>Pocket Edition<\/i> ist kein Open-World-Rollenspiel, sondern ein lineares Action-RPG, bei dem ihr euch kapitelweise durch die komprimierten Schaupl\u00e4tze k\u00e4mpft. Alle wichtigen Haltestellen werden dabei nat\u00fcrlich bedacht \u2013 egal ob es nun die Tanke und Werkstatt Hammerhead, der Urlaubsort Lastellum oder die beschauliche Chocobo-Ranch inmitten der gr\u00fcnen Natur ist. Nur werdet ihr dabei stets einen eindeutigen Weg nach vorn entlanggescheucht, der sowohl per Quest-Marker im Karten-Men\u00fc als auch \u00fcber einen deutlichen Richtungspfeil unter Noctis&#8216; F\u00fc\u00dfen verdeutlicht wird. Eine Hand voll Nebenaufgaben gibt es dennoch: So d\u00fcrft ihr etwa mal die Erkennungsmarke eines gefallenen J\u00e4gers aufsp\u00fcren oder ein besonderes Monster im aktuellen Gebiet ausfindig machen. Solche Spezialauftr\u00e4ge sind nur leider die Ausnahme. Ein Gro\u00dfteil der Zusatzquests besteht darin, \u00fcber Schatzkarten einen verborgenen Gegenstand zu finden, Kaktor-Figuren einzusacken oder Zutaten f\u00fcr die vielen Leckereien des Team-Kochs Ignis zu lokalisieren. Sonderlich viel Abwechslung bringen die also nicht ins Spiel.<\/p>\n<p><b>Der Pr\u00fcgel-Prinz<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80618.jpg\" alt=\"Bild 80618\" style=\"float: right;\">\u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich auch mit den Kampfgebieten, die allesamt recht gleichstr\u00f6mig im Design ausfallen. Egal ob Minensch\u00e4chte, Eish\u00f6hlen oder Sumpfgegenden, ihr schlagt euch auf gut erkennbaren Pfaden durch die Areale und werdet hin und wieder von Monstern aufgehalten, die euch erst nach ihrem Ableben weiterziehen lassen. Verteilte Sch\u00e4tze gibt es nat\u00fcrlich auch, nur handelt es sich hierbei zumeist um nutzlosen Plunder, der sich lediglich bei H\u00e4ndlern in Geldmittel umtauschen l\u00e4sst \u2013 und bei diesen holt ihr euch dann die richtige Ausr\u00fcstung f\u00fcr eure Truppe. Das nimmt den Erkundungstouren auf Dauer leider ihren Reiz. Hin und wieder werden optionale Schleich-Sequenzen eingestreut, um das Geschehen zumindest etwas aufzulockern, doch gro\u00dfartige R\u00e4tsel oder knifflige Sprungpassagen d\u00fcrft ihr nicht erwarten.<\/p>\n<p>Aber ich habe ja etwas von Kampf geschrieben! Die Gefechte laufen tats\u00e4chlich nicht un\u00e4hnlich wie in der Vorlage ab, nur eben aus einer anderen Perspektive. So navigiert ihr Noctis in Echtzeit zum Wunschfeind hin, um diesen dann bei gedr\u00fccktgehaltener Angriffs-Taste mit einfachen Kombos zu maltr\u00e4tieren. Da dies auf Dauer \u00f6de wird, hat der Prinz nat\u00fcrlich ein paar Tricks auf Lager. Einerseits kann er jederzeit zwischen drei Waffenarten umschalten, die sich in ihrer Angriffsst\u00e4rke und -frequenz unterscheiden. Wichtiger ist hingegen Noctis&#8216; Warp-F\u00e4higkeit. Mit der X-Taste schmei\u00dft der Bursche seine Waffe in Richtung Gegner, nur um in einem Sekundenbruchteil direkt hinterherzusausen und so f\u00fcr m\u00e4chtig Schaden zu sorgen. Da dieses Man\u00f6ver an seinem MP-Vorrat nagt, l\u00e4sst es sich selbstverst\u00e4ndlich nicht unendlich oft nutzen. Weitere W\u00fcrze bringen die Begleiter ins Spiel, die sich hin und wieder mit Kommando-Aktionen zu Wort melden. Dann reicht ein einfacher Druck auf die B-Taste, um mit Prompto einen zerschmetternden Durchschuss zu landen oder Noctis von Gladiolus herumschleudern zu lassen. Sonst hat man leider keinerlei Einfluss auf das Verhalten der KI-gesteuerten Kumpanen, was bei manchen Gegnern ziemlich frustrierend ist. Bei Konfrontationen mit Arachnen, die gerne mal fl\u00e4chendeckende Angriffe mit gut sichtbaren Zielmarkierungen ank\u00fcndigen, bleiben die drei nur zu gerne mitten in der Gefahrenzone stehen. Immerhin k\u00f6nnen ausgeschaltete Gruppenmitglieder ziemlich schnell ohne Gegenstands-Einsatz wiederbelebt werden und mit Heilmitteln schmei\u00dft euch <i>Final Fantasy XV<\/i> eigentlich aus so praktisch zu.