{"id":204,"date":"2018-08-01T13:15:01","date_gmt":"2018-08-01T13:15:01","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=204","title":{"rendered":"Hello Neighbor"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80030.jpg\" alt=\"Bild 80030\" style=\"float: right;\">Die Nintendo Switch ist eine Portkonsole, das wird einem vor allem als Spieletester immer mehr bewusst. Indie-Entwickler ziehen ihre Software reihenweise auf Nintendos Hybridkonsole um, so auch die Jungs und M\u00e4dels von Dynamic Pixels mit ihrem Goldst\u00fcck namens <b>Hello Neighbor<\/b>. Vielen mag dieser Titel bekannt sein, schlie\u00dflich ging das urspr\u00fcngliche PC-Spiel auch in der deutschen und internationalen Let\u2019s Play-Szene ordentlich rum. Das liegt sicher auch am einzigartigen Charme des, vor allem aber an dem besonderen Spielkonzept. Doch was hat es damit auf sich und ist der Port \u00fcberhaupt gelungen? Das erfahrt ihr im folgenden Kurztest.<\/p>\n<p><b>Ein Nachbar, ein Geheimnis<\/b><br \/>\nAuch wenn es nicht direkt so danach aussieht, bei <i>Hello Neighbor<\/i> kann durchaus von einem Horrorspiel reden. Dabei wird man aber keineswegs mit klassischen Zombie-, Slasher oder Jumpscare-Horror konfrontiert, sondern mit unterschwelligem, psychologischem Horror. Um das zu begreifen, muss man aber zun\u00e4chst den Einstieg in die \u00fcberschaubare, aber trotzdem recht interessante Handlung kennen. Man schl\u00fcpft in die Haut eines namenlosen, neugierigen Jungen, der in der Aufblende auf der Stra\u00dfe mit dem Ball spielt. Pl\u00f6tzlich h\u00f6rt er aus dem Haus des Nachbarn gegen\u00fcber lautes Kindergeschrei und wie Kinder so sind, muss er dem Ger\u00e4usch nat\u00fcrlich sofort nachgehen. Also schleicht sich der junge Protagonist an das Fenster des merkw\u00fcrdigen Nachbarn und wird Zeuge, wie er sein oder \u201eein\u201c Kind unter Protest in den Keller sperrt. Dummerweise bekommt der Hauseigent\u00fcmer von dem kleinen Spitzel aber Wind und das Spiel geht los.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80026.jpg\" alt=\"Bild 80026\" style=\"float: left;\">Das Gameplay besteht also im Grunde darin, die Geheimnisse des Nachbarn zu l\u00fcften, doch dieser ist nat\u00fcrlich auf der Hut und ergreift gewisse Ma\u00dfnahmen um neugierige Seelen fernzuhalten. Dabei stellt das gesamte Haus des gruseligen Mannes ein riesiges R\u00e4tsel dar, das es logischerweise zu l\u00f6sen gilt. Eingeteilt ist das Spiel dabei in drei Akte, wobei sich der Plot immer weiter aufkl\u00e4rt, die R\u00e4tsel und Ticks des Nachbarn aber auch immer weiter eskalieren. Den Spieler anzufixen und zu fesseln meistert <i>Hello Neighbor<\/i> also schon mal mit Bravour. Doch hat das Konzept auch mit einigen Schw\u00e4chen zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p><b>Die Steuerung ist gruseliger als der Nachbar h\u00f6chstselbst<\/b><br \/>\nAls w\u00e4re der Hausherr nicht Hindernis genug, legt einen auch das Spiel zahlreiche Steine in den Weg. W\u00e4hrend man sich so durchs Haus und den Garten schleicht, um etwa versteckte Ger\u00e4te und Schl\u00fcssel zu finden oder andere R\u00e4tsel zu l\u00f6sen, ger\u00e4t man immer wieder mit der widerspenstigen Steuerung aneinander. Die ist n\u00e4mlich alles andere als komfortabel geraten. Schon auf dem PC machte das Gameplay mit seiner unpr\u00e4zisen, etwas schwammigen Handhabung Probleme. Auf der Switch kann man das Bedienkonzept aber komplett vergessen. Zwar l\u00e4sst sich etwa die Sensitivit\u00e4t f\u00fcrs Umschauen anpassen, so wirklich perfekt f\u00fchlt sich das aber nicht mal nach Stunden des Spielens an. Auch ist es alles andere als klug gel\u00f6st, wie man Items aufnimmt, wegwirft oder gezielt platziert. \u201eGezielt\u201c ist aber eher ein gl\u00fccklicher Zufall als eine kontrollierte Absicht. Muss man etwa, um einen h\u00f6hergelegenen Punkt zu erreichen, ein paar Kartons stapeln, artet das Vorhaben nicht selten in \u00e4tzende Frickelei aus. Hat man es dann doch irgendwann geschafft, die Kartons zu platzieren, ist der n\u00e4chste Akt dort hinauf zu steigen. Die nicht nachvollziehbare Physik des Spiels kann dann auch durchaus mal daf\u00fcr sorgen, dass die Kartons unter der Last des Jungen in alle Himmelsrichtungen wegfliegen oder den kleinen Burschen direkt in die Erdumlaufbahn katapultieren.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/80028.jpg\" alt=\"Bild 80028\" style=\"float: right;\">Irgendwie arrangiert man sich dann aber doch mit den Eigenheiten des Gameplays und kann recht gezielt allerlei Dinge ausprobieren. Wirklich kreativ kann man aber nie werden, da der Nachbar ziemlich penetrant ist und auf jedes Ger\u00e4usch oder jede Aktion reagiert. Stellt man etwa mit dem Hauptschalter den Strom ab, rennt der finstere Geselle sofort nach drau\u00dfen um ebendiesen wieder anzustellen. Schmei\u00dft man ein Fenster ein, wird auch dem sofort nachgegangen. Macht man sich w\u00e4hrenddessen aber gekonnt aus dem Staub, installiert der Hausherr dort etwa Kameras oder legt B\u00e4renfallen aus. Wird man gefangen \u2013 was enorm oft vorkommt -, werden die Fenster sogar wieder ersetzt und bei zu h\u00e4ufigem Defekt sogar mit Holzlatten verbarrikadiert. Auch merkt sich die KI des Gegners, wo ihr zuletzt rumgewerkelt hat und schaut dort \u00f6fter nach. H\u00f6rt sich alles eigentlich ganz schick und clever an, wird aber beim Erkunden und R\u00e4tsell\u00f6sen dann doch schnell sehr, sehr, sehr nervig. Und die besagten R\u00e4tsel haben es in sich. Nicht selten musste ich ziemlich \u201eglitchige\u201c Aktionen vollf\u00fchren oder 180 Grad um die Ecke denken. Teilweise sind die L\u00f6sungswege sogar so abstrus, dass der Blick in einen Guide unausweichlich wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nintendo Switch ist eine Portkonsole, das wird einem vor allem als Spieletester immer mehr bewusst. Indie-Entwickler ziehen ihre Software reihenweise auf Nintendos Hybridkonsole um, so auch die Jungs und M\u00e4dels von Dynamic Pixels mit ihrem Goldst\u00fcck namens Hello Neighbor. 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