{"id":230,"date":"2018-09-06T10:00:12","date_gmt":"2018-09-06T10:00:12","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=230","title":{"rendered":"SNK Heroines: Tag Team Frenzy"},"content":{"rendered":"<p>Stellt euch vor, es steht eine gro\u00dfe Gala an und alles, was euer Kleiderschrank hergibt, sind ein paar \u2013 um es mal freundlich auszudr\u00fccken \u2013 luftigere Ensembles. Oder Stoffe f\u00fcr sehr spezielle Geschm\u00e4cker. In <b>SNK Heroines: Tag Team Frenzy<\/b> ist eine kleine Auswahl der K\u00e4mpferinnen aus dem Hause SNK (plus Fatal Cutie Terry Bogard) in eine \u00e4hnliche Situation geraten, nur dass hier keine abendliche Feier wartet, sondern ganz nach <i>King of Fighters<\/i>-Manier ein klassisches Pr\u00fcgelprogramm. Wobei das auch nicht so ganz stimmt, denn wie schon in meinem Anspielbericht von der gamescom angemerkt (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/211-handson-snk-heroines-tag-team-frenzy.html>Link<\/a>), geht dieser Titel die Dinge ein klein wenig anders an.<\/p>\n<p><b>Queen of Fighters<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80404.jpg\" alt=\"Bild 80404\" style=\"float: left;\">Vorab m\u00f6chte ich aber ganz kurz die Rahmenhandlung abhaken, die im als Story-Modus betitelten Arcade-Modus den ganzen Unsinn erkl\u00e4ren soll. Tats\u00e4chlich sind die Heldinnen, wie sich schnell herausstellt und f\u00fcr manche praktisch schon von Beginn an klar ist, durch den irren Sandmann Kukri in dieser seltsamen Taschendimension gelandet und sollen nun gegeneinander k\u00e4mpfen, um irgendwann mal wieder das Tageslicht zu sehen. Und\u2026 Das war es im Prinzip auch schon. Ganz nach klassischem Genre-Prinzip wird die Geschichte nur nebens\u00e4chlich abgehandelt, wobei es hier immerhin ein paar kurze Dialogsequenzen mittendrin gibt, die teils verflucht schr\u00e4g ausfallen. Am Ende ist man aber trotzdem nicht schlauer und fragt sich, was der Aufwand eigentlich sollte. Immerhin: Anders als f\u00fcr durch NIS America lokalisierte Spiele \u00fcblich, bietet <i>SNK Heroines<\/i> tats\u00e4chlich deutsche Untertitel zur japanischen Sprachausgabe. Und bis auf wenige, kleinere Ausrutscher sind die meiner Einsch\u00e4tzung nach sogar gelungen.<\/p>\n<p>Aber gut, wer spielt Kampfspiele schon wegen ihrer gro\u00dfartigen Geschichten? Der Hauptreiz liegt nat\u00fcrlich in den rasanten K\u00e4mpfen, die hier von der Move-Palette her trotz der Aufmachung als klassischer 2D-Fighter im 3D-Gewand eigentlich mehr mit Nintendos <i>Smash Bros.<\/i>-Reihe gemeinsam hat. Jede der 14 K\u00e4mpferinnen verf\u00fcgt \u00fcber eine simple Standard-Kombo, die per Y-Taste ausgel\u00f6st wird, einen starken Angriff sowie eine kleine Auswahl an Special Moves, die \u00fcber eine Kombination aus einfachen Richtungseingaben und der A-Taste ausgel\u00f6st werden. Abgerundet wird dies durch W\u00fcrfe, ein Block-Man\u00f6ver und die Traum-Finisher, auf die ich sp\u00e4ter noch einmal zur\u00fcckkommen werde. Und das war es tats\u00e4chlich schon. Ein Blick in die Move-Liste gibt nur Preis, welche Spezial-Attacken eure Figur auf dem Kasten hat \u2013 tiefgr\u00fcndigere Tricks und Kombos m\u00fcssen komplett selbst ausget\u00fcftelt werden. Immerhin gibt es ein Tutorial, welches euch die Basics in einer kurzen, maximal 20-min\u00fctigen Session vermittelt, auch wenn es in den deutschen Texten leider nicht ganz unmissverst\u00e4ndlich ist. Wer mehr aus seinen Charakteren rausholen m\u00f6chte \u2013 und trotz der geringen Aktionsvielfalt l\u00e4sst sich da dank Animationsabbr\u00fcchen und \u00e4hnlichen Tricks tats\u00e4chlich einiges machen \u2013 muss in Eigenregie den Trainings-Modus bem\u00fchen. Kombo-Anleitungen, wie sie etwa die Herausforderungsmodi von <i>Street Fighter IV<\/i> boten, sucht man vergebens. Das ist schade, da Einsteigern so der Zugang zum an sich recht spa\u00dfigen, wenn auch ungew\u00f6hnlichen Spielkonzept erschwert wird. Nichts ist frustrierender, als beim Endboss traditionell mit ellenlangen Kombos auf die Matte geschickt zu werden, w\u00e4hrend man selbst bestenfalls seine Standard-Treffer landet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80406.jpg\" alt=\"Bild 80406\" style=\"float: right;\">Die Besonderheiten h\u00f6ren \u00fcbrigens nicht bei der Steuerung auf. Auch der eigentliche Fluss der Team-K\u00e4mpfe unterscheidet sich bemerkbar von anderen Genre-Kollegen. Klar gibt es auch hier eine gr\u00fcne Energieanzeige, die man runterpr\u00fcgeln kann, doch ein K.O. erzielt man auf diese Weise nie. Stattdessen muss die Ausdauer auf ein bestimmtes Niveau gebracht werden, bevor