{"id":147,"date":"2018-01-27T10:00:01","date_gmt":"2018-01-27T10:00:01","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=147","title":{"rendered":"Super Meat Boy"},"content":{"rendered":"<p>Da die Switch ja derzeit so gut wie alle bekannten Indies als Portierung erh\u00e4lt, darf nat\u00fcrlich \u2013das- Indiespiel schlechthin nicht fehlen. Schon zu Zeiten von Newgrounds als simples Flash-Game \u00fcberzeugte <i>Meat Boy<\/i> von Edmund McMillen die Spieler. Mittlerweile fand eine umfangreichere und grafisch aufgeh\u00fcbschte Version namens <b>Super Meat Boy<\/b> auch seinen Weg auf so gut wie alle Plattformen der letzten Jahre. Bevor Team Meat aber mit dem direkten Nachfolger <i>Super Meat Boy Forever<\/i> im Sommer 2018 in die T\u00fcr f\u00e4llt, wollte man den ersten Teil auch noch auf der Nintendo Switch verewigen. Ob das gelungen ist, das erfahrt ihr im folgenden Test.<\/p>\n<p><b>Flatsch!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77531.jpg\" alt=\"Bild 77531\" style=\"float: right;\">Wer von dem kleinen viereckigen Fleischklops Meat Boy noch nichts geh\u00f6rt hat, der sollte sich zun\u00e4chst ein wenig sch\u00e4men. Immerhin gilt der kleine Recke als eines der Urgesteine der Indie-Szene, der nicht zuletzt in der Dokumentation <i>Indie Game: The Movie<\/i> eine gro\u00dfe Rolle spielte. Wo wir gerade beim Thema sind, kann ich f\u00fcr diesen Film auch direkt mal eine Empfehlung aussprechen, da man dort tonnenweise interessante Einblicke in die Welt der Indiegames und Indie-Entwickler bekommt \u2013 doch zur\u00fcck zum eigentlich Spiel. In <i>Super Meat Boy<\/i> bet\u00e4tigt man eigentlich nur zwei Tasten, eine zum Rennen und eine zum Springen. Gelenkt wird der rote Protagonist wahlweise mit dem Analogstick oder den Richtungstasten.<\/p>\n<p>Was das Gameplay an Komplexit\u00e4t versteckt, klatscht euch das Leveldesign daf\u00fcr direkt ins Gesicht. Wobei Komplexit\u00e4t eigentlich nicht der richtige Terminus ist, viel eher, naja, die Teuflischkeit. Der hier vorliegende Plattformer hat n\u00e4mlich den Anspruch, ein ziemlich fieses Jump &#8217;n&#8216; Run zu sein. In Sachen Schwierigkeit k\u00f6nnen da Mario und Co. mal locker einpacken. Klar sollte daher von Beginn an sein, dass Team Meats Port des Kultspiels kein Futter f\u00fcr Ungeduldige ist \u2013 eher etwas f\u00fcr Hartgesottene auf der Suche nach einer deftigen Herausforderung. In den Levels warten n\u00e4mlich allerlei fiese Fallen wie S\u00e4gen, verschwindende Bl\u00f6cke, Laser oder gar pfeilschnelle H\u00f6llenwesen. Das ist auch schon das grobe Rezept f\u00fcr den Erfolg. Geht man etwas tiefer, bietet Edmund McMillen den Spielern aber noch einiges mehr.<\/p>\n<p><b>Vielfalt in seiner grausamsten Form<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77532.jpg\" alt=\"Bild 77532\" style=\"float: left;\">Die einzelnen Stages sind n\u00e4mlich in sieben Welten \u00e1 circa 20 Levels untergliedert und unterscheiden sich von Welt zu Welt auch thematisch. Startet man im Waldgebiet noch gem\u00e4chlich und kann sich relativ fair an die Steuerung gew\u00f6hnen, kann man sich im vierten H\u00f6llengebiet schon auf etliche Bildschirmtode gefasst machen, bevor man ein Level endlich schl\u00e4gt. Witzerweise wird wie bei <i>Mario Maker<\/i> jeder Tod aufgezeichnet und kann sp\u00e4ter in einem Replay betrachtet werden. Auch in der Umgebung selber bleiben Meat Boy weltliche Reste h\u00e4ngen, was teilweise ganz sch\u00f6n \u201emessy\u201c werden kann. Wem der ohnehin schon ordentlich anziehende Anspruch noch nicht gen\u00fcgt, der findet noch zahlreiche andere Herausforderung. So kann man in jedem Abschnitt auch eine bestimmte Zeit schlagen, um so das begehrte A+ zu bekommen. Auch sind in manchen Stages Pflaster und Portale versteckt oder manchmal auch einfach nur schwer zu erreichen.