{"id":138,"date":"2018-01-16T18:00:10","date_gmt":"2018-01-16T18:00:10","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=138","title":{"rendered":"Resident Evil Revelations 2"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77873.jpg\" alt=\"Bild 77873\" style=\"float: left;\">Als Capcom mit <i>Resident Evil Revelations<\/i> (<a href=http:\/\/www.planetswitch.de\/test\/125-review-resident-evil-revelations.html>zum Test<\/a>) einen \u00dcberraschungs-Hit landete, war beim japanischen Entwicklerteam eine Sache wohl schnell klar: Daran muss angekn\u00fcpft werden! Und alles muss gr\u00f6\u00dfer, sch\u00f6ner, knalliger werden! Und das episodische Release-Konzept, das bei Telltale und Co. so gut funktioniert hat, wird gleich mit \u00fcbernommen! Schlie\u00dflich war das erste Spiel auch schon in als Episoden betitelte Kapitel aufgeteilt. Auf der Switch muss nat\u00fcrlich nicht mehr gewartet werden, denn das volle Paket ist gleich von Beginn an aus dem eShop herunterladbar. Warum <b>Resident Evil Revelations 2<\/b> trotz eines leicht verschobenen Fokus noch immer ein klasse Spiel ist, das sich Action-Freunde n\u00e4her ansehen sollten, verrate ich euch in meinem Test.<\/p>\n<p><b>Die Pr\u00fcfung<\/b><br \/>\nApropos \u00dcbernahme und Inspiration: Die Ausgangslage von <i>Revelations 2<\/i> k\u00f6nnte glatt aus einem <i>Zero Escape<\/i>-Spiel stammen. Zu Beginn werden n\u00e4mlich die Raccoon City-Veteranin Claire Redfield und die neue Figur Moira Burton \u2013 ihres Zeichens Tochter des altgedienten K\u00e4mpfers Barry Burton aus dem ersten <i>Resident Evil<\/i> \u2013 bei einer Party der Organisation Terra Save von mysteri\u00f6sen Maskenm\u00e4nnern entf\u00fchrt und in einer Anstalt eingesperrt. Nun tragen sie ein leuchtendes Armband an ihrem Handgelenk, das augenscheinlich ihren Furchtzustand anzeigen soll. Au\u00dferdem meldet sich eine mysteri\u00f6se Aufseherin immer mal wieder mit kryptischen Phrasen zu Wort, um das Duo zu verwirren. Und als w\u00e4re das noch nicht genug, tummeln sich auf der Insel, auf der sich die Anstalt befindet, auch noch reichlich ungem\u00fctliche Monster. Die Weichen sind also f\u00fcr einen sch\u00f6nen, rund zehn Stunden umfassenden Gruseltrip gestellt \u2013 auch wenn hier eigentlich mehr Anspannung als Horror auf dem Programm steht.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77878.jpg\" alt=\"Bild 77878\" style=\"float: right;\">Denn obwohl sich der Survival-Horror-Trip durchaus auf einige der Kerntugenden des Vorg\u00e4ngers und somit auch der Urspr\u00fcnge st\u00fctzt, f\u00e4llt das generelle Spielgef\u00fchl doch etwas actionlastiger aus. Munition mag eher sparsam vorhanden sein, doch wenn man nicht gerade bestens mit den Szenarien vertraut ist, kommt man um das Erledigen der Gegner im Prinzip kaum herum. Wenn man beispielsweise in einem verlassenen K\u00fcstendorf, das entfernt an die anf\u00e4nglichen Gebiete von <i>Resident Evil 4<\/I> erinnert, nach Ersatzteilen f\u00fcr einen stillgelegten Helikopter sucht, kann man die Gesellschaft der umherstreifenden Infizierten kaum gebrauchen. Anstatt jedoch stets auf solche Stress-Szenarien zu setzen, gibt es h\u00e4ufig Abschnitte, bei denen man eher zum Schleichen animiert wird. Hinterr\u00fccks erledigte Gegner lassen sich im Nahkampf n\u00e4mlich mit einem gezielten Messerstich ausschalten.