man das Gefecht mit einem \u201espektakul\u00e4ren\u201c Traum-Finisher beenden kann. Diese Spezialman\u00f6ver werden durch einen simplen Druck auf die R-Taste ausgel\u00f6st und jeder Charakter verf\u00fcgt \u00fcber zwei von ihnen, um mit der Erwartung des Gegners zu spielen. Wer in dieser Phase seine Kombos gut beherrscht \u2013 mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen an den Endboss! \u2013, kann die Matches in der Schlussphase durch eine gut platzierte Angriffskette schnell beenden. Das weitere Herunterarbeiten der Restenergie kann sich jedoch trotzdem lohnen, da auf diese Weise der Kontrahent bet\u00e4ubt wird \u2013 praktisch ein Todesurteil, zumal ihr nie allein im Ring seid und stets einen Tag-Partner zur Seite habt, der sich auf Knopfdruck einwechseln l\u00e4sst und im Hintergrund seine Spezialenergie regeneriert. Stichwort Spezialanzeige: Je weniger Lebensenergie ihr habt, desto mehr von dem regenbogen- oder rosafarbenen Super-Balken habt ihr zur Verf\u00fcgung. Somit k\u00f6nnen Spieler im Nachteil durch geschickte Sonderaktionen noch ihr Comeback feiern, was unter guten Zockern f\u00fcr interessante Wechselspiele sorgen d\u00fcrfte. Euer Teamkollege ist auf der Ersatzbank zudem nicht unt\u00e4tig: Er kann durch das Zerschlagen von gelben Sph\u00e4ren erbeutete Gegenst\u00e4nde in den Ring werfen und so euren Kontrahenten vom Abseits aus einheiten &#8211; etwa durch eine gut platzierte Bombe oder eine Schippe Sand. Items werden interessanterweise mit dem rechten Analogstick geworfen, was euch fairerweise aber durch die Richtungseingabe auch die Kontrolle dar\u00fcber gibt, wo ungef\u00e4hr das Objekt landet. Das erlaubt zumindest mehr Taktik. Wer den Mumpitz nicht braucht, kann die Hilfsgegenst\u00e4nde nat\u00fcrlich auch in den Optionen abschalten. Was kurioserweise direkt aus dem Pause-Men\u00fc heraus funktioniert: Die Regelung des CPU-Schwierigkeitsgrads. Falls ihr also inmitten einer Story-Partie schlichtweg kein Land seht, k\u00f6nnt ihr ohne Umschweife den H\u00e4rtegrad runterschrauben und so weiterzocken. Einerseits nat\u00fcrlich hilfreich, um unn\u00f6tigen Frust zu verhindern, auf der anderen Seite f\u00fchlt sich das jedoch irgendwie auch wie Schummelei an.<\/p>\n<p><b>Fetischismusexplosion!<\/b><br \/>\nAbseits des Story-Modus&#8216; gibt es noch eine kleine Auswahl weiterer Spielpl\u00e4tze zum Austoben. So d\u00fcrfen selbstverst\u00e4ndlich an der selben Konsole, im lokalen Drahtlosspiel oder gar online Versus-Partien mit menschlichen Mitspielern ausgetragen werden oder ihr versucht euch am Survival-Modus gegen eine nie enden wollende Schar an stetig st\u00e4rker werdenden CPU-Gegnern. Damit ersch\u00f6pfen sich leider jedoch schon die Spielmodi. Ein wenig mehr Vielfalt h\u00e4tte hier sicher nicht geschadet. Gleiches gilt f\u00fcr die freischaltbaren Dinge, die sich auf Galerie-Gegenst\u00e4nde, Outfits und Accessoires beschr\u00e4nken. F\u00fcr jede Heldin gibt es insgesamt zwei Bonus-Kost\u00fcme zu erspielen, von denen eines in der Regel ihr Standard-Outfit aus den <i>King of Fighters<\/i>-Teilen und das andere ein noch absurderes Ensemble als die Start-Garderobe ist. Diese Sets lassen sich dann mit diversen Kleinigkeiten verfeinern, sodass ihr eure ganz eigens ausgestatteten K\u00e4mpferinnen in den Ring schicken k\u00f6nnt.<\/p>\n<p>Schade ist nur, dass bei all dem Eyecandy die Technik nicht so ganz mithalten kann. So sieht <i>SNK Heroines<\/i> allgemein schon nicht gerade besonders aus und verl\u00e4sst sich auf weniger detailreiche Umgebungen mit \u2013 abseits der abenteuerlichen Kost\u00fcme \u2013 einfach texturierten Charakteren. Da die Traumwelten sich dann auch noch allesamt irgendwie \u00e4hneln, nimmt man die wenigen Arenen schnell gar nicht mehr als unterschiedlich wahr. Nur die eingestreuten Effekte bei jedem Treffer zeugen vom verspielten Geist der Pr\u00e4misse. Daher wundert es eigentlich, dass zumindest die Switch-Version nur mit 30 Bildern die Sekunde l\u00e4uft, egal ob nun am gro\u00dfen Fernsehbildschirm oder im Handheld-Modus. In letzterem wirkt das Bild zudem noch leicht verwaschen, auch wenn man das mit der Zeit so gut wie gar nicht mehr wahrnimmt. Schade drum.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/B_oo6EUbbss\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellt euch vor, es steht eine gro\u00dfe Gala an und alles, was euer Kleiderschrank hergibt, sind ein paar \u2013 um es mal freundlich auszudr\u00fccken \u2013 luftigere Ensembles. Oder Stoffe f\u00fcr sehr spezielle Geschm\u00e4cker. 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