{"id":187,"date":"2018-06-18T12:00:33","date_gmt":"2018-06-18T12:00:33","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=187","title":{"rendered":"Fortnite"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/79861.jpg\" alt=\"Bild 79861\" style=\"float: right;\">Auf der Liste der schlechtestgeh\u00fcteten Geheimnisse findet sich die Switch-Version von <b>Fortnite<\/B> relativ weit oben. Nach diversen Hinweisen war die E3-\u00dcberraschung jedenfalls nicht mehr ganz so gro\u00df. Trotzdem will dieses Ph\u00e4nomen, das sich gerade mit seinem zweiten Spielmodus im Windschatten von <i>PlayerUnknown&#8217;s Battlegrounds<\/i> direkt an die Spitze katapultiert hat, nicht untersch\u00e4tzt werden. Auf der Switch gibt es \u00fcbrigens auch nur besagten, kostenlos spielbaren Modus mit dem schmissigen Untertitel <i>Battle Royale<\/i>. Und auch wenn der Titel bei der Portierung auf Nintendos neueste Maschine einige Federn lassen musste, konnte ich ihm auch in diesem Zustand eine gewisse Sogwirkung nicht aberkennen.<\/p>\n<p><b>Willkommen im Chaos<\/b><br \/>\nF\u00fcr alle Neulinge im Battle-Royale-Genre ein Kurzabriss des generellen Spielkonzepts: Bis zu 100 Spieler st\u00fcrzen sich aus der Luft auf eine \u00fcberschaubare Insel, um sich nach der Landung so lange zu bek\u00e4mpfen, bis nur noch eine Person oder Gruppe steht. Damit die Teilnehmer sich nicht ewig an den selben Orten verstecken und die Partien unn\u00f6tig lang hinausz\u00f6gern, wird in regelm\u00e4\u00dfigen Intervallen die Spielfl\u00e4che verkleinert \u2013 h\u00e4lt man sich danach au\u00dferhalb des sicheren Bereichs auf, nimmt man kontinuierlich Schaden, bis man ausgeschaltet ist. Zu Beginn ist \u00fcbrigens jeder nur mit einer Spitzhacke ausgestattet, die sich zum Einrei\u00dfen von Strukturen oder f\u00fcr den Nahkampf nutzen l\u00e4sst. Das gesamte Kampfgebiet bietet jedoch eine Vielzahl von zuf\u00e4llig verteilten Waffen, die teils offen ausliegen, teils aber auch erst in goldfarben schimmernden Kisten auf findige Schatzsucher warten. Je nachdem, wieviel Gl\u00fcck ihr beim Beutezug habt, werden die folgenden Feuergefechte nat\u00fcrlich einfacher. Ihr k\u00f6nnt aber auch das Inventar besiegter Gegner mitgehen lassen, falls ihr unter den heraussprudelnden Objekten etwas findet, was deutlich besser als eure Ausr\u00fcstung sein sollte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/79859.jpg\" alt=\"Bild 79859\" style=\"float: left;\">Klingt simpel und ist es irgendwo auch, kann f\u00fcr komplette Neueinsteiger zu Beginn jedoch erst einmal \u00fcberw\u00e4ltigend sein. Ohne jegliche Ahnung in Bezug auf Terrain, Waffenbeschaffung und Sinn und Zweck der Aufbau-Mechanik tastet man sich eingangs noch eher vorsichtig heran und wird wahrscheinlich eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter das Zeitliche segnen \u2013 gerade wenn man sich solo in den \u00dcberlebenskampf st\u00fcrzt. Richtige Einf\u00fchrungen ins Spielprinzip gibt es leider keine, diesen anf\u00e4nglichen Frust muss man also erst einmal \u00fcberstehen. Mit jeder fortw\u00e4hrenden Partie legte sich diese Unsicherheit bei mir aber. Schnell waren potenzielle Verstecke f\u00fcr gute Ausr\u00fcstung ausgelotet, man nimmt sich zu Beginn eines jeden Matches konkrete Ziele vor und schaut, dass man m\u00f6glichst lange am Leben bleibt. Nat\u00fcrlich kann man sich wie gef\u00fchlt ein Gro\u00dfteil der Spieler ziemlich fr\u00fch aus dem Luftschiff-Bus st\u00fcrzen und direkt Teil einer gro\u00dfen Schlacht sein, doch gerade als Anf\u00e4nger ist es keine schlechte Idee, stattdessen eher einen sp\u00e4teren Absprungpunkt zu nutzen und an einem abgelegenen Ort anzufangen, wo man zun\u00e4chst seine Ruhe hat. So oder so: Action-Junkies und Schleich-Freunde bekommen hier gleicherma\u00dfen ihren Adrenalin-Sto\u00df.