<\/p>\n<p>Wer sich die Angelegenheit noch einfacher machen m\u00f6chte, kann sich f\u00fcr die Kampagne \u2013 leider nur im lokalen Splitscreen-Modus \u2013 einen Koop-Partner mit ins Boot holen, der in die Rolle von Moira schl\u00fcpft. Da Barrys rebellische Tochter allerdings wenig von Schusswaffen h\u00e4lt, ist sie lediglich mit einer Gegner blendenden Taschenlampe sowie einer Brechstange f\u00fcr Notf\u00e4lle gewappnet. Ein im Solo-Modus nerviger Eskorte-Partner also? Nicht ganz, denn die Lebensenergie der Helferin regeneriert sich automatisch und das v\u00f6llig unabh\u00e4ngig davon, ob nun die KI die Kontrolle \u00fcbernimmt oder ein zweiter Spieler. Ein kompetenter Spielpartner kann euch das Leben also ziemlich erleichtern, ohne selbst in Lebensgefahr zu laufen, wenn er nicht gerade im Dauerfeuer maltr\u00e4tiert wird. Und nat\u00fcrlich kann man sich diesen Umstand im Solo-Modus auch gut zum Auskundschaften zunutze machen, da ihr in dem Fall per Knopfdruck jederzeit zwischen euren beiden Protagonisten wechseln d\u00fcrft.<\/p>\n<p><b>Brief an den Vater<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77879.jpg\" alt=\"Bild 77879\" style=\"float: left;\">Stichwort Wechseln: Jede zweite H\u00e4lfte einer Episode \u00fcbernehmt ihr die Kontrolle \u00fcber Moiras Vater Barry, den es auf der Suche nach seiner Tochter ebenfalls auf das monsterverseuchte Eiland verschlagen hat. Da er auf eigene Faust losgefahren ist und sich entsprechend auf den Trip vorbereiten konnte, ist er nat\u00fcrlich auch um einiges schwerer bewaffnet, weswegen seine Spielteile verst\u00e4rkt auf Action setzen. Das jedoch auch nie, ohne die Spannung der Claire-H\u00e4lfte komplett aus den Augen zu verlieren. Barrys Gegner sind n\u00e4mlich ebenso anf\u00e4llig gegen Schleichattacken wie die von Frau Redfield, weswegen in manchen Gebieten ein vorsichtigeres Vorgehen ratsamer ist. Das wird ferner dadurch gef\u00f6rdert, dass die Kreaturen hier mit gemeinen Tricks aufwarten \u2013 etwa versteckte Schwachpunkte, die bei jedem Monster an anderer Stelle zu finden sind. Doch genau daf\u00fcr hat Barry eine eigene Begleiterin aufgelesen: Das mysteri\u00f6se M\u00e4dchen Natalia, welches augenscheinlich \u00fcber die F\u00e4higkeit verf\u00fcgt, verborgene Dinge und Monster aufzusp\u00fcren. Sp\u00e4testens wenn <I>Revelations 2<\/i> anf\u00e4ngt, euch unsichtbare Gegner in den Weg zu stellen, wei\u00df man ihre Hilfe zu sch\u00e4tzen \u2013 auch wenn der Wechsel zwischen der weitestgehend wehrlosen Natalia und dem bis an die Z\u00e4hne bewaffneten Barry im Einzelspieler-Modus schon mal etwas nervig ausfallen kann.<\/p>\n<p>Ebenfalls f\u00e4llt negativ auf, dass Papa Burton viele Pfade betritt, die vorher schon von Team Claire abgeklappert wurden. Ihr k\u00f6nnt euch also auf einiges an Recycling zwischen den beiden Handlungsstr\u00e4ngen gefasst machen. Immerhin l\u00e4uft nicht alles komplett identisch ab. So m\u00fcssen Barry und Natalia an einer Stelle etwa einen Umweg \u00fcber einen Wald und ein S\u00e4gewerk nehmen, weil der normale Weg dank Claires Aktionen versperrt ist. Dieser Abschnitt zeigt zudem auch gut, dass selbst dieses Szenario gut Spannung aufbauen kann, denn das atmosph\u00e4rische Waldst\u00fcck wirkt auch mit dem deutlich besser ger\u00fcsteten Barry noch mehr als bedrohlich.