{"id":122,"date":"2017-12-01T20:00:05","date_gmt":"2017-12-01T20:00:05","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=122","title":{"rendered":"Portal Knights"},"content":{"rendered":"<p>Erfolg zieht Imitatoren mit sich. Das ist auch bei <i>Minecraft<\/i> nicht anders. Besagte Imitatoren wollen sich dann aber nat\u00fcrlich auf besondere Art von der Inspirationsquelle abgrenzen \u2013 etwas, was dem Genre langfristig nat\u00fcrlich helfen kann. Und genau da kommt <b>Portal Knights<\/b> ins Spiel. Das Projekt des Studios Keen Games nimmt sich die Blockbau-Grundlage von Mojangs Megahit und webt einige eigene, interessante Twists in die Formel ein. Wie das gelungen ist und ob die Switch-Umsetzung an sich etwas taugt, das kl\u00e4re ich in diesem Test.<\/p>\n<p><b>Bis zum Ende der Portal-Welt!<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/76885.jpg\" alt=\"Bild 76885\" style=\"float: left;\">Die Ausgangslage ist recht simpel: Die Spielwelt wurde eines ungl\u00fcckseligen Tages zersplittert und besteht nun nur noch aus schwebenden Inseln, die man \u00fcber Portale erreichen kann. Abenteurer, die sich zwischen den Gebieten bewegen und sich den Gefahren des Unbekannten stellen, nennt man Portal-Ritter \u2013 und genau zu diesem Stand geh\u00f6rt auch ihr. Dazu erschafft ihr mit Hilfe eines \u00fcberschaubaren Charaktereditors eure Spielfigur und legt sie auch auf eine von drei Charakterklassen fest, die eure Performance im Kampf beeinflusst. Danach generiert ihr eine Welt \u2013 euer Switch-Profil erlaubt die Sicherung von bis zu dreien gleichzeitig \u2013 und werdet umgehend auf die erste Insel bef\u00f6rdert. Die generelle Gr\u00f6\u00dfe der Insel l\u00e4sst sich bei der Weltengenerierung \u00fcbrigens als \u201egro\u00df\u201c oder \u201eklein\u201c festlegen, wobei die Miniatur-Variante teilsweise fast schon klaustrophobisch klein wirkt. Trotzdem gibt es in beiden Ausgaben reichlich Baufl\u00e4che f\u00fcr kreative Sch\u00f6pfungen und wenn euch etwas nicht gef\u00e4llt oder ihr durch eventuelle Updates hinzugef\u00fcgte Elemente in eure bestehende Welt einbauen m\u00f6chtet, k\u00f6nnt ihr sie auf Wunsch neu generieren lassen. Da euer Charakter separat von den Welten gesichert wird, bleibt beim Sprung zwischen den Universen sogar euer Rucksack-Inventar und euer Erfahrungslevel erhalten. Praktisch!<\/p>\n<p>Moment mal, Erfahrungslevel? Jepp, <i>Portal Knights<\/i> setzt ziemlich deutlich auf RPG-Elemente, womit auch der Kampf gegen mal mehr, mal weniger gef\u00e4hrliche Kreaturen zum Alltag eines Portal-Ritters geh\u00f6rt. Dank Zielanvisierung beh\u00e4lt man dabei, nicht un\u00e4hnlich der <i>Zelda<\/i>-Reihe, seinen Gegner immer gut im Blick. Unter Standard-Einstellung geschieht dies \u00fcbrigens vollautomatisch, wenn man in einen Kampf verwickelt wird, was meines Empfindens nach eher nervt als hilft. Der Auto-Fokus l\u00e4sst sich jedoch gl\u00fccklicherweise abschalten. Die drei Klassen mit ihren eigenen Waffen \u2013 Schwert, Bogen und Zauberst\u00e4be \u2013 spielen sich dabei auch deutlich unterschiedlich, sonderlich komplex werden die Gefechte nat\u00fcrlich trotzdem so gut wie nie. Lediglich die wenigen Bossk\u00e4mpfe fordern von euch etwas mehr Aufmerksamkeit und Durchhalteverm\u00f6gen. Trotzdem sollte man sich den vielf\u00e4ltigen Wesen stellen, denn nicht nur gibt es f\u00fcr den Sieg Erfahrungspunkte f\u00fcr Levelaufstiege und Spezialisierungen, sondern auch Materialien.