<\/p>\n<p><b>Stetiger Fortschritt<\/b><br \/>\nSpannend wird es so richtig, wenn sich der t\u00f6dliche Sturm ank\u00fcndigt und die Spielfl\u00e4che auf ein kreisrundes, immer kleiner werdendes Gebiet begrenzt. Dann muss abgew\u00e4gt werden, ob man vorsichtig voranschreitet und Konfrontationen vermeidet, vielleicht noch einige Orte um ihre Habe erleichtert oder doch einen riskanten Sprint \u00fcber weit offene Fl\u00e4chen wagt. Je nach exaktem Matchverlauf k\u00f6nnen die Partien aber auch schon mal \u00f6de werden. Wenn man sich beispielsweise zuf\u00e4lligerweise direkt in eine gute Startposition bringt und dort bis zum finalen Showdown still und leise verharrt, nur um nicht zu fr\u00fch das Zeitliche zu segnen. Oder weil die \u00dcberlebenden im Akkord Deckungen oder kleine Festungen aufbauen, was alles furchtbar hinausz\u00f6gern kann. F\u00fcr Abwechslung in diesem Battle-Royale-Alltag sorgen \u00fcbrigens rotierende Bonus-Modi. Zum Testzeitpunkt waren dies Standard-Matches, die allein auf Scharfsch\u00fctzen-Waffen beschr\u00e4nkt sind, sowie ein gro\u00dfer 50-gegen-50-Team-Modus, der als deutlich stressfreiere und angenehmere \u00dcbungsrunde dient \u2013 zumal die Landezonen der beiden Gruppen strikt aufgeteilt sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/79860.jpg\" alt=\"Bild 79860\" style=\"float: right;\">Klingt soweit ja eigentlich ziemlich gut und spannend, doch da <i>Fortnite<\/i> kostenlos spielbar ist, gibt es nat\u00fcrlich auch den ein oder anderen Haken. So erh\u00f6ht ihr zwar je nach eurer Leistung im Kampf euren rein kosmetischen Spielerlevel und sammelt Abzeichen f\u00fcr eine als Battle Pass bezeichnete Punktekarte, ohne monet\u00e4re Investition habt ihr jedoch nur sehr wenig davon. Die immerhin rein kosmetischen Objekte wie Klamotten, Emotes und Bannersymbole gibt es f\u00fcr zahlungsunwillige Zocker nur alle paar Pass-Stufen und in der momentanen Saison nach Stufe 54 von 100 sogar gar nicht mehr. Wer mehr haben m\u00f6chte, muss also unbedingt den rund 10 Euro kostenden Premium-Battle-Pass erwerben, der aber auch nur f\u00fcr die momentan laufende Saison g\u00fcltig ist. Den enormen Unterschied zwischen dem Free Pass und dem Premium-Gegenst\u00fcck reibt euch <I>Fortnite<\/i> zudem in der \u00dcbersicht immer wieder gen\u00fcsslich unter die Nase. Immerhin behaltet ihr auch nach Saison-Ende alle Dinge, die freigeschaltet habt. Das sorgt leider daf\u00fcr, dass man als reiner Kostenlos-Zocker nie so wirklich ein Gef\u00fchl des Fortschritts wahrnimmt, weil man schlichtweg nichts nennenswertes freischaltet. Und das kann leider ziemlich auf die Motivation dr\u00fccken.<\/p>\n<p><b>Spielbar mit technischen Einbu\u00dfen<\/b><br \/>\nIst denn <i>Fortnite<\/i> zumindest in technischer Hinsicht gelungen? Jein. Auf der einen Seite l\u00e4uft es erstaunlich stabil, solange man sich nicht in die oben erw\u00e4hnten Massenschlachten am fr\u00fchestm\u00f6glichen Absprungpunkt st\u00fcrzt \u2013 bei diesem Spieleandrang geht die Framerate gnadenlos in die Knie. Abseits davon bleibt sie aber zumindest gef\u00fchlt stabil in einem 30-FPS-nahen Bereich, wenn auch auf Kosten der Grafikdetails und Kantengl\u00e4ttung. Objekte in der Ferne ploppen gerne mal f\u00f6rmlich ins Bild und ihr k\u00f6nnt dem Gras wortw\u00f6rtlich beim Wachsen zusehen, w\u00e4hrend ihr euch fortbewegt. Der cartoonhafte Stil sorgt aber daf\u00fcr, dass <i>Fortnite<\/i> immer noch einen ansprechenden Eindruck macht. Ein ganz gro\u00dfes Plus: Die Switch-Version unterst\u00fctzt tats\u00e4chlich eingebauten Sprach-Chat ohne irgendwelche Smartphone-Umwege. Ihr m\u00fcsst euer Headset lediglich in die Kopfh\u00f6rer-Klinke einstecken und schon steht der Kommunikation im Team nichts im Wege! Im Testlauf mit Kollege Basti waren wir dabei auch \u00fcber die gute Qualit\u00e4t der Audio-\u00dcbertragung erstaunt, auch wenn wir uns f\u00fcr leisere Mikrofone einen Boost gew\u00fcnscht h\u00e4tten. Eine kleine Warnung \u00fcbrigens f\u00fcr Leute, die den zum Spielen n\u00f6tigen Epic-Account auf anderen Plattformen nutzen: Zwar unterst\u00fctzt die Switch-Version l\u00f6blicherweise Crossplay, die PS4-Fassung tut dies jedoch nicht. Das bedeutet, dass nach momentanem Stand Epic-Konten, die an einem PlayStation-Account h\u00e4ngen, nicht auf der Switch genutzt werden k\u00f6nnen \u2013 womit auch alle dort freigeschalteten Dinge nicht verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Nvxw-iF4FOE\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Liste der schlechtestgeh\u00fcteten Geheimnisse findet sich die Switch-Version von Fortnite relativ weit oben. Nach diversen Hinweisen war die E3-\u00dcberraschung jedenfalls nicht mehr ganz so gro\u00df. Trotzdem will dieses Ph\u00e4nomen, das sich gerade mit seinem zweiten Spielmodus im Windschatten von PlayerUnknown&#8217;s Battlegrounds direkt an die Spitze katapultiert hat, nicht untersch\u00e4tzt werden. 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