{"id":127,"date":"2017-12-19T20:00:25","date_gmt":"2017-12-19T20:00:25","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=127","title":{"rendered":"Resident Evil Revelations"},"content":{"rendered":"<p>Wie ein gutes Kreuzfahrtschiff hat <b>Resident Evil Revelations<\/b> eine lange Reise hinter sich. Vor f\u00fcnf Jahren begann die Fahrt auf dem 3DS, wo der Titel durch seine famose Grafik f\u00fcr Aufsehen sorgte und mit seinem atmosph\u00e4risch dichten Ambiente begeisterte. Es folgten HD-Portierungen f\u00fcr station\u00e4re Konsolen und den PC, bevor sich nun der Kreis schlie\u00dfen sollte und das Action-Adventure dank der Switch wieder einmal mobil wird. Nun sind f\u00fcnf Jahre aber eine lange Zeit: Konnte sich der Gruseltrip so lange frisch halten? Und schindet der Switch-Port genauso Eindruck, wie es einst das 3DS-Original tat? Dieser Test soll dies offenbaren.<\/p>\n<p><b>St\u00fcrmischer Seegang mit Monstern aus dem Abgrund<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77395.jpg\" alt=\"Bild 77395\" style=\"float: left;\">Alles beginnt mit einer Untersuchung auf hoher See. Die Queen Zenobia, ein unscheinbarer Kreuzer, soll als letzter Aufenthaltsort des Anti-Biowaffen-Agenten und <i>Resident Evil<\/i>-Veterans Chris Redfield ausgemacht worden sein und seine ehemalige Gef\u00e4hrtin Jill Valentine macht sich zusammen mit Neuzugang Parker Luciani auf, um der Sache auf den Grund zu gehen. Wie es sich f\u00fcr die Reihe geh\u00f6rt, erweist sich das Schiff schlussendlich als wahrer Monsterhort, was die Suche nach Kollege Redfield ungemein erschwert. Ganz gem\u00e4\u00df des Untertitels ist dabei aber auch nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint, obwohl die Geschichte insgesamt weiterhin auf B-Movie-Niveau bleibt. Stellt euch also auf gelegentliche, kernige Spr\u00fcche und eine gewisse Dosis Nonsens ein, was der allgemeinen Atmosph\u00e4re jedoch gl\u00fccklicherweise keinen Abbruch tut.<\/p>\n<p>Denn die orientiert sich eindeutig st\u00e4rker an den Horror-Wurzeln der Reihe. Die schummrig beleuchteten Korridore des Kreuzers, unsortierte B\u00fccherregale oder blutige Kabinen sorgen f\u00fcr die richtige Gruselstimmung, w\u00e4hrend ihr langsam und vorsichtig mit Jill voranschreitet. Selbst die besser ausgeleuchteten Gebiete verspr\u00fchen durch den heruntergekommenen Zustand der R\u00e4umlichkeiten nicht unbedingt ein Gef\u00fchl der Sicherheit \u2013 allgemeines Unwohlsein steht hier an der Tagesordnung. Das wird ferner dadurch gest\u00e4rkt, dass sich nat\u00fcrlich auch zahlreiche groteske, durch ein gef\u00e4hrliches Virus verunstaltete Gestalten auf dem Schiff befinden und euer Munitionsvorrat ziemlich beschr\u00e4nkt ist. Klar lassen sich viele Situationen auch noch mit Gewalt meistern, doch bereits auf normaler Schwierigkeitsstufe vertragen die Mutationen derma\u00dfen viele Kugeln, dass die direkte Konfrontation wohl\u00fcberlegt sein m\u00f6chte. Ganz wie im ersten <i>Resident Evil<\/I> kann es sich auf lange Sicht als kl\u00fcger erweisen, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen, anstatt die Brut wie in den Hauptteilen 4 bis 6 systematisch aufs Korn