<\/p>\n<p>Mit eingesammelten Pflastern kann man weitere spielbare Charaktere freischalten. So etwa das schwarze Kleckswesen Gish aus dem gleichnamigen Spiel, ebenfalls aus McMillens Feder. Die Zusatzcharaktere, darunter auch Bit.Runner, beherbergen auch eigene F\u00e4higkeiten, die man sich auf der Suche nach kleinen Geheimnissen zunutze machen kann. Wirklich angewiesen ist man darauf aber h\u00f6chst selten, Puristen greifen daher nat\u00fcrlich zu Meat Boy himself. Hinter den erw\u00e4hnten Portalen verstecken sich unter anderem alte <i>Meat Boy<\/i>-Stages oder ganze Serien davon, aber auch Speziallevel, die an Spiele wie <i>Canabalt<\/i> oder <i>Bit.Trip Runner<\/i> erinnern. Meistert man diese, spielt man auch hier neue Pflaster oder gar Charaktere frei, was ungemein zum Suchen anregt.<\/p>\n<p>Wer es dann sogar noch viel schwerer braucht, der kann sich in die parallel zu den Hauptlevels freigespielten Dunkelwelt-Levels begeben. Hier bekommt man es dann mit knackschweren Abwandlungen bereits gespielter Level zu tun. F\u00fcr den Story-Fortschritt sind diese aber gl\u00fccklicherweise nicht notwendig. Die Geschichte ist \u00fcbrigens quasi nonexistent und wird nur \u00fcber kleine Filmchen zu Beginn und Ende jeder Welt erz\u00e4hlt. Im Groben wird Meat Boys Schwarm \u2013 Bandage Girl \u2013 vom eifers\u00fcchtigen Dr. Fetus (kein echter Doktor) entf\u00fchrt. Meat schl\u00e4gt sich dann durch h\u00f6llische Gefahren um sie zu retten, wer h\u00e4tte das gedacht! Das klingt nat\u00fcrlich reichlich abgenutzt, Edmund McMillens derber Humor macht aber jedes einzelne Animationsfilmchen zu einem kleinen Highlight \u2013 auch eine Art, eine Geschichte zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p><b>Neu: der Rennmodus<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77534.jpg\" alt=\"Bild 77534\" style=\"float: right;\">Aus technischer Sicht macht der Fleischw\u00fcrfel auch auf Nintendos Switch eine astreine Figur. Ruckler und Bildstottern sucht man vergebens, das darf man jedoch von einem stilisierten 2D-Plattformer auch so erwarten. Der Artstyle wei\u00df trotz seiner simplen Darbietungs zu \u00fcberzeugen, wer jedoch kein Blut sehen kann, der sollte sich den Kauf zweimal \u00fcberlegen &#8211; auch wenn das \u201eBlut\u201c im Grund nur Fleischso\u00dfe ist. Passend zum Release auf der Switch hat sich Team Meat au\u00dferdem noch ein kleines Schmankerl einfallen lassen: den Rennmodus &#8211; denn wenn die Switch etwas kann, dann ist das Couch-Koop. Im besagten Modus spielt man zu zweit lokal im vertikal geteilten Splitscreen. Dabei kann jeder mit einem Controllergespann seiner Wahl antreten, aufgrund der simplen Steuerung machen sich aber auch quer gehaltene Joy-Cons perfekt. Zu Beginn trifft man eine Auswahl, welche Level man spielen m\u00f6chte. Dabei hat man die Wahl zwischen den verschiedenen Kapiteln sowie zwischen der Licht- und Dunkelwelt. Durch diese wild zusammengemixten Stages gilt es sich dann Kopf an Kopf so schnell wie m\u00f6glich zu hangeln. Dabei sieht jeder Spieler den \u201eGeist\u201c des jeweils anderen, sowie einen Gesamtfortschritt an der oberen Bildschirmkante. Der Modus ist simpel, aber spielt sich auch mit halber Bildschirmfl\u00e4che super. Mit einem versierten Spielpartner kann man sich hier auf einige fetzige Rennen gefasst machen. Der Modus ist vorerst zeitexklusiv f\u00fcr die Switch, soll aber auch f\u00fcr den PC umgesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da die Switch ja derzeit so gut wie alle bekannten Indies als Portierung erh\u00e4lt, darf nat\u00fcrlich \u2013das- Indiespiel schlechthin nicht fehlen. Schon zu Zeiten von Newgrounds als simples Flash-Game \u00fcberzeugte Meat Boy von Edmund McMillen die Spieler. 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