{"id":156,"date":"2018-02-15T10:00:59","date_gmt":"2018-02-15T10:00:59","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=156","title":{"rendered":"Bayonetta"},"content":{"rendered":"<p>PlatinumGames. Diesen Namen verbindet man in der Spieleindustrie zumeist mit grandiosen Actionspielen wie etwa <i>Metal Gear Rising: Revengeance<\/i> oder das etwas aktuellere <i>NieR: Automata<\/i>. Das Gesicht des Studios, Hideki Kamiya, ist zudem f\u00fcr seinen speziellen Humor bekannt. Kombiniert man Action und besagten Humor, kommt letztlich so etwas dabei heraus wie <b>Bayonetta<\/b>, um das es heute gehen soll. Der einst f\u00fcr Xbox 360 und PlayStation 3 entwickelte Kracher findet nach der Wii U nun n\u00e4mlich auch seinen Weg auf die Nintendo Switch. Ob PlatinumGames&#8216; erfolgreichstes Spiel auch auf Nintendos Hybrid-Handheld eine gute Show abliefert, das erl\u00e4utere ich f\u00fcr euch im folgenden Test. Viel Spa\u00df beim Lesen!<\/p>\n<p><b>Eine sexy Hexi gegen das gesamte Himmelsreich<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78476.jpg\" alt=\"Bild 78476\" style=\"float: right;\">Die Geschichte von <i>Bayonetta<\/i> setzt direkt mit einer kleinen Cutscene ein. Man befindet sich auf einem Friedhof, w\u00e4hrend die Kamera langsam an diversen Grabsteinen vorbeischwenkt. Der letzte Grabstein zeigt gro\u00df und dick den Namen \u201eHideki Kamiya\u201c. Wer gut in der Einleitung aufgepasst hat, wird den Namen sicher wiedererkennen. Anschlie\u00dfend schwenkt die Kamera hoch und man sieht einen kleinen und sehr beleibten Mann, wie er auf den Grabstein uriniert.<\/p>\n<p>Ihr merkt schon, normal ist dieses Spiel definitiv nicht, was aber auch gut so ist. Direkt danach sieht man die namensgebende Protagonistin Bayonetta im Gl\u00e4ubigen-Gewand an einem Grab gen Himmel beten. Kurz danach bricht der Himmel auf und los geht die Action. Zahlreiche Himmelswesen st\u00fcrmen herab und wollen die Machenschaften der gut gebauten Dame, ihres Zeichens ausgesto\u00dfene Hexe des Umbra-Clans, ein Ende bereiten. Ehe man sich versieht, steckt man mitten im Get\u00fcmmel und schwungvolle Musik setzt ein. Schon in den ersten Minuten wird man mit dem konfrontiert, was das Erfolgsrezept von <i>Bayonetta<\/i> letztlich ausmacht: Kesser Humor, gute Musik und jede Menge \u00fcbertriebene Action.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78475.jpg\" alt=\"Bild 78475\" style=\"float: left;\">Das Kampfsystem k\u00f6nnte geschmeidiger nicht ausfallen. Mit den Tasten X und A f\u00fchrt man Tritte und Schl\u00e4ge aus, wahlweise kann man mit Y Gegnern aber auch aus der Distanz einheizen oder mit B aus der Luft angreifen. Da es eine schier un\u00fcberschaubare Masse an m\u00f6glichen Kombos gibt, kann man so gut wie alles aneinanderreihen und schnell sieht alles ganz gekonnt aus. Noch stylischer wird es aber wenn man die Angriffstasten zu jedem beliebigen Zeitpunkt in der Kombo gedr\u00fcckt h\u00e4lt. Tut man dies, bricht man die Serie ab und schie\u00dft daf\u00fcr ein paar Kugeln aus Bayonettas Ballerm\u00e4nnern. Und ja, das geht auch bei Tritten! Da zwei Pistolen zu langweilig sind und die Superlative hier gro\u00df geschrieben wird, hat die Hexe nat\u00fcrlich auch je eine Knarre am Hacken befestigt \u2013 wenn das mal nichts ist!