zu nehmen. Ein wenig wird dieses Gef\u00fchl aber auch dadurch k\u00fcnstlich erzeugt, dass die mitf\u00fchrbare Munition noch st\u00e4rker beschr\u00e4nkt ist als das, was euch <i>Resident Evil Revelations<\/i> vor die Nase setzt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77396.jpg\" alt=\"Bild 77396\" style=\"float: right;\">Trotzdem ist das Spiel nicht komplett unbarmherzig und dr\u00fcckt euch mit dem Genesis-Scanner ein wichtiges Hilfsmittel in die Hand. Keine Sorge, ihr legt damit keine gro\u00dfen Gegner-Datenbanken an \u2013 stattdessen dient der Scanner dazu, versteckte Objekte in der Gegend aufzusp\u00fcren oder euch mit Heilkr\u00e4utern zu versorgen. F\u00fcr letztere Funktion gilt es jedoch, die schlurfenden Monster anzuvisieren und so mit ausreichend gescannten Exemplaren eine Prozentanzeige zu f\u00fcllen. Da lebende Subjekte mehr wert sind als tote, wird das Genesis-Ger\u00e4t schnell Teil des allgemeinen Risikomanagements von <i>Resident Evil Revelations<\/i>. Scanne ich den vor mir stehenden Gegner nun, um meine Vorr\u00e4te schneller auff\u00fcllen zu k\u00f6nnen, oder lasse ich es sein, weil ich in der Zwischenzeit dadurch Schaden nehmen k\u00f6nnte und die ganze M\u00fche f\u00fcr das Bonus-Heilkraut im Prinzip umsonst w\u00e4re? Solche Angelegenheiten m\u00fcssen schnell abgew\u00e4gt werden, wenn man nicht als Monsterfutter enden m\u00f6chte.<\/p>\n<p><b>Mehr als nur Grusel<\/b><br \/>\nAuflockerungen des allgemeinen Survival-Horror-Spielprinzips gibt es im Laufe der episodisch aufgebauten Kampagne im Prinzip zwei. So sind, wie f\u00fcr klassische Action-Adventures \u00fcblich, nat\u00fcrlich auch einige R\u00e4tsel an Bord der Queen Zenobia zu knacken, wirklich handfeste Knobelkost ist jedoch mangelware. Stattdessen gibt es haupts\u00e4chlich kurze Schaltkasten-R\u00e4tsel oder die gute, alte Suche nach verstreuten Schl\u00fcsseln \u2013 egal, ob sie nun tats\u00e4chlich in Schl\u00fcsselform erscheinen oder ob es sich um Karten oder gar Platten handelt. Ein paar richtige Kopfn\u00fcsse w\u00e4ren sch\u00f6ner gewesen, doch was da ist, f\u00fcgt sich immerhin gut in den allgemeinen Spiefluss ein. Weitere Abwechslung kommt durch immer wieder eingestreute Action-Sequenzen hinzu, die unter anderem in R\u00fcckblenden das Schicksal der k\u00fcnstlichen Insel Terragrigia beleuchten. Statt atmosph\u00e4rischer Erkundungstouren stehen dann Kugelhagel auf dem Programm, w\u00e4hrend man sich mit der eing\u00e4ngigen Steuerung gegen Horden von Mutanten wehrt.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77397.jpg\" alt=\"Bild 77397\" style=\"float: left;\"><i>Revelations<\/i> verl\u00e4sst sich \u00fcbrigens nicht auf die etwas st\u00f6rrische \u201ePanzersteuerung\u201c, f\u00fcr die vorherige Serienableger so bekannt waren. Stattdessen erwartet euch in der Standard-Konfiguration fast schon eine klassische Third-Person-Shooter-Belegung, die sich h\u00f6chstens ein wenig beh\u00e4big anf\u00fchlt. Seitenschritte oder anderen schnelle Man\u00f6ver sind so \u00fcberhaupt kein Problem. Lediglich der Ausweichschritt, der euch in manchen Situationen das Leben retten kann, ist durch