{"id":20,"date":"2017-03-02T19:30:01","date_gmt":"2017-03-02T19:30:01","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=20","title":{"rendered":"Just Dance 2017"},"content":{"rendered":"<p>Wie ihr in unserem <a href=\u201chttp:\/\/www.planetswitch.de\/artikel\/9-hardware-nintendo-switch-im-trauten-heim-unsere-ersteindruecke\/seite1.html\u201c>Switch-Handson<\/a> schon lesen konntet, hat Nintendo nicht nur die G\u00fcte besessen, das neue <i>The Legend of Zelda: Breath of the Wild<\/i> in unser Paket zu legen, auch eine zweite Spieleh\u00fclle versteckte sich unterm F\u00fcllmaterial. Als ich die H\u00fclle umdrehte, sprang mir der dicke Schriftzug \u201e<b>Just Dance 2017<\/b>\u201c in Auge. \u201eOh weh\u2026\u201c &#8211; so oder so \u00e4hnlich waren wohl meine ersten Gedanken in diesem schicksalhaften Moment, gefolgt von einem: \u201eUnd das musst du jetzt testen\u2026\u201c. Aber man ist ja weltoffen und gibt dem Ganzen doch mal eine Chance. Schlie\u00dflich hatte ich in der Vergangenheit mit Spielen wie <i>Donkey Konga<\/i>, <i>Sing Star<\/i> oder <i>Guitar Hero<\/i> durchaus jede Menge Spa\u00df. Als Vorzeigebewegungsmuffel r\u00fcckte ich also eher widerwillig die Couch sowie den Tisch beiseite und schwang ein wenig das \u201eTanzbein\u201c. Was dabei herum kam, lest ihr im folgenden Test. Viel Spa\u00df!<\/p>\n<p><b>Startschwierigkeiten en masse<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72817.jpg\" alt=\"Bild 72817\" style=\"float: right;\">Wobei die Bezeichnung \u201eTanzbein\u201c eher unzutreffend ist. Passender w\u00e4re da eher \u201eTanzarm\u201c. Wie schon auf der Wii schwingt man haupts\u00e4chlich den rechten Arm. Ob man dazu den Rest des K\u00f6rpers bewegt, bleibt dem Spieler selbst \u00fcberlassen. Oftmals gibt man aber passend zum Rhythmus unweigerlich seltsame Bewegungen von sich, was bei mir in einer Art stetiger Kniebeugen endete. Wer sich das nun witzig vorstellt, dem kann ich dies best\u00e4tigen, denn es sah auch in der Praxis d\u00e4mlich aus. Doch die K\u00f6rperbewegungen sind nur nettes Beiwerk, erkannt werden die Tanzmoves n\u00e4mlich ausschlie\u00dflich \u00fcber die Beschleunigungs- und Gyrosensoren der Joy-Cons. Im ersten Hands-On vom Kollegen Nicola wurde die Move-Erkennung noch als \u201enahezu perfekt\u201c beschrieben. Das kann ich leider so nicht best\u00e4tigen, doch dazu sp\u00e4ter mehr im Technik-Abteil.<\/p>\n<p>Anfangs lag das wahrscheinlich eher an meiner Unbeholfenheit in den ersten Spielminuten, wenn nicht gar Stunden. Bis auf eine anf\u00e4ngliche Einblendung zur Joy-Con-Haltung erkl\u00e4rt einem das Spiel n\u00e4mlich \u00fcberhaupt nichts, was etwas schade ist. Vor allem da es sich hierbei um einen Start-Titel handelt und noch nicht allen Switch-Nutzern zu 100 Prozent klar ist, wie das Steuerungskonzept funktioniert. So musste ich also erst einmal eine Weile herumfrimeln, um herauszufinden, dass man die Joy-Cons ausschlie\u00dflich in die rechte Hand nehmen soll. Ein Optionsmen\u00fc, etwa um einen Linksh\u00e4ndermodus einzustellen, gibt es nicht. Dabei m\u00fcsste man nicht einmal gesonderte Choreographien oder Dancemoves aufzeichnen, sondern