{"id":171,"date":"2018-04-29T17:35:07","date_gmt":"2018-04-29T17:35:07","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=171","title":{"rendered":"Layers of Fear: Legacy"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man an Nintendos neuestes System denkt, kommen einem am ehesten unglaublich bunte und spa\u00dfige Spiele in den Sinn \u2013 gerade mit den von Nintendo selbst vertriebenen Titel wie <i>Super Mario Odyssey<\/I> und <i>The Legend of Zelda: Breath of the Wild<\/I>. Aber es geht auch absolut d\u00fcster, denn mit <B>Layers of Fear: Legacy<\/B> ist ein Horror-Spiel auf die Konsole gekommen. Nachdem es sich bereits auf fast allen anderen Systemen zu beweisen versucht hat, ist es damit auch auf dem Hybriden angekommen, was nat\u00fcrlich die Frage aufwirft, ob ich mich auch auf dem Handheld so richtig gruseln kann. Um dies beantworten zu k\u00f6nnen, habe ich mich mal richtig k\u00fcnstlerisch austoben m\u00fcssen.<\/p>\n<p><B>Ein richtiger Picasso<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78359.jpg\" alt=\"Bild 78359\" style=\"float: right;\">In dem Spiel geht es um einen K\u00fcnstler, der sich in seinem Haus wiederfindet. Warum? So viel verr\u00e4t <i>Layers of Fear<\/i> erstmal gar nicht, denn genau dies herauszufinden ist in gewisser Weise das Ziel. Das Problem hierbei ist allerdings bereits, dass es dabei alles andere als subtil ist und man kein Raketenwissenschaftler zu sein braucht, um nach sp\u00e4testens einer halben Stunde das Mysterium gel\u00f6st zu haben. Der Rest des Spiels besch\u00e4ftigt sich dann mit Nuancen, einzelnen Geschehnissen und \u00e4hnlichem, um die Geschichte weiter auszubauen. W\u00e4hrend es hierbei in den anf\u00e4nglichen Stadien noch sehr subtil ist, reibt einem die Erz\u00e4hlung mit der Zeit leider fast schon ins Gesicht was passiert ist \u2013 was etwas schade ist, da die eigene Vorstellungskraft f\u00fcr solche Geschichten eigentlich wesentlich wichtiger ist. Au\u00dferdem zieht sich alles dadurch beachtlich in die L\u00e4nge, was so nicht h\u00e4tte sein m\u00fcssen. Einzige Rettung hierbei ist der enthaltene Inheritance-DLC, der genau diese Erz\u00e4hlung besser aufgreift, verk\u00fcrzt darstellt und aus einer wesentlich interessanteren Blickrichtung pr\u00e4sentiert, als es das Hauptspiel tut.<\/p>\n<p><B>Der wahre Horror<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78360.jpg\" alt=\"Bild 78360\" style=\"float: left;\">Das gesamte Spielgeschehen wird aus der Ego-Ansicht pr\u00e4sentiert und l\u00e4sst einem alle Orte recht frei erkunden. Hierbei ist es einem m\u00f6glich, Schr\u00e4nke zu \u00f6ffnen, bestimmte Gegenst\u00e4nde aufzusammeln und, wenn es so vorgesehen ist, auch mit anderen Sachen zu interagieren. Mit dem Verlauf des Spiels wird einem allerdings sehr schnell auffallen, dass die Entwickler sich nicht die M\u00fche gemacht haben, unfassbar viele R\u00e4ume oder auch Objekte zu erstellen. Man \u00f6ffnet immer wieder gleich aussehenden Schr\u00e4nke, Kommoden oder \u00e4hnliches, die sich nur in Nuancen unterscheiden \u2013 damit ist der Inhalt gemeint. Obwohl sie n\u00e4mlich meist identisch aussehen, kann es sich doch mal lohnen sie zu \u00f6ffnen, um einen der Sammelgegenst\u00e4nde zu finden. Diese sind absolut optional und tragen lediglich zum weiteren Aufbau der Geschichte bei. Wenn man also m\u00f6chte, k\u00f6nnte man einfach durch das Spiel \u201erennen\u201c. Das liegt auch daran, dass der eigentliche Spieldurchlauf vielleicht gerade einmal zwei R\u00e4tsel hat, die zum Voranschreiten notwendig sind. Alle anderen sind optional und dienen lediglich dem Auffinden von weiteren Gegenst\u00e4nden. Zudem kommt die Tatsache, dass <i>Layers of Fear<\/i> den Spieler quasi vorw\u00e4rts dr\u00e4ngt. Die T\u00fcr hinter einem verschlie\u00dft sich fast immer, was die n\u00e4chste T\u00fcr als einzige Option darstellt und diese f\u00fchrt dann auch noch genau dort hin, wo man als n\u00e4chstes hin soll. Man geht dementsprechend eigentlich das gesamte Spiel \u00fcber einfach nur \u201evorw\u00e4rts\u201c, mit wenigen Ausnahmen in denen man mal zur\u00fcckgehen soll.