<\/p>\n<p><b>Die Kunst des Ausweichens<\/b><br \/>\nNeben Angriffen ist es aber auch einer der wichtigsten Bestandteile des Spiels, gekonnt auszuweichen. Dr\u00fcckt man ZR im richtigen Zeitpunkt, schwingt sich die Hexe gekonnt am gegnerischen Angriff vorbei und trifft man das richtige Timing, verlangsamt sich sogar f\u00fcr einen kurzen die Zeit. Das ist dann die sogenannte Hexenzeit, in der man ordentlich Packung austeilen kann. Das waren aber lediglich die Grundpfeiler des Kampfsystems. Sp\u00e4ter im Spiel kann man sich noch zahlreiche Moves dazukaufen, was die Komplexit\u00e4t nat\u00fcrlich ungemein steigert. Gut, dass PlatinumGames im Ladebildschirm einen Trainingsmodus zur gekonnten \u00dcberbr\u00fcckung der Wartezeit eingebaut hat. In der Theorie mag das echt praktisch klingen, in der Praxis funktionierte das in dieser Form aber nur auf den Last Gen-Konsolen so richtig. Die Ladezeiten auf der Switch sind n\u00e4mlich meistens so kurz, dass man kaum mehr als eine hingepampte Kombo probieren kann. Das ist schade, aber die kurzen Ladezeiten kann man einem Spiel wohl kaum als Negativpunkt ankreiden. Viel eher, dass es kein eigenst\u00e4ndiger Trainingsmodus ins Spiel geschafft hat. Probiert man seine neuen Tricks n\u00e4mlich im Schlachtfeld aus, resultieren die Experimente nicht selten im Bildschirmtod.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78474.jpg\" alt=\"Bild 78474\" style=\"float: right;\">Apropos Tod: Zur Zeiten der PS3 und 360 waren sogenannte Quicktime-Events ungef\u00e4hr so popul\u00e4r wie heutzutage Open-World-Spiele. Kein Wunder dass man auch hier nicht davor gefeit ist. Einige davon verstecken sich in den genial inszenierten Finishern der Hexe und machen Laune, andere hingegen ploppen nicht selten unverhofft in Zwischensequenzen auf. Da l\u00e4sst man sich voll auf eine der packenden Actionfilm-Sequenzen ein und zack ist man tot, weil man nicht im richtigen Moment die richtige Taste bet\u00e4tigt hat. Da kann dann auch schon mal etwas Frust aufkommen. Dasselbe gilt f\u00fcr manche Stellen und Gegner im Laufe der Geschichte. Im Gro\u00dfen und Ganzen h\u00e4lt sich das Spiel aber fair und bleibt zum Gl\u00fcck weitestgehend ein Spa\u00dfgarant.<\/p>\n<p><b>Die bisher beste Version des Spiels<\/b><br \/>\nZur Geschichte kann man eigentlich nicht allzu viel sagen, au\u00dfer, dass sie sich nicht zu ernst nimmt. Sicher gibt es einen roten Faden, ein erz\u00e4hlerisches Meisterwerk sollte man hier aber nicht erwarten. Im Grunde geht es darum, dass Bayonetta eine der letzten Umbra-Hexen ist und vom Himmel gejagt wird. Da sie aber diverse B\u00fcndnisse mit m\u00e4chtigen D\u00e4monen geschlossen hat, ist der Spie\u00df aber genau umgedreht. Viel interessanter ist da schon, dass sie immer wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird, die Allzweckwaffe \u201eAmnesie\u201c ist also auch hier mal wieder mit von der Partie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78477.jpg\" alt=\"Bild 78477\" style=\"float: left;\">Ein paar Worte mehr kann man da schon zur Grafik des Spiels loswerden. Man merkt dem Titel zwar an, dass es schon beinahe ein Jahrzehnt auf dem Buckel hat, h\u00fcbsch anzusehen ist die gro\u00dfz\u00fcgig best\u00fcckte Hexe (und der Rest des Spiels) aber dennoch. Eines der gr\u00f6\u00dften Probleme der damaligen Portierung auf die PlayStation 3 war bekannterma\u00dfen die miserable Framerate f\u00fcr solch einem rasanten Spiel. Denke ich an meinen Spieldurchlauf auf der PS3 damals zur\u00fcck, kommt