lediglich das vorhandene Kontingent f\u00fcr Linksh\u00e4nder spiegeln. Das w\u00fcrde n\u00e4mlich auch ein Problem l\u00f6sen, das sich in der Form der Joy-Cons begr\u00fcndet. Ein Joy-Con ist nat\u00fcrlich f\u00fcr die rechte Hand gedacht und liegt dementsprechend mit der Schiene f\u00fcr die Handgelenkschlaufe sicher in der Hand. Unbequemer wird es allerdings beim Joy-Con f\u00fcr die linke Hand. Der liegt dann n\u00e4mlich eher unergonomisch in der Hand. <\/p>\n<p><b>Halt, nicht so schnell!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72820.jpg\" alt=\"Bild 72820\" style=\"float: left;\">Auch trat bei mir das Problem auf, dass ich zuvor noch <i>Zelda<\/i> gespielt hatte und die Cons dementsprechend noch im Grip eingerastet waren. Es wurden beim Start von <\/i>Just Dance <\/i> ergo beide Controller als Spieler 1 und Spieler 2 registriert. Nichtsahnend startete ich also einen Song und wunderte mich warum ich nicht komplett allein war. Beim Start des Songs wurde mir n\u00e4mlich ein nicht existenter Partner zugedacht und der Controller vibrierte beim Songstart auf dem Tisch liegend munter vor sich hin. Au\u00dferdem war der linke Joy-Con, also der f\u00fcr die rechte Hand unbequeme, noch als Hauptcontroller registriert. Doch das lie\u00df sich bequem \u00fcber das Home-Men\u00fc der Nintendo Switch l\u00f6sen. Schnell den rechten Controller neu zugewiesen, dann blieb der andere Joy-Con auch direkt aus und ich konnte endlich bequemer spielen. Bei all diesen technischen H\u00fcrden w\u00e4re zumindest eine kleine Einweisung oder eine elektronische Bedienungsanleitung echt eine Hilfe gewesen. Das alles sind jedoch nur Abz\u00fcge in der B-Note.<\/p>\n<p>So viel zu den fehlenden Hilfestellungen f\u00fcr Anf\u00e4nger, weiter ging es anschlie\u00dfend beim eigentlichen \u201eTanzen\u201c. Hier machten sich auch einige H\u00fcrden bemerkbar, was dann allerdings nicht mehr nur am System lag, sondern auch am tanzenden Tester. Unbegabte d\u00fcrften es anfangs n\u00e4mlich recht schwer haben, in den \u00fcber 40 neuen Songs mit den schematisch dargestellten Vort\u00e4nzern auf dem Bildschirm Schritt zu halten. Mit der Zeit jedoch gelang es mir sogar halbwegs gut, mit den Vort\u00e4nzern mitzuhalten, nat\u00fcrlich h\u00e4ngt das aber auch stark vom Lied ab. Auch die Reiz\u00fcberflutung legt sich mit der Zeit: So lernt man irgendwann, sich auf die Hand des T\u00e4nzers zu fokussieren und gelegentlich auf die unten rechts eingeblendeten Tanzbewegungen zu schauen. So wurden aus Fails und \u201eOKs\u201c dann irgendwann auch viele \u201ePerfekts\u201c. Trotz anf\u00e4nglicher Schwierigkeiten k\u00f6nnen also auch Einsteiger und Bewegungsmuffel durchaus ihren Spa\u00df haben. Mit Freunden zusammen gibt es zudem noch das gewisse Etwas, doch muss man aufpassen, sich bei den teils wilden Bewegungsabl\u00e4ufen nicht gegenseitig die K\u00f6pfe einzuschlagen.