<\/p>\n<p>Da man es hier allerdings mit einem Horror-Titel zu tun hat, wei\u00df das Spiel schon selbst, den Spieler ein wenig zu drosseln. Und hierbei bedient es sich allen Grusel-Elementen, die man sich vorstellen kann. Jump-Scares, musikalische Einstimmungen, Fake-Outs, verst\u00f6rende Bildern etc. All dies wird recht liberal verwendet und schafft somit eine angemessene Atmosph\u00e4re f\u00fcr ein Horror-Spiel. Jedoch gibt es hier ein Problem, das ich vermutlich pers\u00f6nlich mehr sehe, als es eigentlich ein richtiges darstellt: Es besteht absolut keine Gefahr. Das gesamte Spiel ist auf dieser Atmosph\u00e4re und der damit verbundenen \u201eungesehenen Gefahr\u201c aufgebaut. Man merkt aber schon sehr schnell, dass diese Gefahr gar nicht existiert, wodurch die Atmosph\u00e4re f\u00fcr mich hinf\u00e4llig war. Ich brauche mich nicht vor etwas gruseln, was mir nichts antun kann. Damit war der \u201eHorror-Faktor\u201c f\u00fcr mich leider gegessen. Auch diese Tatsache verst\u00e4rkt die M\u00f6glichkeit, einfach durch das Spiel zu laufen. Daf\u00fcr machte es das sehr eingeschr\u00e4nkte Erkunden um so leichter.<\/p>\n<p><B>Technik<\/B><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78361.jpg\" alt=\"Bild 78361\" style=\"float: right;\">Die grafische Darstellung ist gr\u00f6\u00dftenteils zweckm\u00e4\u00dfig. Sie sieht nicht sonderlich h\u00fcbsch aus, aber auch nicht schlecht. Nur wird, wie vorher bereits angemerkt, alles hunderte Male erneut verwendet, seien es Bilder, St\u00fchle oder ganze R\u00e4ume. Ein gro\u00dfes Problem stellt allerdings die Helligkeit des Spiels dar. Ich selbst habe diese \u00fcber dem angedachten Wert behalten (man bekommt eine Empfehlung in dieser Hinsicht), wodurch es eigentlich recht hell sein sollte. Aber: Ich konnte schon so alles nur schemenhaft erkennen. Vielleicht war es so gedacht, aber ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, da ein Minimum an Sichtbarkeit auch f\u00fcr einen Horror-Titel ein Muss ist. Was die auditive Pr\u00e4sentation angeht kann ich mich allerdings nicht beschweren. Der Einsatz von Musik wird hier f\u00fcr ein Horror-Spiel angemessen genutzt, was zu geschickten Spannungsaufbauten f\u00fchren k\u00f6nnte. Gleicherma\u00dfen bleibt die Musik auch an passenden Stellen einfach weg, um der Atmosph\u00e4re mehr Platz zu lassen.<\/p>\n<p>Zwei Sachen muss ich hier allerdings noch anmerken: W\u00e4hrend meines Spieldurchgangs ist es mir einmal komplett abgest\u00fcrtzt und einmal wiederholten sich die Flure einfach st\u00e4ndig, ohne die M\u00f6glichkeit zu bieten, jedweden Fortschritt zu erreichen. Beides hatte sich nicht als gro\u00dfes Problem dargestellt, da das Spiel gute automatisierte Speicherpunkte setzt und im Fall der nimmerendenden Flure ein Neuladen meines Spielstandes den Fehler behoben hat, aber passieren sollte so etwas trotzdem eigentlich nicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man an Nintendos neuestes System denkt, kommen einem am ehesten unglaublich bunte und spa\u00dfige Spiele in den Sinn \u2013 gerade mit den von Nintendo selbst vertriebenen Titel wie Super Mario Odyssey und The Legend of Zelda: Breath of the Wild. 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