sein ziemlich penibles Timing etwas schwierig auszuf\u00fchren. Aber es w\u00e4re ja kein Horror-Spiel, wenn man wirklich perfekte Kontrolle \u00fcber seinen Charakter h\u00e4tte, oder? Das traditionelle Steuerschema l\u00e4sst sich \u00fcbrigens optional trotzdem ausw\u00e4hlen und auch an eine Alternative mit Bewegungssteuerung wurde gedacht. So k\u00f6nnt ihr den rechten Joy-Con zum Ausrichten eurer Waffe oder dem Messerschwung verwenden, wenn euch danach ist. Das funktioniert im Prinzip auch gut, erfordert allerdings etwas Einspielzeit. Das an sich nett gedachte Feature zum Nachladen per Handgriff an die Infrarot-Leiste des Controllers erwies sich in meinem Praxistest hingegen als Gl\u00fcckssache, kann aber immmerhin auch separat abgeschaltet werden.<\/p>\n<p>Neben der Kampagne bietet auch die Switch-Umsetzung von <i>Residen Evil Revelations<\/i> wieder einmal den Raubzug-Modus, der komplett auf Action setzt und sogar ein eigenes Erfahrungslevel-System bietet. In fest arrangierten Bereichen des Spiels gilt es hier, m\u00f6glichst schnell zum jeweiligen Ziel des Abschnitts zu gelangen und dabei auch die auf dem Weg befindlichen Monster zu erlegen. Eine Vielzahl an freischaltbaren Waffen, Upgrades und sogar Charakteren soll hier f\u00fcr Dauerspa\u00df sorgen und tut es auch \u2013 f\u00fcr eine schnelle Runde zwischendurch ist die Ballerei auf jeden Fall klasse. Besser noch: Ihr m\u00fcsst hier gar nicht mal allein durch die Korridore streifen, sondern k\u00f6nnt lokal oder online einen Freund mit ins Boot holen.<\/p>\n<p><b>Die HD-Frischzellenkur<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/77398.jpg\" alt=\"Bild 77398\" style=\"float: right;\">Auf dem 3DS sorgte <i>Resident Evil Revelations<\/i> seinerzeit f\u00fcr gro\u00dfes Staunen, denn eine solche Grafikpracht hatte man auf dem Handheld bis dahin nicht gesehen. Trotz des eigentlich eher schwachbr\u00fcstigen Systems kam eine Horror-Stimmung auf, die gut mit den damals aktuellen Gro\u00dfkonsolen mithalten konnte. Da wundert es nicht, dass auch die HD-Version ein genauso stimmungsvolles Ambiente bietet und immer noch verflucht gut aussieht. Seine Herkunft als 3DS-Spiel kann <i>Revelations<\/i> trotzdem nicht ganz kaschieren, denn einige, gl\u00fccklicherweise eher vernachl\u00e4ssigbare Texturen sehen bei manchen Kamerawinkeln etwas verwaschen aus und sowohl die 3D-Karte als auch die Waffenmodelle im Men\u00fc wirken ziemlich grobk\u00f6rnig. Immerhin l\u00e4uft die Switch-Version daf\u00fcr auch weitestgehend ruckelfrei und \u00e4u\u00dferst fl\u00fcssig, egal ob ihr das Spiel nun am TV-Bildschirm oder mit Kopfh\u00f6rern im Handheld-Modus genie\u00dft. Und die Kopfh\u00f6rer empfehle ich bei letzterer Variante unbedingt, denn die einmalige Klangkulisse kommt auf diese Weise richtig gut zur Geltung \u2013 wenn man mal von der eher mittelpr\u00e4chtigen Vertonung der Dialoge, die \u00fcbrigens auch in deutscher Sprache verf\u00fcgbar ist, mal absieht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ein gutes Kreuzfahrtschiff hat Resident Evil Revelations eine lange Reise hinter sich. 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