<\/p>\n<p><b>Die Modi-Auswahl<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72818.jpg\" alt=\"Bild 72818\" style=\"float: right;\">An Spielmodi mangelt es dem Spiel gewiss nicht. Im regul\u00e4ren Just Dance-Modus spielt man ganz normale Titel allein oder mit Spielpartnern und versucht dabei, die h\u00f6chstm\u00f6gliche Wertung zu erzielen. Der Modus \u201eDance Quest\u201c hingegen fasst diverse Mixes aus stets drei Songs eines bestimmten Themas zusammen. Pro getanzten Titel erh\u00e4lt man eine Wertung \u00e1 la <i>Mario Kart<\/i> und landet man am Ende auf dem Treppchen, gibt es dem Schwierigkeitsgrad entsprechend zur Belohnung einen Pokal. Au\u00dferdem spielt man so nach und nach neue Dance Quests frei. Etwas sportlicher orientiert ist der Modus \u201eSweat + Playlist\u201c, in der man sich in eigens erstellten oder frei mischbaren Playlists von drei, sechs oder zehn Tracks versucht. Der Clou: Jeder Titel hat, je nach Anspruch, einen gewissen Kalorienwert, den man bei fachgerechter Ausf\u00fchrung verbrennt. Wissenschaftliche Genauigkeit darf man dabei nat\u00fcrlich nicht erwarten, einen gewissen motivierenden Faktor m\u00f6chte ich dem Ganzen aber nicht absprechen. F\u00fcr den Einzelt\u00e4nzer hingegen eignet sich der neue Spielmodus \u201eJust Dance Machine\u201c. Dort verirren sich zwei Aliens mit ihrem UFO auf unserem Planeten Erde und brauchen neuen Saft, um wieder nach Hause fliegen zu k\u00f6nnen. Was macht man also? Klar, man entf\u00fchrt ein paar Menschen und l\u00e4sst sie tanzen. In den eher k\u00fcrzeren, daf\u00fcr aber sehr vielseitigen Tanzeinlagen erzeugt man so wertvolle Tanzenergie, welche am Ende ins Bordsystem eingespeist wird.<\/p>\n<p>Weiterhin gibt es noch einige Online-Modi, die wir aber dank noch inaktiven Online-Diensten der Switch nicht testen konnten. Dort warten zum Beispiel \u00fcber 200 weitere Songs, die \u00fcber den Just Dance Unlimited-Dienst gespielt werden. Allerdings wird daf\u00fcr ein kostenpflichtiges Abo n\u00f6tig, man darf jedoch eine Weile kostenlos testen. Au\u00dferdem kann man sich in anderen Modi Performances anderer Spieler ansehen oder sogar zusammen mit dem Rest der Welt tanzen. Ferner verspricht der Hersteller, ganzj\u00e4hrig neue Inhalte f\u00fcr die meisten Spielmodi bereitzustellen. Ob das nun aber im Rahmen von Unlimited geschieht oder kostenfrei verf\u00fcgbar gemacht wird, kann ich leider nicht mit Gewissheit sagen.<\/p>\n<p><b>Technik: Kunterbunter Dancefloor mit netten Extras<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72819.jpg\" alt=\"Bild 72819\" style=\"float: left;\">Kommen wir zum Herzst\u00fcck eines solch bewegungsintensiven Spiels: der Steuerung. Im Gegensatz zu den anderen Versionen f\u00fcr PlayStation- oder Xbox-Systeme basiert die Switch-Version nicht auf Kameratechniken wie Kinect oder Playstation Move. Stattdessen l\u00e4uft die gesamte Bewegungserkennung \u00fcber die in den Joy-Cons eingebauten Sensoren ab. Diese erkennen Parameter wie Neigung, Drehung, Geschwindigkeit und viele mehr. Das klappt zumeist sehr gut, wohl aber nicht perfekt. Teilweise machten ich und meine Koop-Aushilfe n\u00e4mlich haargenau die angezeigten Bewegungen nach, wurden aber mit einem dicken X oder einem \u201egut\u201c abgestraft. Auch das Gegenteil kommt \u00f6fters vor: So fuchtelten wir oft aufgrund von Reiz\u00fcberflutung nur wild herum, sahnten jedoch ein \u201ePerfekt\u201c nach dem anderen ab. Die meiste