{"id":134,"date":"2018-01-09T10:00:01","date_gmt":"2018-01-09T10:00:01","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=134","title":{"rendered":"Teslagrad"},"content":{"rendered":"<p>Die Switch ist nicht nur eine Konsole f\u00fcr vielerlei Gelegenheiten, sondern auch eine hervorragende Plattform f\u00fcr Indie-Releases. Das liegt darin begr\u00fcndet, dass die meisten unabh\u00e4ngig entwickelten Spielchen eher auf schlichte, aber nicht weniger bezaubernde Grafiken setzen. Die Lauff\u00e4higkeit potenzieller Ports ist also quasi schon mal gew\u00e4hrleistet (zumindest in den meisten F\u00e4llen). Schaut man sich zudem die rasante Verbreitung der Nintendo Switch an ist es kein Wunder, dass auch teilweise Jahre zur\u00fcckliegende Indie-Titel auf die Hybrid-Konsole portiert werden. So auch das im Steampunk-Setting gehaltene 2D-Jump &#8217;n&#8216; Run <b>Teslagrad<\/b> aus dem Jahre 2013. Ob Entwickler und Publisher Rain Games hier nur Staub gewischt hat oder ob das Spielchen noch immer (oder wieder) \u00fcberzeugen kann, das kl\u00e4re ich f\u00fcr euch im folgenden Kurztest.<\/p>\n<p><b>Ein Kind des Krieges<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/76586.jpg\" alt=\"Bild 76586\" style=\"float: right;\">Was in der \u00dcberschrift klingt wie der epische Einstieg eines Romans, dient hier eher als malerische Beschreibung. Wirklich viel Geschichte braucht man in <i>Teslagrad<\/i> n\u00e4mlich nicht zu erwarten. So ganz ohne Reiz kommt der Plot dann aber doch nicht daher. Viel eher liegt es an der Art, wie dieser erz\u00e4hlt wird. Vergleichbar ist das Storytelling n\u00e4mlich mit Klassikern wie <i>Journey<\/i> oder dem etwas neuerem <i>Abz\u00fb<\/i>. Auch hier schnappt man die Hintergr\u00fcnde der Gegebenheiten eher beil\u00e4ufig auf. Mal passiert man Wandgem\u00e4lde, schaltet Karten durch Sammelgegenst\u00e4nde frei oder schlussfolgert einfach aus dem Erlebten. Fans gro\u00dfer Erz\u00e4hlungen werden hier also nur teilweise bedient. So viel dazu, doch worum geht es nun eigentlich?<\/p>\n<p>In st\u00fcrmischen Zeiten im fiktiven K\u00f6nigreich Elektropia schl\u00fcpft man in die Haut eine (wahrscheinlich) verwaisten Kindes. Zu Beginn m\u00fcssen wir unser Elternhaus n\u00e4mlich rasch zur\u00fccklassen, da der kleine Junge von Truppen des b\u00f6sen K\u00f6nigs verfolgt wird. Ohne jegliche Ahnung und Ausr\u00fcstung flitzt man also davon, und wird dabei direkt von der malerisch inszenierten Darstellung in seinen Bann gezogen. Bei Regen \u00fcber glitschige D\u00e4cher springend, f\u00fchlt man sich zun\u00e4chst wirklich wie ein hilflosen Kind. Gegen Ende der Einf\u00fchrung erreicht man jedoch einen gro\u00dfen Turm, das namensgebende Teslagrad und seines Zeichens Heimst\u00e4tte eine technologisch sehr fortschrittlichsten V\u00f6lkchens. Dummerweise ist die Bleibe der Wissenschaftler aber in Folge eines verheerenden Krieges mit dem K\u00f6nig komplett verwaist.<\/p>\n<p><b>M\u00f6ge der Magnetismus mit dir sein<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/76587.jpg\" alt=\"Bild 76587\" style=\"float: left;\">Wie bereits erw\u00e4hnt, betritt der namenlose Protagonist den gigant\u00f6sen Turm ohne jegliche Ausr\u00fcstung. Die ersten Schritte t\u00e4tigt man daher komplett unbeholfen, und muss sich seine Umgebung zunutze machen. Zentrales Element des Gameplays in <i>Teslagrad<\/i> ist n\u00e4mlich die Elektrizit\u00e4t oder genauer gesagt Magnetismus. So trifft man etwa auf kleine, mit einer bestimmten elektrischen Ladung versehene Pflanzen. Ber\u00fchrt man diese, \u00fcbernimmt der Junge diese Ladung und wird so etwa von metallischen Objekten angezogen oder abgesto\u00dfen. Daraus ergeben sich schon fr\u00fch im Spielverlauf allerlei coole R\u00e4tsel und Geschicklichkeitseinlagen.