{"id":151,"date":"2018-02-08T18:00:05","date_gmt":"2018-02-08T18:00:05","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=151","title":{"rendered":"Lost Sphear"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78349.jpg\" alt=\"Bild 78349\" style=\"float: left;\">Weitreichende Schneelandschaften k\u00f6nnen beruhigend sein und ein komplett aus Klaviert\u00f6nen komponierter Soundtrack hat auch seinen Reiz, doch ein bisschen Abwechslung ist doch auch nicht verkehrt, oder? Anders als bei <i>I am Setsuna<\/i> (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/92-review-i-am-setsuna.html>zum Test<\/a>) setzt <b>Lost Sphear<\/b>, das neueste Projekt von Square Enix&#8216; Tokyo RPG Factory, daher auf eine vielf\u00e4ltigere Fantasy-Welt, die allerdings auch nicht an wei\u00dfem Schimmer spart \u2013 wenn auch eher unfreiwillig. Warum das zweite Spiel des Teams trotz einiger Verbesserungen nicht aus dem Mittelma\u00df kommen m\u00f6chte, verrate ich euch in diesem Test.<\/p>\n<p><b>In Erinnerungen verloren<\/b><br \/>\nEigentlich beginnt der Tag des Protagonisten Kanata ganz normal. Zusammen mit seinen Freunden Lumina und Locke soll er pl\u00f6tzlich in seinem Dorf auftauchende Monster beseitigen und in einem nahen Wald nach jemandem schauen, der vielleicht etwas mehr wei\u00df. Als er dann nach dem kurzen Ausflug zur\u00fcckkehrt, stellt er pl\u00f6tzlich fest, dass anstelle des Dorfes nun ein riesiges, wei\u00dfes Loch klafft. Und dieser Umstand beschr\u00e4nkt sich nicht nur auf Kanatas Heimat: Immer mehr Ortschaften und ihre Bewohner verschwinden pl\u00f6tzlich in diesem wei\u00dfen Nebel. Blo\u00df gut, dass sich schnell Kanatas eingangs ungekl\u00e4rte, besondere F\u00e4higkeit bemerkbar macht. Er ist n\u00e4mlich in der Lage, Erinnerungsfragmente zu sammeln und mit diesen verlorene Menschen, Objekte oder gar ganze Landstriche wieder zur\u00fcckzuholen. Eine F\u00e4higkeit, an der das \u00f6rtliche Imperium, das in dieser Sache ermittelt, auch schnell Interesse zeigt. Und so beginnt eine klassische Reise zur Rettung der Welt und der Ergr\u00fcndung dieses mysteri\u00f6sen Ph\u00e4nomens.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/78350.jpg\" alt=\"Bild 78350\" style=\"float: right;\">Eine an sich interessant klingende Geschichte mit reichlich Potenzial, zumal erst nach und nach Details \u00fcber Kanatas Wiederherstellungsf\u00e4higkeit preisgegeben werden und nur im voranschreitenden Abenteuer die Tragweite des Verlorengehens von Landen und Monumenten ersichtlich wird. Leider verschenkt <i>Lost Sphear<\/i> viel davon in langgezogen wirkenden Dialogen mit farblosen Charakteren. Alle Archetypen hat man schon mal irgendwo gesehen: Die schlagkr\u00e4ftige K\u00e4mpferin, den albernen Sidekick, den alles andere als k\u00f6niglich wirkenden Regenten\u2026 Das ist an sich auch nicht schlimm, doch leider macht das Rollenspiel nicht viel aus den Figuren. Stattdessen trottet man lustlos am Plot entlang schl\u00e4gt sich schnurgerade durch die Gebiete. <i>I am Setsuna<\/i> bot da vergleichweise mehr Charme. Dass der deutsche Textteil \u2013 Sprachausgabe gibt es nur in Form knapper, japanischer Clips \u2013 zudem \u00fcber einige Formatfehler verf\u00fcgt und nicht immer sauber angepasst wirkt, st\u00f6\u00dft ebenfalls etwas sauer auf, so l\u00f6blich die \u00dcbersetzung in die deutsche Sprache an sich auch sein mag.<\/p>\n<p><b>Aufstellung ist alles!<\/b><br \/>\nImmerhin hat sich das Team der Tokyo RPG Factory beim Gameplay ein paar neue Tricks einfallen lassen und Feedback zum geistigen Vorg\u00e4nger zu Herzen genommen. Nach wie vor trefft ihr nur in den W\u00e4ldern und Kerkern der Welt auf Monster, die zudem an festen, einsehbaren Positionen auf euch lauern. Auch wird bei der Zugreihenfolge wieder auf ein System nach dem Vorbild von <i>Chrono Trigger<\/i> und diverser <i>Final Fantasy<\/i>-Spiele gesetzt \u2013 ihr wartet also, bis sich die Aktionsanzeigen eurer Helden f\u00fcllen, um dann ein Kommando auszuw\u00e4hlen und es ausf\u00fchren zu lassen. Allerdings setzt <i>Lost Sphear<\/i> nun verst\u00e4rkt auf die richtige Positionierung eurer Figuren, die ihr bei jeder Aktion \u00e4ndern k\u00f6nnt. Gerade bei Bossgegnern ist die Aufstellung eurer Gruppe entscheidend, doch selbst zum Effektiven ausschalten kleinerer Gegner wollen fl\u00e4chendeckende Attacken richtig ausgerichtet werden. Jedes Man\u00f6ver f\u00fcllt zudem eure sogenannte Setsuna-Anzeige, die im ausreichend gef\u00fcllten Zustand eure Angriffe verst\u00e4rkt und zus\u00e4tzliche Attribute wie KP-Absorbtion erg\u00e4nzen kann. Leider f\u00e4llt auch hier der Anspruch trotz des neuen Tiefgangs eher gering aus. Statt komplexer Formationsspiele reicht in vielen F\u00e4llen eine Universal-Aufstellung, mit der man die gr\u00f6\u00dften Schwierigkeiten verhindert. Auch die Vulcosuits \u2013 begrenzt einsetzbare Mech-R\u00fcstungen, die besonders kraftvolle Man\u00f6ver erm\u00f6glichen \u2013 f\u00fchlen sich nur selten wie ein bedeutender Bestandteil des Spiels an, weil man sie in vielen F\u00e4llen schlichtweg nicht braucht. Eine verschenkte Chance!<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/uAQqovdA2Oc\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weitreichende Schneelandschaften k\u00f6nnen beruhigend sein und ein komplett aus Klaviert\u00f6nen komponierter Soundtrack hat auch seinen Reiz, doch ein bisschen Abwechslung ist doch auch nicht verkehrt, oder? 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