{"id":101,"date":"2017-10-13T10:00:16","date_gmt":"2017-10-13T10:00:16","guid":{"rendered":""},"modified":"-0001-11-30T00:00:00","modified_gmt":"-0001-11-30T00:00:00","slug":"","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ps.501-legion.de\/?p=101","title":{"rendered":"Touhou Kobuto V: Burst Battle"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/75827.jpg\" alt=\"Bild 75827\" style=\"float: left;\"><i>Touhou<\/i> sagt euch nichts? Das sollte nicht \u00fcberraschen. Das Shoot &#8218;em Up-Franchise ist n\u00e4mlich bislang weitestgehend in Japan daheimgeblieben und brachte dort nicht nur eine ganze Palette von Kernspielen f\u00fcr den PC hervor, sondern auch ambitionierte Fan-Projekte, durch die ihr am ehesten mal von der Marke geh\u00f6rt haben k\u00f6nntet. <b>Touhou Kobuto V: Burst Battle<\/b> ist \u00fcbrigens ein solches und versteht sich auch nicht als Shoot &#8218;em Up. Stattdessen schl\u00e4gt der nun nach Europa schwappende Titel eher in die Kerbe der 3D-Arena-Kampfspiele \u2013 und versagt da leider in vielerlei Hinsicht.<\/p>\n<p><b>K\u00e4mpfe aus der Kugelh\u00f6lle<\/b><br \/>\nDabei ist die Grundidee gar nicht mal so verkehrt. Um den Geist des Shoot &#8218;em Up-Genres einzufangen, treten die neun K\u00e4mpferinnen hier n\u00e4mlich nicht prim\u00e4r mit ihren F\u00e4usten an, sondern jagen sich Energieprojektile in diversen Geschmacksrichtungen um die Ohren. Die Grundsteuerung gibt sich hierbei recht eing\u00e4ngig: Es gibt drei Aktionstasten f\u00fcr Angriffe, die sich mit den Schultertasten modifizieren lassen. So lassen sich etwa Schnellfeuer-Man\u00f6ver aus dem Sprint heraus ausl\u00f6sen oder man heizt springenden Gegnern mit Luftabwehr-Attacken ein. Ferner ist die eigentliche Defensive interessant geregelt: Ihr k\u00f6nnt Feindfeuer n\u00e4mlich mit euren Kugeln wegballern und so Energie f\u00fcr einen wuchtigen Spezialangriff generieren. Leider ist die eigentliche Umsetzung all dieser Aktionen ziemlich hakelig. Mangels ordentlichem Treffer-Feedback und schier willk\u00fcrlich erscheinenden Lebensenergieabz\u00fcgen bekommt man nie das richtige Gef\u00fchl f\u00fcr die Wirksamkeit seiner Man\u00f6ver. Da kann ein Super-Energiesto\u00df schon mal drei Viertel der gegnerischen Gesundheit rauben, nur um beim n\u00e4chsten Einsatz nur noch die H\u00e4lfte dieses Ergebnisses zu erzielen. Klar steckt da sicherlich irgendwo Methode hinter, mangels anst\u00e4ndiger Einweisungen in das Kampfsystem \u2013 mehr als eine digitale Anleitung im Hauptmen\u00fc bietet <i>Touhou Kobuto V<\/i> nicht \u2013 erschlie\u00dft sich mir die aber nicht ganz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ps.501-legion.de\/files\/image_db\/75826.jpg\" alt=\"Bild 75826\" style=\"float: right;\">Die Lernkurve ist ohnehin ziemlich seltsam. Wer sich blau\u00e4ugig in den Arcade-Modus wagt, um sich ein wenig warmzuspielen, tritt in der Regel mit einem blauen Auge wieder aus. Der Schwierigkeitsgrad der zwei Highscore-Modi \u2013 der zweite ist ein Punktangriffs-Modus \u2013 hat es definitiv in sich! Das liegt zudem auch daran, dass es sich bei beiden Spielvarianten im Prinzip um \u00dcberlebensmodi mit leicht anderem Fokus handelt. Soll hei\u00dfen: K\u00e4mpfe dauern nur eine Runde und die Lebensenergie regeneriert sich nach dem Sieg nur ein wenig. Deutlich freundlicher gibt sich da schon der Story-Modus, der euch pro Charakter kurze, recht belanglose Dialogsequenzen mit sechs eingestreuten Fights pr\u00e4sentiert. Diese Abteilung eignet sich hervorragend zum Ausprobieren der recht \u00fcberschaubaren Anzahl an K\u00e4mpferinnen, denn die neun Damen spielen sich durchaus unterschiedlich. Zauberin Marisa brilliert beispielsweise im Luftkampf und heizt Gegnern mit m\u00e4chtigen Laserattacken ein, w\u00e4hrend die Bibliotheks-Hexe Patchouli magische Gesch\u00fctzpositionen aufstellen und ihren Kontrahenten aus allen Richtungen zusetzen kann. Die dadurch aufkeimende Spieltiefe wird allerdings dadurch gemildert, dass manche Charaktere schlichtweg st\u00e4rker wirken als andere. Ob das Balancing- oder Spielerversagen ist, lasse ich mal im Raum stehen. Jedenfalls zogen sich in meinem Fall K\u00e4mpfe mit bestimmten Figuren wie Kaugummi, w\u00e4hrend andere in nur wenigen Sekunden beendet waren.<\/p>\n<p>Neben den insgesamt leider wenigen Solo-Besch\u00e4ftigungen gibt es nat\u00fcrlich auch noch einen Versus-Modus. Dieser ist sogar online spielbar, wobei sich nat\u00fcrlich die Frage stellt, ob sich auf Dauer \u00fcberhaupt Spieler auf den Servern tummeln. In der mir vorliegenden Testversion waren die Online-Features jedoch vor Release noch nicht implementiert, weswegen ich keine Aussagen \u00fcber die Verbindungsqualit\u00e4t treffen kann. Immerhin funktioniert <i>Touhou Kobuto V<\/i> auch nur mit einem Joy-Con-Fl\u00fcgel, weswegen einer schnellen Splitscreen-Versuspartie unterwegs prinzipiell nichts im Wege steht. In technischer Hinsicht h\u00e4lt sich der Titel ganz gem\u00e4\u00df seiner japanischen Indie-Wurzeln eher simpel und pr\u00e4sentiert f\u00fcnf einfach gestaltete Arenen und eher cartoonhafte Mini-K\u00e4mpferinnen. Die Animationen der Bullet Hell-Duellantinnen spiegeln trotzdem gut den jeweiligen Charakter wieder und demonstrieren etwa die verspielte Ader der schelmischen Vampirin Flandre oder die stolze Natur von Eisfee Cirno. Gro\u00dfartige Sprachausgabe d\u00fcrft ihr allerdings nicht erwarten. Die Story-Dialoge bleiben allesamt unvertont und lediglich in den Gefechten gibt&#8217;s etwas japanisches Kampfgebr\u00fcll von den M\u00e4dels zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"100%\" height=\"428\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/wgp4hX32ASE\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Touhou sagt euch nichts? Das sollte nicht \u00fcberraschen. 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