mir noch heute das Grauen hoch. Die Ursprungsversion von Platinum Games selbst f\u00fcr die Xbox 360 lief hingegen nahezu butterweich. Wie schon beim Re-Release auf der Wii U, ist die Framerate aber auch auf der Nintendo Switch die meiste Zeit auf butterweichen 60 FPS eingependelt. Die grafischen Aufwertungen halten sich zwar in Grenzen, dennoch hat man das Gef\u00fchl einen \u201eGrafikkracher von damals\u201c immer und \u00fcberall spielen zu k\u00f6nnen. Der Switch-Effekt klappt also auch bei <i>Bayonetta<\/i> ganz hervorragend und zeigt, wie viel Power der Handheld letztlich hat, was sich nicht zuletzt in einer wesentlich stabileren Framerate als auf der WiiU resultiert.<\/p>\n<p>In Sachen Steuerung ist zwar nicht alles ganz so butterweich, in den meisten Situationen &#8211; und vor allem im Kampf \u2013 l\u00e4sst sich alles gut kontrollieren und macht Spa\u00df. Gerade beim Positionieren und beim Erkunden der begrenzten Spielgebiete zwingt die Kamera den Spieler nicht selten zum st\u00e4ndigen Nachjustieren. Wer nicht so auf Tasten steht, kann auch hier wieder zur Touchsteuerung greifen. Das funktioniert nach kurzer Eingew\u00f6hnung ganz gut, kommt aber bei weitem nicht an die Tastenmethode heran. Warum ein Spiel wie <i>Bayonetta<\/i> ausgerechnet eine Toucheingabe braucht, ist mir pers\u00f6nlich schleierhaft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78473.jpg\" alt=\"Bild 78473\" style=\"float: right;\">Bevor ich zum Fazit komme, m\u00f6chte ich aber noch kurz die klangliche Untermalung und die sonstige Pr\u00e4sentation ansprechen. Die Entwickler haben hier den eleganten Spagat zwischen ersten Szenen und gnadenlos derbem Humor hinbekommen. Ist man im Kampf, wird man vom Titelsong des Spiels begleitet und darf munter auf die seltsamen Himmelwesen eindreschen. An Stellen, wo es etwas mysteri\u00f6ser zugeht, wird die Klangkulisse dann aber auch schon mal etwas klassischer und vor allem ernster. Der Soundtrack passt aber nicht nur stets zum Geschehen, sondern hat teils echt Ohrwurmpotenzial. In den zahlreichen vollkommen \u00fcbertriebenen Script-Szenen wird man zudem mit einer Effektkulisse beehrt, die eines Actionspiels w\u00fcrdig ist. Aus technischer Sicht ist also so ziemlich alles tip top. Bis auf wenige Bugs bekommt man hier ein echt rundes Erlebnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PlatinumGames. Diesen Namen verbindet man in der Spieleindustrie zumeist mit grandiosen Actionspielen wie etwa Metal Gear Rising: Revengeance oder das etwas aktuellere NieR: Automata. Das Gesicht des Studios, Hideki Kamiya, ist zudem f\u00fcr seinen speziellen Humor bekannt. Kombiniert man Action und besagten Humor, kommt letztlich so etwas dabei heraus wie Bayonetta, um das es heute [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":20435,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-156","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/156","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/20435"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=156"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/156\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=156"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=156"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ps.501-legion.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=156"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}