{"id":167,"date":"2018-03-29T10:00:08","date_gmt":"2018-03-29T10:00:08","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=167","title":{"rendered":"Penny-Punching Princess"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/79293.jpg\" alt=\"Bild 79293\" style=\"float: right;\">Was kommt dabei raus, wenn man das Konzept einer kapitalistischen Gesellschaft komplett auf die Spitze treibt? Wenn selbst physikalische Kampfkraft bedeutungslos im Angesicht des schn\u00f6den Mammons ist? Dann landet man in der Welt von <b>Penny-Punching Princess<\/b>, in der sich alles um Zaster, Kohle, Asche, Moneten \u2013 kurzum: Geld \u2013 dreht. Sicherlich ein Gimmick, an dem sich ein gewisser raffgieriger, zackenb\u00e4rtiger Ganove aus dem Haus von Mario erfreuen k\u00f6nnte, doch die Protagonistin dieses Spiels ist ein klein wenig adeliger. Und deutlich spendabler. Denn was bringt schon all der Reichtum, wenn man schlussendlich auf ihm herumsitzt? Eben. Ob die Rechnung f\u00fcr ein gutes Action-Spiel auch aufgeht, verrate ich euch in diesem Test.<\/p>\n<p><b>Geld regiert die Welt!<\/b><br \/>\nN\u00e4chste Frage: Wer h\u00e4tte in der eingangs beschriebenen Welt vermutlich die gr\u00f6\u00dfte (Kauf-)Kraft? Richtig, ein ruchloses Kreditinstitut! Bei all den astronomischen Zinsen kommt schlie\u00dflich einiges an Schotter zusammen. Die Kredithaie von Dragoloan geh\u00f6ren dabei zu der \u00fcbelsten Sorte und haben erst k\u00fczrlich die titelgebende Prinzessin an den Rand des Ruins getrieben. Die Eltern weilen nicht mehr unter den Lebenden, das einstige K\u00f6nigreich wurde verpf\u00e4ndet. Doch sie gibt sich nicht geschlagen und macht sich mit ihrem treuen Buttler, dem Hirschk\u00e4fer Sebastian, auf, um sich an den Dragoloans zu r\u00e4chen \u2013 stilecht mit einem Taschenrechner bewaffnet, versteht sich. Die simple Geschichte ist dabei eindeutig auf Humor getrimmt und sorgt mit ihren schr\u00e4gen Dialogen f\u00fcr einige Schmunzler und Lacher. Englischkenntnisse sind mangels deutscher \u00dcbersetzung allerdings Pflicht und der geschriebene Akzent \u2013 Sprachausgabe gibt es nur, wenn der Erz\u00e4hler sich einmischt \u2013 macht das Verfolgen der Dialoge f\u00fcr Spracheinsteiger auch nicht sonderlich leicht. Seid in dieser Hinsicht also zumindest vorgewarnt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/79289.jpg\" alt=\"Bild 79289\" style=\"float: left;\">Auch wenn das Recht des Reichsten hier definitiv \u00fcber dem Recht des St\u00e4rksten liegt, bedeutet dies nat\u00fcrlich nicht, dass die werte Prinzessin nicht schlagkr\u00e4ftig austeilen kann. Auf eurem Weg durch die recht linearen Level kloppt ihr mit einfachen Kombo-Angriffen Gegner weich, um sie entweder direkt ins Jenseits zu schicken oder sie zumindest zu bet\u00e4uben. Letzterer Zustand ist sehr praktisch, um die eigene Brieftasche zu f\u00fcllen: Dann n\u00e4mlich k\u00f6nnt ihr den Gewinn der Kontrahenten im wahrsten Sinne des Wortes aussch\u00fctten \u2013 wahlweise per Touchscreen-Tipperei oder durch R\u00fchren des rechten Analogsticks. Alternativ k\u00f6nnt ihr auch den Taschenrechner z\u00fccken und die H\u00e4scher \u2013 oder sogar einige Umgebungsfallen \u2013 bestechen. Dann verziehen sie sich vom Schlachtfeld und k\u00f6nnen f\u00fcr eine Hand voll Attacken zur Seite gerufen werden. Auch hierf\u00fcr wird prim\u00e4r der Touchscreen herangezogen, wenngleich es eine Tasten-Alternative gibt. Leider konnte ich mich pers\u00f6nlich mit keiner der beiden Varianten vollst\u00e4ndig anfreunden. Gerade bei gr\u00f6\u00dferen Gegnermassen, zu denen <i>Penny-Punching Princess<\/i> schnell \u00fcbergeht, kann das gezielte Herauspicken bestimmter Bestechungsopfer mit der reinen Controller-Konfiguration zur Gl\u00fcckssache werden. Die Touch-Option ist wiederum genauer, aufgrund des Gewichts der Switch an sich jedoch auch ungemein unhandlicher und im TV-Modus ohnehin hinf\u00e4llig. Damit \u00fcbrigens keine Missverst\u00e4ndnisse aufkommen: Die Ber\u00fchrungssteuerung beschr\u00e4nkt sich lediglich auf die Taschenrechner-Eingaben und damit verbundene Elemente. Selbst im Touch-Modus teilt die Prinzessin mit den Aktionstasten Schl\u00e4ge aus.