<\/p>\n<p><b>Hier lass&#8216; ich mich nieder<\/b><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/76886.jpg\" alt=\"Bild 76886\" style=\"float: right;\">Das gesammelte Gut kann f\u00fcr allerlei Basteleien genutzt werden, von denen sich eine Vielzahl schon \u00fcber Werkb\u00e4nke und andere Crafting-Stationen freischalten lassen, viele andere jedoch erst \u00fcber im Spielverlauf eingesackte Rezepte erlangt werden m\u00fcssen. So motzt ihr nicht nur eure Ausr\u00fcstung stetig auf, sondern k\u00f6nnt auch Bauteile f\u00fcr eigene kleine Projekte zusammenstellen &#8211; etwa indem ihr eine bestimmte Insel zu eurer Schnellreise-Heimat erkl\u00e4rt und dort ein kleines H\u00e4uschen platziert. Das Platzieren und Entfernen von Gegenst\u00e4nden funktioniert dabei \u00e4u\u00dferst sauber und erfordert nicht einmal, dass ihr in direkter N\u00e4he des Wunschortes steht. So kann man Dachdeckerarbeiten beispielsweise auch bequem vom Fu\u00dfboden aus erledigen. F\u00fcr enge Stellen und mehr Genauigkeit l\u00e4sst sich zudem jederzeit in eine Ego-Perspektive umschalten, was den Aufbau noch eine Spur angenehmer macht.<\/p>\n<p>Leider ist nicht alles gr\u00fcn in der Welt von <i>Portal Knights<\/i> &#8211; und das nicht nur, weil es nat\u00fcrlich noch andere Biome als eine Wiesenlandschaft gibt. Die fragmentierte Natur der Welt mit ihren 48 Inseln sorgt daf\u00fcr, dass sich die einzelnen Bereiche gerade f\u00fcr fortschrittsorientierte Zocker mehr wie unsinniges F\u00fcllmaterial anf\u00fchlen. Unter anderem auch deswegen, weil das Auffinden der n\u00e4chsten Portale auf gr\u00f6\u00dferen Inseln alles andere als einfach ausf\u00e4llt. Hier schafft ein erschaffbarer Kompass zumindest etwas Abhilfe. Auch ist die Men\u00fcf\u00fchrung mit dem Controller nicht ganz optimal. Die ausladende Tastenbelegung sorgte bei mir sehr gerne mal zu falschen Klicks \u2013 das geht mit der Touchsteuerung im Handheld-Modus deutlich intuitiver. Zu guter Letzt hatte ich bislang nicht die M\u00f6glichkeit, die Multiplayer-Optionen auszuprobieren. Theoretisch k\u00f6nnen online oder offline bis zu vier Portal-Ritter gemeinsam durch die Welt reisen, praktisch ist der Online-Part jedoch nur auf Switch-Freunde beschr\u00e4nkt. Wenigstens gibt es auch einen Splitscreen-Modus an der selben Konsole, doch der scheint einigen Spielerberichten zufolge derzeit noch etwas verbuggt zu sein und gerne mal Inseln in ihren Ausgangszustand zur\u00fcckzusetzen.<\/p>\n<p>Immerhin kann die Technik sich trotz kleinerer Macken noch sehen lassen. So erstrahlen die blockigen Inseln in kr\u00e4ftigen Farbt\u00f6nen und detaillierter Wildwuchs sorgt f\u00fcr die richtige Atmosph\u00e4re \u2013 ein starker Kontrast zum Pixeltexturen-Look von Vorbild <i>Minecraft<\/i>. Nat\u00fcrlich hat dies auch zur Folge, dass inmitten der saftigen Wiesen schon mal das ein oder andere Objekt etwas untergehen kann. Au\u00dferdem kann man derartigen Details in den F\u00e4llen, wo der Aufbau es zul\u00e4sst, in immer noch respektabler Ferne beim Wachsen zusehen, wenn man sich darauf zubewegt. In Sachen Performance l\u00e4uft <i>Portal Knights<\/i> daf\u00fcr weitestgehend gut. Ruckler sind mir nur dann aufgefallen, wenn durch den Ebenenaufbau mal wirklich viele Objekte auf dem Bildschirm zu sehen sind. Beim Sprung zwischen den Inseln \u2013 gerade bei der Einstellungsstufe \u201egro\u00df\u201c &#8211; d\u00fcrft ihr euch allerdings auf recht lange Ladezeiten von bis zu einer Minute gefasst machen. Vielspringer seinen an dieser Stelle also gewarnt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/OyaX8lqSNOw\" frameborder=\"0\" gesture=\"media\" allow=\"encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfolg zieht Imitatoren mit sich. Das ist auch bei Minecraft nicht anders. Besagte Imitatoren wollen sich dann aber nat\u00fcrlich auf besondere Art von der Inspirationsquelle abgrenzen \u2013 etwas, was dem Genre langfristig nat\u00fcrlich helfen kann. Und genau da kommt Portal Knights ins Spiel. 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