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter kommen dann noch einige n\u00fctzliche F\u00e4higkeiten wie ein kleiner Warp-Sprung oder ein ladungserzeugender Mantel hinzu. So werden die Puzzles mit der Zeit immer komplexer und vor allem interessanter. Zwar ist der Spielverlauf im Groben recht linear und nicht allzu knifflig, das ein oder andere Mal mussten ich dann doch etwas gr\u00fcbeln um auf die L\u00f6sung zu kommen. F\u00fchlt man sich gnadenlos unterfordert, kann man sich auch daran machen die insgesamt 36 versteckten Schriftrollen zu ergattern. Diese verstecken sich meisten abseits des Weges und erfordert etwas mehr Hirnschmalz. Zudem offenbaren die damit freigespielten Karten immer ein klein wenig mehr Hintergrundgeschichte. Hat man zum Finale von <i>Teslagrad<\/i> sogar alle Fundst\u00fccke beisammen, darf man sich zus\u00e4tzlich auf ein alternatives Ende freuen. Apropos spielerische Herausforderung: Die wenigen Bosse im Spiel sind da auch so eine Nummer f\u00fcr sich. Aus stellenweise seelenruhigen R\u00e4tseleinlagen stolpert man direkt in einen der teils bockschweren Bosse hinein. Hier hei\u00dft es besonders: Angriffsmuster merken und Fehler vermeiden. Die meist in drei Phasen aufgeteilten K\u00e4mpfe k\u00f6nnen sich daher auch gern mal in die l\u00e4nge ziehen, da jeder noch so winzige Kontakt mit dem B\u00f6sen das Ende bedeutet. Man muss also im schlimmsten Fall den Kampf unz\u00e4hlige Male erneut bestreiten, bis man endlich den Dreh raus hat. Manch einen mag das vielleicht sogar reizen, mich hat es letztlich eher genervt.<\/p>\n<p><b>Ein Setting, das \u00fcberzeugt<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/76584.jpg\" alt=\"Bild 76584\" style=\"float: right;\">Schaut man sich die Umgebung und die detaillierten Animation in <i>Teslagrad<\/i> mal in Ruhe an, wird man dem Ganzen einen gewissen Charme nicht abschreiben k\u00f6nnen. Die dezent erz\u00e4hlte Geschichte f\u00fcgt sich zudem ganz passend in das ruhig-mysteri\u00f6se Drumherum ein. An der musikalischen Untermalung h\u00e4tte man aber ruhig noch etwas feilen k\u00f6nnen. Diese ist zwar stimmig, wei\u00df aber auf Dauer das eher eint\u00f6nige Gameplay nicht sonderlich gut aufzulockern. Die technische Seite scheint daf\u00fcr die meiste Zeit \u00fcber sehr solide. Lediglich in wenigen effektreichen Szenen &#8211; vor allem unter Einfluss von Physik &#8211; machten sich ein paar paar Bildrateneinbr\u00fcche bemerkbar. Diese waren aber weder spielbehindert noch sonderlich lang, daher ist dieses Manko gut verkraftbar. Am Steuerungsschema gibt daf\u00fcr rein gar nichts zu bem\u00e4ngeln. Das Gameplay ist auf den Punkt genau und F\u00e4higkeiten k\u00f6nnen wahlweise \u00fcber Schulter- oder Aktionstasten ausgel\u00f6st werden. So muss das ist einen waschechten Puzzle-Jump &#8217;n&#8216; Run sein!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Switch ist nicht nur eine Konsole f\u00fcr vielerlei Gelegenheiten, sondern auch eine hervorragende Plattform f\u00fcr Indie-Releases. Das liegt darin begr\u00fcndet, dass die meisten unabh\u00e4ngig entwickelten Spielchen eher auf schlichte, aber nicht weniger bezaubernde Grafiken setzen. Die Lauff\u00e4higkeit potenzieller Ports ist also quasi schon mal gew\u00e4hrleistet (zumindest in den meisten F\u00e4llen). 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