Zeit \u00fcber hat man aber dennoch das Gef\u00fchl, dass alles recht gut bei der Hardware ankommt. Somit tun die kleineren Patzer in der Erkennung dem Spielspa\u00df keinen Abbruch. Auch die Steuerung in den Men\u00fcs k\u00f6nnte eing\u00e4ngiger nicht sein, da man den Joy-Con senkrecht mit zum K\u00f6rper gerichteten Schultertasten h\u00e4lt. Per Analogstick man\u00f6vriert man sich durch die Men\u00fcs, best\u00e4tigt mit A, und geht mit B ein Men\u00fc zur\u00fcck. Das ist analog dazu auch alles auf dem Joy-Con mit den Richtungstasten m\u00f6glich, die Bildschirmbeschriftung wird dazu dann sogar angepasst. Alternativ darf man mit der passenden App f\u00fcr iOS und Android sogar sein Smartphone als Controller hernehmen, sollten doch mal die Joy-Cons ausgehen. Immerhin d\u00fcrfen lokal bis zu sechs Personen gleichzeitig tanzen, wie auch immer das platztechnisch realisierbar sein soll\u2026<\/p>\n<p>Die Optik ist bei einem solchen Spiel sicher nicht der Fokus. Dennoch macht sich <i>Just Dance<\/i> das Motto \u201eParty-Fever\u201c zur Aufgabe und gl\u00e4nzt mit allerlei bunten Effekten. Die schemenhaften Gestalten, welche die Dance-Moves vorgeben, werden dabei in allerlei witzige Kost\u00fcme gesteckt und die Bewegungen stammen von echten T\u00e4nzern. Ringsherum sieht man allerlei Effekte und Szenarien, die sich nat\u00fcrlich je nach Lied unterscheiden damit einem nicht langweilig wird. Am unteren Bildschirmrand werden sogar (optional) die Liedtexte und bevorstehende <s>Noten<\/s> Tanzbewegungen angezeigt. Letztere d\u00fcrften Anf\u00e4nger etwas \u00fcberfordern, im Laufe der Zeit lernt man diese Hilfestellung jedoch zu sch\u00e4tzen. Aber auch in den Men\u00fcs ist alles am Blinken und Glitzern, und das sogar passend zur Vorschau des jeweiligen Liedes. Vorbildlich!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/72821.jpg\" alt=\"Bild 72821\" style=\"float: right;\">Zum Sound hingegen muss man wohl nicht allzu viele Worte verlieren, immerhin haben wir es hier mit einem waschechten Veteranen unter den Musikspielen zu tun, der in der x-ten Iteration sogar noch f\u00fcr die gute, alte Wii ver\u00f6ffentlicht wurde. Wie f\u00fcr die Reihe typisch bekommt man hier eine fetzige Auswahl an Klassikern wie \u201eSeptember\u201c (gab es auch in <i>Donkey Konga<\/i>) oder Queens-Evergreen \u201eDon\u2019t stop me now\u201c, aber auch neuere Titel wie Justin Biebers \u201eSorry\u201c oder der Chart-Hit \u201eLean On\u201c sind mit am Start. Insgesamt gibt es also einen guten Mix, bei dem f\u00fcr jedermann etwas dabei sein sollte. Auch muss man positiv anmerken, dass die Ohrwurmdichte bei den zirka 40 Songs erstaunlich hoch ist. W\u00e4hrend des Spielens ist man zudem stets hervorragend unterhalten und bei hoher Lautst\u00e4rke macht das Spektakel gleich doppelt Laune.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ihr in unserem Switch-Handson schon lesen konntet, hat Nintendo nicht nur die G\u00fcte besessen, das neue The Legend of Zelda: Breath of the Wild in unser Paket zu legen, auch eine zweite Spieleh\u00fclle versteckte sich unterm F\u00fcllmaterial. 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