<\/p>\n<p>Die Kunst der Bestechung m\u00f6chte trotzdem gemeistert werden, denn der Schwierigkeitsgrad von <i>Penny-Punching Princess<\/i> zieht erschreckend schnell an. Bereits am Ende des ersten Kapitels kommt man mit planloser Klopperei kaum weiter. Das liegt einerseits an den stetig st\u00e4rkeren Feinden, mit denen man es zu tun kommt, andererseits aber auch an der schieren Masse an Dingen, die man im Auge behalten muss. Zwischen Projektilen, Gegnerwellen und eventuell auch einem Riesenboss mal eine Verschnaufssekunde oder den Moment f\u00fcr einen Bestechungsversuch zu finden, kann gerne mal knifflig werden. Das Spiel l\u00e4sst euch allerdings nicht komplett ohne Hilfestellung zur\u00fcck. So k\u00f6nnen in den Abschnitten gefundene oder in der Basis gezimmerte Zenigami-Statuen in Skillpunkte umgewandelt und so in generelle Wertest\u00e4rkungen investiert werden oder ihr baut neue Ausr\u00fcstung, die euch mit unterschiedlichen F\u00e4higkeiten und Brieftaschen-Limits versorgt. Dummerweise kann dies auch mal zur Folge haben, dass ihr bereits erledigte Level zur Ressourcen-Beschaffung erneut erledigen muss. Denn nur wer \u00fcber die entsprechenden Geldmittel und abgeworbenen Gegner, die nach Schmiergelderhalt in euren Unterschlupf wandern, verf\u00fcgt, kann auch neue R\u00fcstungen oder G\u00f6tterbildnisse erstellen.<\/p>\n<p><b>Geld stinkt nicht \u2013 Ein Zombie hingegen schon<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/79291.jpg\" alt=\"Bild 79291\" style=\"float: right;\">Dass zumindest die Kampfkomponente auch ein gutes St\u00fcck unkomplizierter geht, zeigt der im Handlungsverlauf freischaltbare zweite Charakter Isabella. Die untote Tante der Prinzessin spielt sich sp\u00fcrbar schneller, ist ein wenig schlagkr\u00e4ftiger und b\u00fc\u00dft im Austausch daf\u00fcr etwas Ausdauer ein. Zudem schleppt sie statt eines Taschenrechners lieber explosive Totenk\u00f6pfe mit sich herum, was jedoch nicht bedeutet, dass sie keine Kontrahenten auf ihre Seite ziehen kann. Statt kalter Kalkulation scannt sie schlichtweg aus n\u00e4chster N\u00e4he das Ziel ihres Bestechungsversuches und dr\u00fcckt ihm die Knete direkt in die Hand. Dieser Vorgang l\u00e4uft ungemein flotter als mit dem Rechner und erlaubt sogar das schnelle Schmieren von mehreren Gegnern, ist nat\u00fcrlich aber auch mit einem gewissen N\u00e4herungsrisiko verbunden und pickt bei gr\u00f6\u00dferen Feindesscharen wom\u00f6glich nicht das Monster heraus, das man eigentlich einsacken wollte. Ebenfalls \u00e4rgerlich: Isabella teilt sich die Fertigkeitspunkte mit der Prinzessin, die Verteilung will daher wohl\u00fcberlegt sein. Immerhin gibt euch <i>Penny-Punching Princess<\/i> jederzeit die M\u00f6glichkeit, die Skillpunkte zur\u00fcckzufordern und eure Heldinnen neu auszustatten.<\/p>\n<p><b>Sparma\u00dfnahmen bei der Umgebung<\/b><br \/>\nEine alte Weisheit besagt: Wer viel Geld haben m\u00f6chte, sollte m\u00f6glichst wenig ausgeben. Getreu dieses Leitsatzes hat die Dragoloan-Gesellschaft wohl bei der Landschaftsgestaltung gespart, denn die simplen Areale wirken allesamt ziemlich gleichstr\u00f6mig. Klar gibt es ein paar gebietsspezifische Farbanpassungen \u2013 die Feuer-Insel gibt sich etwa in kr\u00e4ftigen Rott\u00f6nen und die Eish\u00f6hlen erstrahlen in kaltem Blau. Die Versatzst\u00fccke der Dungeons werden jedoch gnadenlos wiederverwertet, sodass ich manchmal schw\u00f6ren k\u00f6nnte, ganze Gebietsteile schon einmal fr\u00fcher im Spiel gesehen zu haben. Trotz neuer Gegner-Aufstellungen und gelegentlicher Fallen w\u00fcnscht man sich auf Dauer doch etwas mehr Abwechslung im Design, zumal einige der Stufen auch ungemein lang ausfallen k\u00f6nnen. Das 60-Minuten-Zeitlimit pro Level wurde jedenfalls nicht ohne Grund so gro\u00dfz\u00fcgig gew\u00e4hlt! Immerhin wissen die Monster- und Figuren-Sprites mit sauberen Animationen zu \u00fcberzeugen. Dies gilt leider nicht f\u00fcr die Framerate, die bei hohem Objektaufkommen \u2013 etwa bei der herzhaften Geldabnahme per Touchkommando \u2013 schon mal in die Knie geht und zu kleineren Rucklern f\u00fchrt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/sDaGuWDXdgo\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was kommt dabei raus, wenn man das Konzept einer kapitalistischen Gesellschaft komplett auf die Spitze treibt? Wenn selbst physikalische Kampfkraft bedeutungslos im Angesicht des schn\u00f6den Mammons ist? Dann landet man in der Welt von Penny-Punching Princess, in der sich alles um Zaster, Kohle, Asche, Moneten \u2013 kurzum: Geld \u2013 dreht. 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