{"id":166,"date":"2018-03-22T12:00:05","date_gmt":"2018-03-22T12:00:05","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=166","title":{"rendered":"Castle of Heart"},"content":{"rendered":"<p>Liebe kann manchmal wirklich schwierig sein. Vor allem wenn die Dame des Herzens entf\u00fchrt und man selbst durch einen Fluch zu Stein wird. Doch von solchen Kleinigkeiten l\u00e4sst sich ein Ritter nicht aufhalten \u2013 nicht solange sein Herz noch schl\u00e4gt! <b>Castle of Heart<\/b> versetzt euch in die Rolle des Mannes in der steinernen R\u00fcstung und m\u00f6chte ein fesselnder 2D-Action-Plattformer mit viel zu entdecken sein. Dass dies nur teilweise gelungen ist, zeige ich euch in diesem Testbericht.<\/p>\n<p><b>Ein steiniger Weg<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78879.jpg\" alt=\"Bild 78879\" style=\"float: left;\">Zun\u00e4chst einmal: Ja, unser Hauptcharakter ist wirklich eine Steinstatue. Gl\u00fccklicherweise hindert der Fluch ihn nicht daran, sich weiterhin zu bewegen, doch die neue Form kommt definitiv mit einem sp\u00fcrbaren Handicap daher. Er br\u00f6ckelt n\u00e4mlich mit der Zeit langsam auseinander \u2013 bei der Rettungsaktion samt Fluchaufhebung ist also Eile geboten! Dank gro\u00dfz\u00fcgig verteilter Checkpoints, die euch beim erstmaligen Passieren mit voller Gesundheit versorgen, sowie der \u00fcberall auffindbaren Energie-Herzen kommt man zwar immer noch gut durch die Abschnitte, gerade zu Beginn sp\u00fcrt man den Druck der tickenden Uhr jedoch deutlich. Da m\u00f6chte manchmal wohl\u00fcberlegt sein, ob man sich wirklich die Zeit zum Erkunden der Areale nimmt oder sich mit einem Pack Banditen herumschl\u00e4gt. Leider bei\u00dft sich das in gewisser Weise dann auch mit den vielen versteckten Kammern, die die Macher in <i>Castle of Heart<\/i> untergebracht haben. Neben nennenswerter Mengen blauer Energie, die bei ausreichender Menge den Lebensbalken verl\u00e4ngert, finden sich abseits des regul\u00e4ren Pfades gerne mal Schatzkisten und F\u00e4sser mit aufnehmbaren Extra-Waffen oder einer der f\u00fcnf violetten Kristalle, die in jedem Level verborgen sind. Wer wirklich alles aufsp\u00fcren m\u00f6chte, muss sich gut im Gesundheitsmanagement beweisen \u2013 gerade weil einige der Kristalle diabolisch gut versteckt sind.<\/p>\n<p>Was die Sache jedoch ungemein erschwert, sind die vielen Gegner, die sich in den Gebieten tummeln. Zwar versteht sich <i>Castle of Heart<\/i> prim\u00e4r als Plattformer, um ein paar K\u00e4mpfe kommt ihr in der Regel dennoch nicht herum. Immerhin: Besiegte Feinde f\u00fcllen zuverl\u00e4ssig eure Lebensenergie auf, der Zeitaufwand wird also zumindest entlohnt. Leider f\u00fchlt sich das Kampfsystem nicht sonderlich geschmeidig an und f\u00e4llt auf simple Tastenh\u00e4mmerei zur\u00fcck, die je nach Gegnergattung und eigener Bewaffnung unterschiedlich lange dauert. Mit aufsammelbaren Wurfgeschossen und Zweithandwaffen lassen sich die Gefechte ungemein verk\u00fcrzen, doch erstere sind in einer eher \u00fcberschaubaren St\u00fcckzahl vorhanden und beide Dinge n\u00fctzen nicht viel, wenn man erst einmal \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel Schaden eingesteckt hat. Kurz vor dem Ableben verliert der Ritter n\u00e4mlich seine Zweithand in einer kleinen Energie-Explosion und muss fortan nur mit seiner Haupthand agieren, bis ihr sein Gesundheitsniveau wieder auf ein angenehmeres Ma\u00df gebracht habt. Theoretisch eine nette Idee, die euch in Notsituationen zum Umdenken animieren soll, in der Praxis konnte ich mich aber nur selten aus diesen Lagen retten und empfand es als schneller, das Handtuch zu werfen und beim letzten Checkpoint erneut zu beginnen. Vor allem bei den Bossgefechten ist Einarmigkeit praktisch ein Todesurteil.<\/p>\n<p><b>Der lange Marsch zum Ziel<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78883.jpg\" alt=\"Bild 78883\" style=\"float: right;\">Was die Entwickler bei den K\u00e4mpfen an Finesse vermissen lassen, machen sie gl\u00fccklicherweise beim Leveldesign wieder wett. Die optisch ansehnlich gestalteten Fantasy-Umgebungen warten mit abwechslungsreichen und teils auch ziemlich kniffligen Hindernissen auf, durch die man gerne rennt. Kleine Stressmomente wie eine Rutschpartie \u00fcber Stadtd\u00e4cher oder eine Verfolgungsjagd mit einer Belagerungsmaschine sorgen f\u00fcr einen ordentlichen Schuss Spannung und gerade ab dem zweiten Kapitel will auch der Umgang mit den Gegnern wohl\u00fcberlegt sein \u2013 blindes Durchhacken funktioniert laufend seltener. Da kann auf Dauer schon mal die Konzentration nachlassen und genau da tut es weh, dass die Stufen allesamt \u00e4u\u00dferst lang ausfallen. Nicht selten erwischte ich mich dabei, wie ich mehrere Minuten durch einen Level marschierte und mich langsam auf das Ende einstellte, nur um dann erst den dritten von f\u00fcnf Kristallen einzusammeln. Gerade in frustrierenderen Momenten \u2013 mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen an die S\u00e4urespeere des zweiten Kapitels \u2013 schmerzt dies, weil man nat\u00fcrlich ungerne seinen erk\u00e4mpften Fortschritt verlieren m\u00f6chte, nur weil man gerade eine Pause braucht. Auch die angesichts des steinernen Helden wohl bewusst tr\u00e4ge Steuerung mag nicht immer munden. In der Regel lassen sich die H\u00fcpfpassagen zwar ganz gut und sauber bew\u00e4ltigen, doch bei Schwungseilen etwa wird der Fortschritt zum gef\u00fchlten Gl\u00fccksspiel. Wann genau man wie weit fliegt, l\u00e4sst sich nur schwer ausloten.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/kB417c0UgXo\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe kann manchmal wirklich schwierig sein. 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