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80616.jpg\" alt=\"Bild 80616\" style=\"float: left;\">Neben den Ausr\u00fcstungsobjekten gibt es \u00fcbrigens noch weitere Methoden, die Gef\u00e4hrten aufzur\u00fcsten. So steht euch ein \u00fcberschaubarer Fertigkeiten-Baum zur Verf\u00fcgung, \u00fcber den ihr mit durch Levelaufstiege und Kaktor-Sichtungen verdienten Punkten etwa Noctis&#8216; Kombos erweitert oder neue Kniffe f\u00fcr eure Leibw\u00e4chter freischaltet. Wer flei\u00dfig k\u00e4mpft und alle Nebenaufgaben erledigt, kann bis zum Spielabschluss einen Gro\u00dfteil der Skills einsacken \u2013 gro\u00dfe Spezialisierungen sind also im Prinzip nicht notwendig. Ferner sammelt Noctis als K\u00f6nigssohn im Laufe des Abenteuers sogenannte K\u00f6nigswaffen ein \u2013 die magischen Kriegsinstrumente seiner Vorfahren. Diese lassen sich separat f\u00fcr begrenzte Zeit nutzen und reichen von einem angriffsreflektierenden Schild \u00fcber einen stylischen Katana bis hin zum stichfesten Dreizack und sorgen f\u00fcr etwas mehr Abwechslung in den sonst ziemlich gleichstr\u00f6migen K\u00e4mpfen. Viele davon werden im Story-Verlauf aufgegabelt, um die H\u00e4lfte gibt es hingegen in optionalen Bonus-Dungeons, die sich \u00fcber die Weltkarte heraus zwischen den Kapiteln aufrufen lassen. Somit ist immerhin f\u00fcr etwas Zusatzstoff abseits des linearen Haupt-Marsches gesorgt.<\/p>\n<p><b>Ganz wie man es kennt, nur niedlicher<\/b><br \/>\nDa die <i>Pocket Edition<\/i> eigentlich f\u00fcr Smartphones gedacht war, bleibt von der einstigen Grafik-Pracht des originalen <i>Final Fantasy XV<\/i>s nat\u00fcrlich nicht viel \u00fcbrig. Stattdessen wurde das Spiel im Stile der DS-Remakes von <i>Final Fantasy III<\/i> und <i>IV<\/i> rekonstruiert, was aufgrund des extrem stilisierten, cartoonhaften Charakterdesigns zun\u00e4chst h\u00f6chst gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig wirkt. Zwiebelkopf Noctis kommt dabei noch vergleichsweise glimpflich weg, Muskelprotz Gladiolus verf\u00fcgt hingegen \u00fcber eindeutig zu breite Schultern f\u00fcr seine Beine und der enigmatische Ardyn kann in seinem Aufzug seine schlussendliche Rolle kaum verheimlichen. Mit der Zeit nimmt man die Kopff\u00fc\u00dfler als solche jedoch kaum wahr \u2013 was nicht bedeutet, dass die Zwischensequenzen dadurch besser r\u00fcberkommen. Im Gegenteil: Weil den Figuren jegliche Gesichtsanimationen fehlen, z\u00fcnden dramatische Momente nur selten. Besonders beispielhaft ist eine Szene, in der Noctis eigentlich bedr\u00fcckt ist, sein kindliches Charakter-Modell in dieser Szene jedoch ein deutliches L\u00e4cheln zeigt. Somit passen die Animationen auch nur selten zur Tonspur, die vollst\u00e4ndig aus dem gro\u00dfen Original entnommen ist \u2013 l\u00f6blicherweise sowohl in der japanischen Sprachfassung als auch der englischen, franz\u00f6sischen oder deutschen. Letztere ist dabei \u00fcbrigens an sich gar nicht mal so \u00fcbel, wenn man gewisse Aussetzer ignoriert. Mir ist die Truppe dank der verspielten Kommentare auf ihrer Reise schon auf der PS4 in Windeseile ans Herz gewachsen und auch in der <i>Pocket Edition<\/i> kommen zumindest ihre Pers\u00f6nlichkeiten gut r\u00fcber. Und wo die Sprachausgabe drin ist, darf nat\u00fcrlich nicht der famose Soundtrack fehlen. Der ist ebenfalls beinahe komplett \u00fcbernommen wurden und sorgt f\u00fcr die passende, musikalische Begleitung bei allen wichtigen Momenten des Abenteuers. Einen letzten, technischen Wermutstropfen habe ich dennoch: Trotz der reduzierten Optik l\u00e4uft das Spiel leider nicht durchgehend fl\u00fcssig und neigt beispielsweise in Altissia oder w\u00e4hrend heftigerer K\u00e4mpfe zu kleineren Framerate-Einbr\u00fcchen. Au\u00dferdem sind die Ladezeiten nicht von schlechten Eltern \u2013 stellt euch bei jedem Szenenwechsel also erst einmal auf eine kleine Zwangspause ein.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/9Ch5rgUk_8U\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass eine lange Entwicklungszeit nicht immer in einer Vollkatastrophe enden muss, zeigte Square Enix vor zwei Jahren mit Final Fantasy XV, das allen Widrigkeiten zum Trotz zahlreiche Fans begeistern konnte, obwohl es schlussendlich doch kein Oberhammer wurde. 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