<\/p>\n<p><b>Beschreibung eines Kampfes<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77876.jpg\" alt=\"Bild 77876\" style=\"float: right;\">Wer sich in der kompakten und doch knackigen Kampagne ausgetobt und an den Bonus-Modi wie dem Zeitangriff und einer Runde mit durch die Bank weg unsichtbaren Gegnern sattgesehen hat, findet im \u00fcberarbeiteten Raubzug-Modus den idealen, umfangreichen Action-Spa\u00df. \u00c4hnlich wie im ersten <i>Revelations<\/i> geht ihr hier auf kompakte Missionen, bei denen es etwa ein bestimmtes Ziel zu erreichen gilt und sich euch zahlreiche Kreaturen in den Weg stellen. Dank eines noch umfassenderen Waffen-Systems samt massig Upgrades, einer Vielzahl an Charakteren mit aus- und aufr\u00fcstbaren Spezialf\u00e4higkeiten sowie Szenarien aus verschiedenen <i>Resident Evil<\/i>-Spielen habt ihr hier reichlich an Spielmaterial durchzukauen. Es gibt sogar t\u00e4glich wechselnde Spezialauftr\u00e4ge! Besser noch: Anders als die Story l\u00e4sst sich dieser Teil von <i>Revelations 2<\/i> auch online mit einem Kumpanen genie\u00dfen. Richtige Chat-M\u00f6glichkeiten gibt es hierbei zwar leider nicht, euch steht allerdings eine Auswahl an teils ziemlich albernen Gesten, die glatt aus <i>Monster Hunter<\/i> stammen k\u00f6nnten, und kurzen Kommando-Phrasen zur Kommunikation zur Verf\u00fcgung. Nicht ideal, aber f\u00fcr den Notfall reicht es.<\/p>\n<p><b>Betrachtung<\/b><br \/>\nBleibt nur noch die Frage, wie eigentlich der Port auf die Switch gelungen ist. Insgesamt eigentlich besser als erwartet: Optisch hat <i>Revelations 2<\/i> nur ein wenig einstecken m\u00fcssen, im Prinzip erstrahlt es noch immer in seiner alten, wohlig atmosph\u00e4rischen Pracht \u2013 auch wenn die in freier Wildbahn ins Bild wachsenden Grasb\u00fcschel bei n\u00e4herer Betrachtung etwas albern wirken k\u00f6nnen und die Mimik der Charaktere au\u00dferhalb von Zwischensequenzen zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst. Trotzdem eine erstaunliche Leistung, die sowohl im TV-Modus am heimischen Bildschirm als auch im Mobilbetrieb zu begeistern wei\u00df. Leider hat die Pracht auch ihren Preis, denn die Ladezeiten sind leider nicht von schlechten Eltern. Es kann gut und gerne mal eine Minute dauern, bis das n\u00e4chste Szenario geladen ist. Im Story-Modus mag das nicht so ein gro\u00dfes Problem sein, da man abseits vom Neuladen beim Ableben nur beim Kapitelwechsel eine waschechte Verschnaufspause hinnehmen muss, im Raubzug-Modus sieht die Angelegenheit jedoch etwas anders aus. Hier brauchen die beiden Koop-Partner auf jeden Fall einiges an Geduld, wenn sie sich durch die Missionen ballern m\u00f6chten. Da h\u00e4tte es sich prima angeboten, das Switch-exklusive Minigame \u2013 eine Ein-Level-Abwandlung von Ghosts&#8217;n Goblins mit Barry Burton in der Hauptrolle \u2013 als Ladepausen\u00fcberbr\u00fccker zu nutzen, doch das ist leider nur als komplett isolierte Nebenbesch\u00e4ftigung in der Raubzug-Lobby anw\u00e4hlbar.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/W9FxusUEDIw\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Capcom mit Resident Evil Revelations (zum Test) einen \u00dcberraschungs-Hit landete, war beim japanischen Entwicklerteam eine Sache wohl schnell klar: Daran muss angekn\u00fcpft werden! Und alles muss gr\u00f6\u00dfer, sch\u00f6ner, knalliger werden! Und das episodische Release-Konzept, das bei Telltale und Co. so gut funktioniert hat, wird gleich mit \u00fcbernommen! 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